Wunderbares …

Wer wünscht sich nicht wunderbare Gotteserfahrungen! So kostbar sind sie, so ungemein tröstend und… so selten. Es mag ja Ausnahmen geben, aber viele Gläubige, die Gott erlebt haben, werden zustimmen, dass solche Erfahrungen eher selten sind. Daher sind sie kostbar, sie werden in Berichten festgehalten und man zehrt lange davon.

“Glauben” kann der Mensch an die verschiedensten Inhalte, besonders wenn er von Kind auf daran gewöhnt wird. Man kann sogar  Menschen daran gewöhnen, in der Nähe schauerlichster Todes- und Fruchtbarkeitsgötter so etwas wie Geborgenheit zu empfinden. Vorausgesetzt natürlich, dass die auferlegten Pflichten und Tabus mit vertretbarem Aufwand zu erfüllen sind.

Gottes Buch, die Bibel, setzt einen hohen Maßstab für den Glauben: die Liebe. Bei jedem einzelnen Satz in der Bibel geht es eigentlich immer nur darum.

Ach so – die Liebe. Muss man über etwas reden, das jeder kennt? Man kennt die Liebe zu Kindern, zum Ehepartner oder meint sie zu kennen. Man investiert und schenkt etwas, erzeugt Freude und hofft auf Dankbarkeit. Und mancher merkt, dass das, was er für Liebe hält, trotz aller Bemühung seltsam kümmerlich bleibt.

Gotteserfahrungen erzeugen ein Höchstmaß an Freude und Dankbarkeit. Denn was erfahre ich hier? Der allmächtige Gott, der das ganze Universum erschaffen hat, sieht mich – ein Staubkorn – an, mich persönlich an – und das mit Wohlwollen. Mein Lebensweg ist Ihm nicht gleichgültig. Dabei weiß ich nicht wie mein Lebensweg weiter verläuft, welche Prüfungen, welches leidvollen Erfahrungen mir noch bevorstehen…

Aber eins steht nun fest: wir ahnen, dass am Ende alles gut werden wir. Gottes unsichtbare Welt wartet auf uns, in der es kein Leid mehr, sondern nur noch Freude geben wird.

Und doch: der Gläubige ist selten ein “Glaubensprofi”. Die schönste Gotteserfahrung verblasst, ihre Eindrücklichkeit gerät in Vergessenheit. – besonders wenn der Lebensweg schwer wird. Befürchtungen steigen auf: hat sich Gott von mir abgewendet? Habe ich ihm dazu Grund gegeben? Habe ich zuviel Schuld auf mich geladen?

Deprimierend: Gott tut nichts. Er scheint völlig desinteressiert.an mir zu sein.

Und doch verstehe ich es ein bisschen. Gott könnte sofort wieder eine neue Erfahrung schicken, und wieder eine neue… Wir wären Tag und Nacht am Jubeln wie Fussballfans. Nichts wäre einfacher! Wenn nur nicht die Nebenwirkungen wären! Meine zweite Gotteserfahrung machte mich fürchterlich eingebildet. Es ist ja auch eine Art Auserwählung, Privilegierung. Man bekommt etwas, was viele andere gerne hätten und zur Zeit nicht haben! Gott sei Dank hatte ich dann viele, viele Jahre keine mehr. Die andere Gefahr ist, dass wir uns Gott anvertrauen, weil wir gerne weiter beschenkt werden wollen. Wir sind in Gefahr, berechnend und käuflich zu werden.

