Gefährdet Unvollkommenheit das Heil?

 

Das Neue Testament stellt hohe ethische Forderungen. Jesus sagte, dass Menschen, die “seinen Willen nicht getan haben“, nicht ins Himmelreich kommen können, selbst wenn sie sich selbst für Gläubige halten. (Mt 7, 21)

Umkehrschluss: nur wer “den Willen Gottes getan hat”, der kommt ins Himmelreich. Doch was heißt das? Genügen 90%, 70%, 50% ? Kann der Gläubige angesichts dieser Forderungen überhaupt Heilsgewissheit haben ?

Auf der Grundlage eines mechanisch-wörtlichen Bibelinterpretation ist die Antwort unterschiedlich. Optimisten gibt es immer – sie werden natürlich mit “Ja” antworten, weil sie sich über diese Frage kaum ernsthafte Gedanken machen – und das sind offenbar sehr viele.

Doch was ist mit Menschen, die in ihrem Leben viel Übles erlebt haben und nicht optimistisch sein können? Es ist sehr schwierig und erfahrungsgemäß häufig erfolglos, ihnen mit mechanisch-wörtlicher Bibelinterpretation eine überzeugende und  sichere Antwort zu geben, die der Heilsangst ein Ende macht.

Auf der Grundlage eines prioritätenorientierten Bibelverständnisses ist das möglich – wie weiter unten erläutert wird.

Warum das beim mechanisch-wörtlichen, buchstabenhörigen Bibelverständnis schlecht gelingt, ist nicht schwer zu sehen. Die Aussagen des Neuen Testamentes zu Forderungen, Strafen, zum Heil und zur Verdammnis sind logisch nicht konsistent – es entstehen immer wieder unauflösbare Fragen.

Die Bibel beschreibt die Vollkommenheit der “echten” Früchte, die der Gläubige reichlich bringen soll (Joh 15,5). Folglich ist der Maßstab , der durch Gebote vermittelt wird, unendlich hoch: “Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.” (Mt 5,48) Bis zur Aufgabe des eigenen Lebens: “wir sollen bereit sein, für die Brüder das Leben zu lassen.” (1.Jo 3,16) „Jeder habe dieselbe Gesinnung, wie sie Jesus hatte… Er war gehorsam bis zum Tode am Kreuz“ (Phil 2,5). „Wer weiß, Gutes zu tun und tuts nicht, dem ist es Sünde.“ (Jak 4,17). Ohne Zweifel ist es gut, dorthin zu gehen und zu helfen, wo die Not am größten ist. Zur Vollkommenheit gehört also die grundsätzliche Bereitschaft zu lebensgefährlicher Mission (z.B. In islamischen Gebieten) und Hingabe alles nicht unbedingt nötigen Eigentums für Notleidende: „wenn wir Nahrung und Kleidung haben, so lasset und genügen.“ (1.Tim 6, 8)

Dabei wissen natürlich auch Jesus und die Apostel, dass der Gläubige nie ein sündloser Mensch wie Jesus selbst sein kann: Der Gläubige wird immer wieder der Versuchung zur Sünde nachgeben: “So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.” (1Joh 1,8) Diese Schwachheiten könne jedoch nur kurzfristig vorhanden sein. Sie müssen bereut und überwunden werden. Nur dann können sie vergeben werden: „Wer seine Missetat leugnet, dem wird’s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“ (Spr 28,13) Die buchstäbliche verstandene Bibel lässt den Einwand „es ist mir zu schwer“ nicht gelten: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ (1.Joh 5,3-4). Somit müsste der Gläube, der behauptet, etwas sei ihm zu schwer, daran zweifeln, ob er überhaupt „von Gott geboren„, d.h. gerettet ist. “ Eine Scheidung zwischen Gläubigen und Ungläubigen wird ebenfalls durch die Worte Jesu angedeutet: „Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht.“ (Joh 14, 24) die Aussichten dessen, der Jesus nicht liebt, sind düster: „Wenn jemand den HERRN Jesus Christus nicht liebhat, der ist verflucht.“ (1.Kor 16,22) Paulus bezieht sich ganz klar auf den Märtyrertod, wenn er schreibt: „Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe. Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat.“ (Rö 8, 36-37) An anderer Stelle schreibt er: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.“ (Phil 4,13) Damit die Entscheidung für die totale Hingabe erleichtert wird, kann man noch Jesus selbst zitieren:

Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.” (Mt 11,39)

Keine Frage, dass angesichts solcher hohen Forderungen der Gläubige ständig mit bleibenden Defiziten konfrontiert ist.

