Luthers Bibelverständnis

Die katholische Kirche entwickelte aus der Bibel und in Ergänzung zu ihr „überaus tröstliche“ Erlösungs- und Ablasslehre, die sich in dem Satz „Hölle für alle“ zusammenfassen lässt. Zwar ist Christus gestorben, um die Strafe für unsere Sünde zu tragen. „Die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden hätten“ (Jes 53,5) Aber dieser Frieden ist nach katholischer Sicht sehr knapp bemessen. Auch der erlöste Mensch, der keine Todsünden begangen hat, muss nach seinem Lebensende die Folter der Hölle erleiden  Frohe Kunde: de Höllenqual ist zeitlich begrenzt. Sie dauert nur so lange, bis jeder böse Gedanke, jede böse Tat, deren er sich schuldig gemacht hat, aus ihm herausgebrannt ist. Und jetzt kommt eine noch frohere Kunde. Hört, hört! Diese Zeit der Qual lässt sich durch gute Werke, wozu natürlich auch freigebige Spenden an die Mutter Kirche gehören, verkürzen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Leider bringt die „frohe Botschaft“ einer „gnädig“ verkürzten Höllenqual noch heute Menschen in seelische Not.

Luther konnte sich mit dieser „tröstlichen Aussicht“ nicht abfinden. Trotz größter Bemühung wurde seine Angst immer größer. Wenig erstaunlich, denn die Bibel warnt vor dem Versuch, sich das Heil zu kaufen: „Denn nur durch Gottes unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. Durch eigene Leistungen kann ein Mensch nichts dazu beitragen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden.“ (Eph 2,8-9) Luther entdeckte also die Glaubensgerechtigkeit, die dem geschenkt wird, der Gott Vertrauen schenkt.  Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten werde ich von meiner Schuld freigesprochen, sondern allein deshalb, weil ich mein Vertrauen auf Jesus Christus setze.“ (Rö 3,28) Um den Gegensatz zwischen der Werkgerechtigkeit, die ihn gequält hatte, und der Glaubensgerechtigkeit zu betonen, formulierte er folgende Prinzipien:

Sola Scriptura = nur die Bibel (nicht die Tradition ist der Maßstab. Die Bibel ist „durch sich selbst glaubwürdig, deutlich und ihr eigener Ausleger“)
Sola fide = nur der Glaube (an das Geschenk der Erlösung ist der Weg zum Leben mit Gott, der Verdienstgedanke und Werkgerechtigkeit versperren ihn)
Sola gratia = nur die Gnade (ist Leitgedanke der Auslegung. Gegen alle Willkür gilt als Maßstab: Christus ist die Mitte der Schrift. Autorität manifestiert sich in dem, „was Christum treibet“ was Christus selbst vertreten würde. Sola Christe = nur Christus.

Doch wie es sich zeigte, kam seine Seele durch diese Prinzipien immer noch nicht zum Frieden, obwohl sie immerhin dafür die Grundlage schufen. Es gelang ihm nicht, den Brief an die Hebräer so zu verstehen, dass die Botschaft von der Glaubensgerechtigkeit nicht in Frage gestellt wurde. Er behalf sich damit, diese Schrift als lesenswerten Text minderer Qualität (als apokryphen Text) einzustufen und hat diese Einschätzung auch an die Leser der Bibel in seinen Vorreden weitergegeben. Zweifellos ein rabiates Verfahren.

Doch immerhin fehlt der Brief an die Hebräer, den Luther als apokryph einstuft, in der ältesten bekannten Zusammenstellung neutestamentlicher Bücher (im Kanon Muratori).

Man sieht hier, wie wichtig es Luther war, in der Frage der Werkgerechtigkeit zu einer eindeutigen, verlässlichen Antwort zu kommen und keine schizophrenen, widersprüchlichen Aussagen in seiner Theologie zu dulden. Viele bibelgläubige Gläubige heute werden durch die Schlussfolgerungen Luthers eher verunsichert und werden ihm darin nicht folgen können. Deshalb ist seine Sicht  trotz aller Lutherverehrung unter evangelikalen Gläubigen kaum bekannt.