Beides führt uns von der Liebe weg. Und Liebe, die diesen Namen verdient, Liebe, die stark ist und wahrhaftig, diese Liebe ist und bleibt das oberste Ziel. Ein dritter wichtiger Grund betrifft unsere Mitmenschen. Christen sollen lernen, auf ihren Gott unbedingt und vorbehaltlos zu vertrauen und fest damit zu rechnen, dass er sie in keiner Notlage allein lassen wird. Nur dieses Vertrauen kann  andere Menschen ermutigen, auch Hilfe bei Gott zu suchen. Dieses Vertrauen entsteht nicht automatisch, sondern muss ständig trainiert werden.  Ein vierter Grund liegt auf der Hand: wären Gotteserfahrungen nicht selten, wir würden sie sofort in eine Reihe mit unseren Konsumerlebnissen und Hobbies stellen. So geht es gar nicht. Die Liebe, die von Gott kommt, kann nur dann richtig stark werden, wenn Gott das Wichtigste in unserem Leben ist. Vielleicht fallen dir, lieber Besucher, noch andere Gründe ein, warum Gotteserfahrungen selten sind und wir uns die meiste Zeit in einer Welt alleingelassen sehen, die uns in ihr nervenzermürbendes, herzloses und blödsinniges Getriebe einspannt.

Was kann der Gläubige tun? Er greift zum Buch Gottes, zur Bibel und versucht auf diesem Weg die spürbare Erfahrung göttlicher Nähe und Fürsorge wiederzubeleben.

Auch das gelingt nur bedingt. In Gottes Buch sind auch manche Aussagen eingebaut, die die Gefühlswelt, ja sogar das Vertrauen in die Liebe Gottes erheblich stören können. Das sagt die Bibel selbst: “Der Buchstabe tötet.” (2.Kor 3,6) Er tötet, ruiniert, ist gnadenlos destruktiv. Es gibt viele Christen, die das nicht sehen und auch nicht wahrhaben wollen. Doch es ist so.

Warum mag das so sein?  Es spricht vieles dafür, dass Gott uns damit zeigen will, dass wir zum Verstehen biblischer Sätze ausnahmslos auf seinen Segen angewiesen sind (Ps. 127,2 / Eph 1,17-20). Ich ahne, was ein zweiter Grund sein könnte, nämlich dass die Bibel unser Mitgefühl trainieren will. Eine ganz wichtige Eigenschaft der Liebe ist das Mitgefühl mit verletzten und verletzbaren Menschen. Die Bibel berichtet viel von Verletzungen und Tragödien. Wir sollen diese Berichte nicht konsumieren wie einen Hollywoodfilm oder ein Theaterstück. Sie appellieren an unser Mitgefühl. Denn Gott hat jeden der Menschen damals geliebt und liebt heute ebenfalls jeden einzelnen Menschen. Wir erkennen dabei: der Mensch, auch der Gläubige hat eher wenig Mitgefühl. Da ist ein ziemliches Defizit. Mitgefühl lässt sich weder durch Moralpredigt noch durch schlechtes Gewissen erzeugen. Wer sich mit einem Menschen, der ihm nicht unmittelbar nützt, identifizieren kann und seine Gefühle teilt, hat ein großes Geschenk von Gott bekommen.

Es ist allgemein üblich in christlichen Glaubensgemeinschaften, über destruktiv wirkende Bibelstellen besser nicht offen zu sprechen. Doch wie verträgt sich das mit dem Gebot der Wahrhaftigkeit und mit der Erkenntnis, dass Liebe ohne Wahrhaftigkeit gar nicht lebensfähig ist? Auf dieser Webseite befassen wir uns deshalb mit diesen Aussagen gründlich, auch mit der Möglichkeit, Bibeltexte zu missbrauchen, denn wer mit seinen Mitmenschen, insbesondere mit schwachen, verletzbaren und vorgeschädigten Menschen und mit Kindern liebevoll umgehen will, der wird auch an dieser Stelle nicht gleichgültig sein, sondern sich immer bemühen, Schaden abzuwenden.

Die Welt ist wie sie ist. Die Bibel ist wie sie ist. Doch warum? Offensichtlich muss es so sein. Ein Mann namens Hiob hatte ein schönes Leben. Es ging ihm gut. Er war warmherzig und mitfühlend. Gerne gab er ab  von seinem Reichtum, weil es ihm wichtig war, dass es auch seinen Mitmenschen gut erging. Doch eines Tages ging sein ganzes Leben kaputt. Er hatte nichts mehr, nur eine Krankheit, die ihn quälte und dazu drei Freunde, die ihn mit dummen frommen (!) Bemerkungen, die sie als hilfreich einschätzten, noch mehr quälten. Und er erfuhr zeitlebens nicht, warum das alles geschehen musste. Er wusste am Ende nur: Gott hatte mit allem eine gute Absicht, und das musste genügen.