Hier besteht die Gefahr, dass ihm eine dilettantische Theologie weismacht, dass bleibende Unvollkommenheiten das Heil gefährden könnten. (Giftige Theologie). So wird das Gewissen ständig wund und immer enger. Der Freiraum, den der Gläubige braucht, um sich in Liebe zu entscheiden, wird immer kleiner, bis er zu guter Letzt ganz verschwunden ist.

Dann können sogar sinnvolle Anordnungen der Bibel in einer lebensfeindlichen Weise missverstanden werden. So meint man am Ende, dass schon ein kleiner Verstoß gegen das Gewissen tödlich sein kann. Selbst für diesen Unsinn kann man zum „Beweis“ folgende Bibelstellen anführen: “So aber dein Bruder um deiner Speise willen betrübt wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Verderbe den nicht mit deiner Speise, um welches willen Christus gestorben ist.” (Rö 14,15) “Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt. Wer aber darüber zweifelt, und isst doch, der ist verdammt; denn es geht nicht aus dem Glauben.” (Rö 14,22b+23)

Ist es so schnell aus mit dem Gläubigen? Weil er das Falsche gegessen hat? Tatsächlich?

Wenn man so schnell aus der Gnade Gottes fallen könnte, dann wäre sie doch nicht wert, in der ganzen Welt verkündet zu werden! Doch hat man erst einmal Angst, dann macht sie bekanntlich blind.

Was ist falsch an der engen Interpretation ? Wer genau hinsieht, bemerkt es. Hier ist nicht der Gewissensschwache, sondern der Starke angesprochen, der sensibel sein und vor der kleinsten Verletzung des Gewissens anderer wie vor einem großen Unglück zurückscheuen soll.

Das ist der heilsame Zweck dieser Worte. Doch wenn ängstliche Gläubige sie auf sich beziehen, dann wird es sehr destruktiv. (Sorgfaltsparadox)

Das Dilemma zwischen Gehorsamspflicht und Heilsgewissheit lässt sich mit wenigen Bibelstellen skizzieren:

a) Versündigen kann man sich offenbar sehr leicht: “Alles, was nicht aus dem Glauben heraus getan wird, das ist Sünde.” (Rö 14,22b-23) “Wer etwas Gutes zu tun weiß und tuts nicht, für den ist es Sünde.” (Jak 5,17) Wenn aus diesem Satz z.B. die Pflicht zum wirtschaftlichen Totalopfer hergeleitet wird, so sind sicherlich die meisten Gläubigen völlig überfordert.

b) Es wird sehr viel und großzügig vergeben, aber es gibt auch Bibelstellen, die offenbar den Schluss zulassen, dass das notorische Wiederholen einer Sünde das Heil gefährden könnte: “Denn wenn ihr wie alle Welt lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Aktionen des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.” (Rö 8,13) “Denn wenn wir mutwillig an Sünde festhalten, haben wir kein anderes Opfer mehr für die Sünde.” (Hebr 10,26).

Die menschliche Seele ist auf Eindeutigkeit festgelegt. Es scheint in fundamentalistischen Kreisen selbstverständlich zu sein, beides gleichzeitig zu denken: Gottes Erbarmen und Gottes Erbarmungslosigkeit und darüber hinaus noch dreist zu behaupten, dass sich beides nicht widersprechen würde.

Doch wenn wir Heilsfreude und Vertrauen stärken wollen, dann müssen wir einen Weg finden, zu theologischer Eindeutigkeit zu kommen. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Mt 18,3) Das Herz eines Kindes gewinnt man immer noch durch Eindeutigkeit der Liebe und Zuwendung, und nicht durch schizophrenes „Einerseits“ und „Andererseits.“

Deswegen hängt sehr viel davon ab, ob Unvollkommenheiten unter der Geduld Gottes sind oder nicht. Ohne einen brauchbaren Schlüssel zur Heiligen Schrift, der die gegensätzlichen Aussagen in einen zuverlässigen, glaubwürdigen Zusammenhang bringt, liegt das destruktive Missverstehen bzw. der Missbrauch ethischer Aussagen allzu nahe.

Dieser Schlüssel ist die Anerkennung der drei Qualitätsmaßstäbe Jesu als wichtigstes Gebot (Mt 23,23).