Das anerkennenswerte Ziel, schizophrene Aussagen und Unglaubwürdigkeit zu vermeiden, lässt sich aber auch möglicherweise mit einer weniger rabiaten Methode erreichen, nämlich durch die Zuordnung biblischer Aussagen zu speziellen Aussage-Stilen und durch ein prioritätenorientiertes Bibelverständnis.

Auf diese Weise lässt sich zB der Jakobusbrief, den Luther ebenfalls in einer Vorrede kritisierte, doch wieder konstruktiv verstehen. Beim Hebräerbrief aber ist das unmöglich. Der Widerspruch zu den Heilsverheißungen ist nicht überzeugend auflösbar, egal welche Methode man anwendet. Zudem bringt der Hebräerbrief sonst nichts Neues, was bedeutsam wäre und nicht bereits durch andere Schriften mitgeteilt worden wäre.  (Übersicht: Inhalt und Substanz des Hebräerbriefes)

Vorrede Luthers zum Hebräerbrief:

Bisher haben wir die rechten gewissen Hauptbücher des Neuen Testaments gehabt. Diese vier nachfolgenden aber haben vor Zeiten ein anderes Ansehen gehabt. Und aufs erste: dass dieser Brief an die Hebräer nicht von Paulus noch von irgendeinem Apostel sei, ist damit bewiesen, dass Kap. 2,3 so steht: „Diese Lehre ist durch die, welche es selbst von dem Herrn gehört haben, auf uns gekommen und geblieben.“ Damit wird’s klar, dass er von den Aposteln als ein Jünger redet, auf den solche Lehre von den Aposteln gekommen sei, vielleicht lange hernach. Denn Paulus bezeuget Gal. 1,1 u. 12 mächtig, er habe sein Evangelium von keinem Menschen noch durch Menschen, sondern von Gott selber.  

Über das bietet er eine große Schwierigkeit dadurch, dass er im 6. und 10. Kapitel die Buße den Sündern nach der Taufe stracks verneinet und versagt und Kap. 12,17 sagt, Esau habe Buße gesucht und doch nicht gefunden, was wider alle Evangelien und Briefe des Paulus ist. Und obwohl man einen Ausweg aus der Schwierigkeit suchen möchte, so lauten doch die Worte so klar, dass ich nicht weiß, ob es möglich sei. Mich dünkt, es handle sich um einen Brief aus vielen Stücken zusammengesetzt und nicht überall in gleicher Höhenlage.

Wie dem auch sein mag, so ist’s doch ein ausbündig gelehrter Brief, der vom Priestertum Christi meisterlich und gründlich aus der Schrift redet, dazu das Alte Testament fein und reichlich ausleget, so daß es offenbar ist, er stamme von einem trefflichen, gelehrten Manne, der ein Jünger der Apostel gewesen, viel von ihnen gelernet hat und gründlich in der Schrift geübt ist. Und ob er wohl nicht den Grund des Glaubens legt, wie er selbst Kap. 6,1 bezeugt, welches der Apostel Amt ist, so bauet er doch fein drauf Gold, Silber, Edelsteine, wie Paulus 1. Kor. 3,12 sagt.

Deshalb soll uns nicht hindern, ob vielleicht etwas Holz, Stroh oder Heu mit untergemenget werde, sondern wir wollen solche feine Lehre mit allen Ehren aufnehmen, nur daß man sie den apostolischen Briefen nicht in allen Dingen gleichstellen soll.

Wer ihn aber geschrieben habe, ist unbekannt, wird auch wohl noch eine Weile unbekannt bleiben. Darauf kommt es auch nicht an. Uns soll genug sein an der Lehre, die er so beständig aus und in der Schrift gründet, welche ein rechtes, feines Verständnis wie Verfahren, die Schrift zu lesen und zu behandeln, zeigt.“

Eine detaillierte Untersuchung des Hebräerbriefes führt zu dem Ergebnis, dass noch viel größere Bedenken bestehen als sie Luther geäußert hatte und dass die Zerstörungskraft dieses Briefes häufig weit unterschätzt wird.

Die Bedenken Luthers zu den folgenden Briefen Jakobus, Judas und zur Offenbarung des Johannes beinhalten dagegen keine zwingenden Argumente.