Wir sind von der unsichtbaren Welt durch einen Vorhang getrennt. Es steht uns nicht zu, vorzeitig hineinzuschauen. Doch manchmal rutscht der Vorhang einen kurzen Augenblick zur Seite. Das sind die Momente kostbarster Gotteserfahrung.

Diese Tatsache illustriert auch das 1981 gedrehte Filmdrama Rolf von Sydows “Ein Zug nach Manhattan”. Ein jüdischer Kantor, ein zutiefst frommer Mensch, kann eines Tages seinen Beruf nicht mehr ausüben, da er angesichts von soviel Gewalt und Grausamkeit in der Welt nicht mehr an einen Gott glauben kann. Da die Gemeinde aber seiner Dienste bedarf, soll er mit dem Zug nach Manhattan zu einem berühmten Rabbiner fahren, der ihm aus seiner Glaubenskrise heraushelfen kann. Da er sich auf dem Bahnhof nicht auskennt, bittet er den Stationsvorsteher, in in der Zug nach Manhattan zu setzen. Aber er landet in einem falschen Zug. Dort trifft er eine junge Frau an, die sich das Leben nehmen will. Er erfährt, dass ihr Mann und ihre beiden Kinder deportiert wurden und seither nicht mehr aufzufinden wären. Er bringt sie nach Hause, ohne sie trösten zu können. Zurück zum Bahnhof bittet er den Stationsvorsteher, ihn diesmal nicht in den falschen Zug zu setzen. Doch wieder landet er im falschen Zug, aber trifft dort den Ehemann der Frau, sodass beide wieder zueinander finden. (Ausführliche Beschreibung bei Wikipedia). Der Kantor ist sich nun sicher, dass hinter allem, was er sieht und erlebt, ein tieferer Sinn steckt und kann seinen Aufgabe als Vorsänger der Gemeinde wiederaufnehmen.

Wir möchten hier unseren Besuchern Gelegenheit geben, von ihren Begegnungen mit Gott zu erzählen, mit dem Gott, der die Bibel bezeugt, und bei dem die ganze Liebe und die ganze Wahrheit zu finden ist.

Die Berichte sollten kurzgefasst und in nüchterner, sachlicher Sprache formuliert sein. Wird zu häufig ähnlicher Inhalt berichtet, so werden wir nur die besten unter dieser Kopfseite zeigen, und – getreu dem Motto “Weniger ist mehr” – den Rest in eine andere Seite “Weitere Gotteserfahrungen” auslagern.

Während wir uns für Anregungen und auch Kritik verpflichtet haben, jeden Kommentar einzustellen, soll die Kommentarfunktion für die Erlebnisberichte deaktiviert bleiben. Wer etwas schreiben will, kann es also über unser Kontaktformular tun, unter eigenem Namen oder anonym. Bei Berichten dieser Art macht es sich aber sehr gut, wenn wenigstens ein (selbstgewählter) Vorname genannt wird.

Warum gibt es hier keine Kommentare? Erfahrungsgemäß sind manche Erlebnisse kostbar für den Betroffenen, ohne das andere die Bedeutsamkeit erkennen können. Was als Gottes Berührung wahrgenommen wird, muss nicht zwingend spektakulär sein. Nur wenn Zeugnisse grundsätzlich vor negativer Bewertung geschützt sind, muss kein Zusender befürchten, dass der Wert, den die Erinnerung an sie ursprünglich hatte, durch unpassende Bemerkungen herabgesetzt wird.

Anders als bei theologischen und kritischen Beiträgen, zu deren ausnahmsloser Veröffentlichung  wir uns verpflichtet haben, gibt es bei Zeugnissen von Gotteserfahrungen keine solche Verpflichtung. Getreu dem bewährten Grundsatz “weniger ist mehr” treffen wir eine Auswahl und bitten dafür um euer Verständnis.

Und nun: seid herzlich eingeladen!

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