Der Gläubige kann sich nicht gottgemäß-perfekt verhalten, es bleiben Defizite. Optimisten verkraften auch eine starke Diskrepanz zwischen Bibel und Leben recht gut, Pessimisten und sensible Gemüter hingegen schlagen sich mit einem ständig schlechten Gewissen lebenslang herum.(Sorgfaltsparadox) Das ist ein eklatanter Verstoß gegen das Gebot der Fairness und Gerechtigkeit – das Jesus als zweites der wichtigsten Gebote nennt. Das darf nicht sein!

Deshalb hat Jesus seine Gläubigen authorisiert, den Rang von Bibelworten mit Hilfe seiner wichtigsten Maßstäbe (Mt 23,23) selbst zu bestimmen. Alle anderen Aussagen der Heiligen Schrift sind konsequent in ihrem Sinne – in lebensfördernder Weis (Mt 4,4) – auszulegen. Unter der Überschrift “Giftige Theologie” kann man beispielhaft sehen, wie das gemacht werden kann. Durch diese Praxis anwaltlichen Urteilens entsteht eine große Freiheit des Gewissens, aber auch feste ethische Überzeugung.

Selten wird gesehen, dass Jesus ausdrücklich Unvollkommenheit erlaubt: “Wer wenig sät…” kommt in die Hölle? Nein. “… der wird wenig ernten.” (2.Kor 9, 6) „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich“ (Mt 5,19). Wer ein „kleines“ Gebot auflöst, d.h bis zum Lebensende reuelos missachtet, ja sogar andere verleitet, dasselbe zu tun – kommt in die Hölle ? Auf keinen Fall: auch er kommt im Himmelreich an. Jesus sagt es ausdrücklich. Allerdings wartet dort keine große Belohnung auf ihn, denn er hat es sich zu leicht gemacht. Jesus lässt es offen, was „kleine Gebote“ sind.

Sehr wahrscheinlich sind es all die „Mitteldinge“, die sehr fromme Leute aus dem Gesetz herausgelesen haben: nicht rauchen, auf Alkoholgenuss verzichten, nicht Fernsehen gucken, nicht Karten spielen, nicht am Geschlechtsteil fummeln, brav zum Gottesdienst gehen – eben sich wie sehr streng erzogene Menschen zu verhalten. Noch viel frömmere Leute meinen zu wissen, dass diese Verhaltensweisen absolut heilsnotwendig seien und ihre Missachtung mit ewiger Verdammnis bestraft werden wird. Ob ihnen jemals auffallen wird, wie viele junge Menschen unter diesem Druck zu verklemmten, freudlosen Persönlichkeiten mit einem ständig schlechtem Gewissen heranwachsen?

Ob ihnen jemals auffallen wird, dass das Gebot, gerne abzugeben und zu helfen viel wichtiger ist als Verzicht auf “Mitteldinge” – aus der Sicht der Hilfsbedürftigen, die die Sicht Jesu ist (Mt 25,40) ? Ob ihnen jemals auffallen wird, wie wenig von geistlicher Ordnung in der Gemeinde verwirklicht werden kann (siehe “Widerstandskraft” !) – und dass das Vertrauen in Jesus, in seine Liebe und Treue selbst durch diesen erheblichen (!) Mangel nicht (!) erschüttert wird ? Ob es ihnen jemals auffallen wird, dass ihre Theologie giftig wird, wenn ihnen mehr an Einschüchterung und Entmündigung des Gläubigen als an dem lebensfördernden Sinn eines Gebotes gelegen ist? Sie widersprechen damit Jesus, der ausdrücklich gebietet, Gebote barmherzig auszulegen: “Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.” (Mk 2,27)

Je schwieriger ein Vertragswerk zu beurteilen und zu verstehen ist, desto mehr Gewicht bekommt die Persönlichkeit des Vertragspartners für das gegenseitige Vertrauen.

Unbezweifelbar gilt: die einzigartige Persönlichkeit des Gottessohnes Jesus Christus muss für das Gottesbild maßgeblich sein: “Wer mich sieht, sieht den Vater.” (Jo 14,9)

Jesus hatte großes Erbarmen mit den Menschen (Mt 9,36) und heilte sie nach Möglichkeit alle. (Lk 6,19). Er rief seine Jünger dazu auf, barmherzig mit Andersdenkenden (Lk 9,54-55) und Außenseitern (Lk 19,7) umzugehen. Anders als es unter jüdischen Frommen üblich war, war ihm die Würde der Frau wichtig (Jo 4,27). Er setzte sich für ihren Schutz ein (Mt 19,8). Sie wurden die ersten Zeugen seiner Auferstehung. (Jo 20,17)

Jesus ermutigt, tröstet und preist glücklich, die ihre geistliche Armut erkennen und sagt ihnen zu, dass ihnen Gottes neue Welt gehören wird. (Mt 5,3) Er preist die Traurigen glücklich, weil sie getröstet werden sollen. (V.4) “Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen” (Mt 12,20) Er vergleicht sich mit einer “Henne, unter deren Flügel” sich die Küken flüchten. (Mt 23,37) Die Tatsache, dass das Tun des Gläubigen unvollkommen, schwach und mangelhaft ist, ändert nichts an dieser Tatsache.