 

Artikel aktualisiert am 30.04.2022

2 thoughts on “Luthers Bibelverständnis”

  1. Luther`s Verdienst, die Rechtfertigung allein aus Glauben aus dem Römerbrief, wiederentdeckt und gegen alle Anfeindung verteidigt zu haben, kann niemand schmälern.

    Dass Luther`s Bibelverständnis und Glaubenspraxis darüber hinaus aber durch die damalige Sichtweise des Katholizismus und Mönchtums geprägt war, ist hinlänglich bekannt und prägt noch heute den verfassten luth.-ref. Protestantismus. Eine Amtskirche vom biblisch-fundamentalen Evangelium leider weit entfernt. (Offb. 3,1-6 Sardes)

    Schade, wenn heute Gläubige Luther´s Sichtweise auf die Bibel kolportieren und dazu anregen, diese zu übernehmen. So etwas was muss man leider Lutherismus bzw. Protestantismus oder Reformkatholizismus nennen.

    Das Abkanzeln der zuvor zitierten Briefe, Hebräer, Jakobus, Judas und dazu die Offenbarung, zeigt nur, dass Luther nicht nur den historischen Katholizismus reformieren wollte, sondern auch seine eigene Meinung zur Bibel kundtat.

    – Der Hebräerbrief wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Paulus geschrieben. Was aber eher unwichtig ist.

    – Der Jakobusbrief wurde von dem Bruder des Herrn, der kein Apostel war, geschrieben und lehrt, dass aufgrund der Annahme der Rechtfertigung allein aus Glauben (Stellung vor Gott) der daraus folgende Glaubensgehorsam sich in Glaubenswerken zeigt (Verantwortung des Bekenntnisses).

    – Der Judasbrief wurde von dem Bruder des Jakobus, des Bruders des Herrn, der kein Apostel war, geschrieben und ist weder eine Zitatensammlung noch eine Abschrift des 2. Petrusbriefes.

    – Die Offenbarung ist die Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab und die er dem Apostel Johannes mittels eines Engels zeigte und die dieser niederschrieb, um den Knechten des Herrn zu zeigen, was bald geschehen muss. Ein Mahn- und Trostbuch für die Kirche. Dieses Bibelbuch wird in protestantischen Kreisen einem Scharlatan zugeschrieben, der sich für den Apostel Johannes ausgab.

    Diese vier Schriftstücke stehen in keinem Widerspruch zu den übrigen Schriften des AT und des NT und sind genauso vom Heiligen Geist inspiriert niedergeschrieben und deshalb kanonisch autorisiertes Wort Gottes.

    Eher ist zu beklagen, dass Luthers Bibelübersetzung einige, ebenfalls aus damaliger Sicht, irrige Übertragungen enthält, angeblich den Leuten aufs Maul geschaut, aber gegen besseres Wissen bis heute beibehalten. Zum Beispiel das Wort „Hölle“. Offb. 20,14: Die Hölle wird in die Hölle (feuriger Pfuhl) geworfen? Es gibt genauere Übersetzungen.

    1. Lieber Bruder Uri,

      Der Tiefgang im Verstehen des Alten Testamentes lässt bei vielen Gläubigen den Wunsch entstehen, dieses Buch dem herausragendsten Apostel, eben Paulus zuzuordnen. Doch welche Argumente dafür gibt es?

      In der von Fritz Laubach verfassten Erläuterung des Hebräerbriefes (Wuppertaler Studienbibel) werden die Argumente für und gegen eine Verfasserschaft des Paulus zusammengetragen. Eine eindeutige Antwort mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ wird hier nicht gegeben.

      Der Hebräerbrief spricht vom Evangelium, das „zuerst gepredigt ist durch den HERRN und dann auf uns gekommen ist durch die, die es (von den Aposteln) gehört haben, und dass es danach von Gott beglaubigt worden ist mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kräften und mit Austeilung des heiligen Geistes nach seinem Willen“. (Hebr 2,3)

      Würde ein Paulus tatsächlich so vom Evangelium reden, der größten Wert darauf legte, dass er seine Botschaft eben nicht von den Aposteln empfangen hatte, sondern direkt durch eine Offenbarung Jesu Christi? Deshalb war er wie die anderen zwölf Apostel unmittelbarer Augen- und Ohrenzeuge – insbesondere Zeuge der Auferstehung. „Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlichen Ursprungs ist. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi.“ (Gal 1,12-12)

      Alle Evangelisten berichten über das letzte Passahmahl, das Jesus vor seinem Leidensweg mit seinen Jüngern aß. Paulus, der damals gar nicht anwesend war, berichtete ebenfalls darüber, betonte aber auch hier, dass er die Informationen über dieses wichtige Ereignis nicht aus zweiter Hand, nicht von den Evangelisten, sondern persönlich von Jesus empfangen hatte. (1.Kor 11,23a)

      Für Luther ist das ein deutlicher Hinweis, dass der Verfasser nicht Paulus war. Mir jedenfalls leuchtet das ein.

