Wie kann ich wissen, dass ich ein Kind Gottes bin?

Von Oliver Wolfram

Wie kann ich wissen, dass ich ein Kind Gottes bin, dass ich zu Gott gehöre und mich auf den Himmel freuen darf?

Die Bibel lehrt, dass es der Glaube ist, der rettet. „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“ (Hebr 11,6)

Wenn Gott aber den Glauben zur Errettung bestimmt hat, dann ist es klar, dass er auch den Raum und die Möglichkeit des Unglaubens lässt. Als evangelikale Christen glauben wir, dass der Glaube eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus ist. In Jesus Christus ist Gott in die Welt gekommen. Durch Jesus kommt es zu unserer persönlichen Begegnung mit Gott. Jesus möchte uns von uns selbst, vom Bösen und vor allem von unserer Gottlosigkeit erretten. Er will unser Leben durch seine Liebe neu gestalten. Er schenkt uns die Hoffnung auf eine ewige Zukunft im Himmel. Dies leiten wir aus der Schrift ab und aus der Erfahrung unzähliger Christinnen und Christen, die bezeugen, dass mit dem Glauben Jesus Christus in ihr Herz gekommen ist!

Aber, wie kann ich mir meiner Errettung gewiss sein?

1) Durch die Innewohnung des Heiligen Geistes!

Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.“  (Römer 8, 15 – 17).

Der Einfluss des Heiligen Geistes wird durch die Früchte des Geistes deutlich. Z.B. durch die geschwisterliche Liebe: „Wir wissen dass wir durch den Tod ins Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder“. (1. Joh. 3,14). Liebe beinhaltet die Wertschätzung der wichtigsten Gebote „Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Verlässlichkeit“ (Mt 23,23). Leider sind sich viele Christen der großen Bedeutung dieser Gebote nicht bewusst. diese Wertschätzung oft auch unter Christen die Ausnahme – obwohl es ein wichtiges Kennzeichnung der Liebe ist.  „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst.“ (Phil 2,3)

2) Durch die Heilige Schrift!

Du darfst dich beim Lesen der Bibel von der Schrift trösten lassen. Und du darfst Bibelstellen die dich befürchten lassen, dass du verloren bist, selektieren und meiden! In jedem Fall brauchst du vor Bibelstellen, die über Gericht sprechen, keine Angst mehr zu haben! (Hier lasse Dich durch das “Sorgfaltsparadox” trösten: die harten Warnungen sind an die Oberflächlichen gerichtet, aber leider beziehen die Sorgfältigen sie auf sich! Jesus Christus spricht: “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Joh 5,24 )

3) Gegenseitiger Trost!

Du darfst dir in der Gemeinschaft mit anderen Christen, ob durch persönliche Seelsorge oder aus Bruder oder Schwestermund sagen lassen, dass du errettet bist. Suche Dir Gläubige, die Barmherzigkeit, Fairness und Aufrichtigkeit lieben und bitte sie um ein Urteil. Solche Gläubige werden einmal am Weltgericht beteiligt werden. (1.Kor 1,6) Wenn sie dich nicht aufgeben, wird es Gott auch nicht tun. (Joh 8) Suche gläubige Geschwister und habe Vertrauen! Sie meinen es gut mit dir! Haben sie doch auch die Vergebung aller Ihrer Schuld und Gottlosigkeit erfahren. „Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben.“(1. Thess 4, 9)

4) Die Erwählung und Errettung ist Gottes Werk.

Er wird das, was er begonnen hat, auch vollenden! Das bezeugen viele Bibelstellen. „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat -, doch auf Hoffnung;  denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?  Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?  Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Rö 8,18-39)

Nun kann es sein, dass du vielleicht auch durch persönliche Verletzungen von der Innewohnung des Heiligen Geistes nichts spürst! Die Schrift vermag dich nicht oder nur teilweise zu trösten, und auch der Trost und der Zuspruch gläubiger Menschen kommt bei dir nicht an. Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache deiner Errettung! Du wirst mir sicher zustimmen, dass Christinnen und Christen auch dann noch errettet sind, wenn sie z.B. durch einen Unfall, durch Demenz, durch eine Behinderung o.ä. nichts von ihrer Errettung spüren oder wahrnehmen!

Vielleicht helfen dir aber auch ein paar Fragen?

Wenn Du diese mit ja beantworten kannst, sei getrost, dann bist Du errettet!

– Glaubst Du, dass in Jesus Christus Gott dir begegnet ist, um Dich zu erretten und um dir ewiges Leben zu schenken?

– Ist Jesus Christus Dein Herr und Heiland? Erwartest Du die maßgebliche Rettung, Heilung, Wegweisung und Zurechtweisung von ihm?

– Würdest Du, wenn du es noch nicht getan hättest, ihm hier und heute dein Leben wieder anvertrauen?

– Hast Du Jesus lieb? Möchtest Du, dass die Liebe zu Jesus und zu den Menschen Dein Leben ausfüllt?

 

Artikel aktualisiert am 25.04.2018

1 thought on “Wie kann ich wissen, dass ich ein Kind Gottes bin?”

  1. Kennzeichen für Leben aus Gott:
    1.Johannes 3, 14 Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben
    1.Johannes 5,1 Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; und jeder, der den liebt, der geboren hat, liebt auch den, der aus ihm geboren ist.

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