Durch das Lebens Jesu, das die praktische Bedeutung seiner Maßstäbe bezeugt, erhalten auch alle anderen Aussagen über die göttlichen Persönlichkeit entsprechendes Gewicht, z.B. über Gottes Treue:

„ … selbst wenn wir untreu sind – er (Gott) bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ (2.Tim 2,13)

Gott beweist seine Liebe gegen uns, weil Christus für uns gestorben ist, obwohl wir von Gott und seinen Geboten nichts wissen wollten. Umso wieviel mehr (!) werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind.” (Rö 5,8)

Es gibt sehr viele ähnliche Aussagen im Neuen Testament.

Sie haben angemessenes Gewicht, wenn der Bibelleser die Priorität von Mt 23,23 bei der Interpretation berücksichtigt  (“Schlüssel“).

Bei einer auf den Wortlaut fixierten Auslegung (fundamentalistische Bibelinterpretation), die keine Rangunterscheidung nach Mt 23,23 vornimmt und deshalb keine überzeugende Bearbeitung von ethisch problematischen Bibelstellen erlaubt, erscheinen der Charakter Gottes und Aussagen über seine Liebe weiter als zweideutig und unzuverlässig, was sich auf die Heilsgewissheit nur zersetzend und negativ auswirken wird.

Für die Ehre Gottes kann nur die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der Errettung zeugen. (Jes 53,11 ff / Eph 1,4 ff) Jesus verspricht dem Gläubigen, dass sein Heil beständig ist. „Sie werden niemals umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ (Joh 10,28) Eine schwache oder halbherzige Errettung würde Gottes Ehre abträglich sein. Er stünde da als jemand, der den Mund zu voll nimmt, „der einen Turm baut„, aber nicht die Mittel hat, das Werk zum Abschluss zu führen“. (Luk 14,28) Paulus ist gewiss, dass Gott, der in seinen Mitchristen in Philippi „das gute Werk angefangen hat, es auch zu einem guten Ende bringen wird„. (Phil 1,6) Jesus trägt deshalb den Ehrentitel „Begründer und Vollender des Glaubens.“ (Hebr 12,2) Die Geschichte des Jona zeigt, dass Gott sogar noch vergibt, wo das Gericht bereits beschlossen und der Zeitpunkt dafür längst festgesetzt ist. Gott hat bisweilen soviel Mitgefühl, dass Gläubige daran Anstoß nehmen. (Jona 4) Umgekehrt wird Gott kein Verdammungsurteil fällen, dass seine Gläubigen als unfair und maßlos beurteilen würden. Zu der ertappten Ehebrecherin sagte Jesus: „Hat dich niemand verdammt ? … Dann verdamme ich dich auch nicht !“ (Joh 8, 10-11)

Wie kann dann Unvollkommenheit das Heil gefährden? Die Tat des Glaubens ist ein Geschenk (Eph 2,10) und darf deshalb nicht durch werkgerechte Motive verunreinigt werden. (Gal 5,9: „Sauerteig„). Jede Tat, die mit der Absicht getan wird, „sich das Heil zu sichern“ ist böse und gefährdet das Heil direkt: „Ihr habt Christus verloren, die ihr durch Erfüllung der gesetzlichen Normen gerechtfertigt werden wollt.“ (Gal 5,4)

Sklavischer Gehorsam gegenüber einer biblischen Aussage, die den Maßstab der Barmherzigkeit, der Liebe zum Recht oder der Treue verletzt, ist selbst wieder Sünde (siehe „Giftige Theologie„.) Jesus will nicht, dass der “Buchstabe tötet” (2.Kor 3,17). Eine Auslegung, die den absoluten Vorrang der Barmherzigkeit (Mt 23,23) nicht beachtet, ist falsch, destruktiv – und nicht von Jesus authorisiert – mag sie nun heilig erscheinen oder nicht.

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Artikel aktualisiert am 25.04.2018

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