      Auffällig ist auch: Paulus beansprucht in vielen seiner Briefen gleich im ersten Satz eine zu den Zwölfen gleichwertige Stellung des Apostels, besonders wenn seine Stellung stark umstritten oder angegriffen war. Warum fehlt dieser Anspruch dann im Hebräerbrief, der sich ganz allgemein an Gläubige mit einer jüdischen Prägung richtet?

      Andererseits finden wir im Hebräerbrief in der Art der Schriftauslegung eine Parallele zur allegorischen Deutung des AT durch Paulus. Wie Paulus schrieb, empfing Abraham den Segen und mit ihm alle Völker durch den Glauben, bevor das Gesetz gegeben wurde (Gal 3,6 ff) Der Verfasser des Hebräerbriefes argumentiert ähnlich: Melchisedek war Priester eines Priestertums, das höher stand als das levitische Priestertum, da er den Abraham segnete und mit ihm Levi, der später aus Abraham hervorging. (Hebr.7,10)

      Ein hieb- und stichfester Gegenbeweis ist das aber nicht, denn auch ein anderer Verfasser kann sich der von Paulus verwendeten Methode bedienen.

      Mag die Verfasserschaft des Paulus für die Gültigkeit des Briefes unwichtig sein, so bleibt es dennoch wichtig, auch in solchen nebensächlichen Fragen nachvollziehbar zu argumentieren.

      Viele religiöse Gruppen bilden leider ihre Ansichten wesentlich auf der Grundlage ihrer emotionalen Bedürfnisse und haben zu wenig Interesse, Fakten, die Bedürfnissen entgegenstehen, näher zu untersuchen. Ist damit für die Glaubwürdigkeit des Evangeliums irgendetwas gewonnen?

      Wer wirklich die Wahrheit liebt, hat den Wunsch, zwischen Tatsache und Wunschdenken zu unterscheiden. Ist es nicht so?

      Sollte man dann nicht auch den inhaltlichen Einwand Luthers gegenüber dem Hebräerbrief, „dass er im 6. und 10. Kapitel die Buße den Sündern nach der Taufe stracks verneinet und versagt und Kap. 12,17 sagt, Esau habe Buße gesucht und doch nicht gefunden, was wider alle Evangelien und Briefe des Paulus ist“ ernstnehmen?

      Alle drei Stellen sagen nämlich, dass Menschen in die Hölle kommen können, obwohl sie ihre Taten bereuen und gerne ungeschehen machen würden. Menschen wollen umkehren, aber dürfen es nicht mehr.

      Diese Aussage ist für Gläubige sehr schwer verdaulich, die Angst haben, irgendwann einmal (möglicherweise in der Zeit vor ihrer Bekehrung) etwas gegen den Heiligen Geist gesagt zu haben, was ihnen niemals vergeben werden könne. (Luk 12,10)

      Viele Evangelikale versuchen mit dem Argument zu helfen, wer befürchte, den Heiligen Geist gelästert zu haben, der zeige ja mit seiner Furcht, dass er für Gott noch empfänglich sei, und dürfe deshalb gewiss sein, dass er diese furchtbare Sünde nicht begangen hätte. Das ist die übliche, weit verbreitete Argumentation.

      Der Hebräerbrief löst – wie es scheint – dieses Argument wieder auf, indem er zeigt, dass Reue, Furcht usw. die Verdammnis nicht ausschließt.

      Wie können Gläubige in dieser Lage wieder zu einem frohen Glauben zurückfinden? Muss ein Engel vom Himmel erscheinen, um ihren Glauben zu stärken? Das wird wohl kaum geschehen. Oder sollte der Gemeinde, die „als Leib leidet, wenn eins ihrer Glieder leidet“ (1.Kor 12,26), diese Frage egal sein?

      Adolf Schlatter vertrat in seinem haarsträubenden Aufsatz „Die Sünde gegen den Heiligen Geist“ die Auffassung, dass niemand solchen Menschen helfen könne. Sie müssten es abwarten und würden es dann nach ihrem Tod erfahren.

      Diese Ansicht, sehr buchstabentreu und „irgendwie“ konsequent, ist, bei Licht besehen, pervers. Was bleibt denn da von der Verheißung übrig, dass Christus seine Jünger zur Freiheit befreit hat, wenn einige Gläubige ihr ganzes Leben lang grauenhafte Angst haben müssen, bloß weil sie sich an das, was sie früher gesagt haben, nicht mehr genau erinnern können? ( Details zu Schlatters Aufsatz siehe unter: https://www.matth2323.de/unvergebbare-suende/#dogma )

      Auch der Begriff einer „mutwilligen Sünde“ im Hebräerbrief (Hebr 10,26) bleibt unklar und lässt bei vielen Gläubigen die Furcht entstehen, das Heil durch „eine Sünde zuviel“ wieder zu verlieren. Um sich zu schützen, geraten manche in schlimmste Werkgerechtigkeit und Erbsenzählerei hinein. ( https://www.matth2323.de/gift-nr-7/ )

      Ein konkreter Anlass für diese Furcht kann beispielsweise eine Heirat trotz Ehelosigkeitsgelübdes sein oder eine Wiederheirat nach unverschuldeter Scheidung oder die Unfähigkeit zum materiellen Totalopfer oder die Verweigerung riskanter Missionstätigkeit ( Details zu den Beispielen siehe unter: https://www.matth2323.de/kompetenz-test/ ) oder auch nur die Unfähigkeit, mit Masturbation aufzuhören ( https://www.matth2323.de/gift-nr-1/ )

      Wieder leben Gläubige in ständiger Angst und werden sie nicht mehr los. Wie kann man ihnen helfen und sie überzeugen? Oder sollte der Gemeinde, die „als Leib leidet, wenn eins ihrer Glieder leidet“ (1.Kor 12,26), auch diese Frage egal sein?

      Wer sorgfältig und verantwortlich denkt, wird den Einwand Luthers nicht so leicht vom Tisch wischen können. All diese Gläubigen leben sehr wohl in einem Widerspruch, in den sie Worte der Heiligen Schrift gebracht haben: einerseits die ständige Drohung und sklavische Furcht vor dem tötenden Buchstaben (2.Kor 3,17), andererseits die Verheißung der Liebe und Vergebung Jesu, die unversehens kraftlos im Raum steht.

      Wir haben leider feststellen müssen, dass evangelikale Seelsorge in diesem Konflikt gewöhnlich sehr schwach ist. Jedenfalls wurde uns bisher noch keine überzeugende Lösung auf der Basis eines buchstabenorientierten Bibelverständnisses (Chicago-Erklärung) präsentiert. Das heißt konkret, dass die betroffenen Gläubigen in der Gemeinde keine Hilfe bekommen, sondern ihre Seelenqual nur durch den Einsatz gesundheitsschädlicher Psychopharmaka lindern können.

      Wenn Sie, lieber Bruder, eine überzeugende Lösung wissen, lassen wir uns gerne eines Besseren belehren.

      Es ist einfacher, auf der Basis eines prioritätenorientierten Bibelverständnisses und der Annahme biblischer Aussage-Stile ( https://www.matth2323.de/resultate/ ) eine zweideutige Gottesvorstellung zu überwinden, neues Vertrauen und ein starkes Gegengewicht gegen die Angst zu bilden. ( https://www.matth2323.de/gift-nr-10/ ) Mit Hilfe der Aussage-Stile lässt sich auch ein destruktives Verständnis des Hebräerbriefes entschärfen. ( https://www.matth2323.de/spezielle-stile-der-bibel/ )

      Dieses positive Ergebnis sollte Gläubige eigentlich ermutigen, das bibeltreue „Update“ ( https://www.matth2323.de/update/ ) kritisch zu diskutieren und zu prüfen. ( https://www.matth2323.de/modelle/ )

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