Tabu Religiöser Missbrauch

Ein TABU-Thema:

religiöser Missbrauch !

Dass sexueller Missbrauch von Minderjährigen und Schutzbefohlenen die Betroffenen schädigt, ist bekannt. Man ist sich deshalb der Strafwürdigkeit solcher Vergehen allgemein bewusst. Wenig bekannt ist die Gefährlichkeit des religiösen Missbrauchs, der eine sehr positive Erscheinungsform haben kann: die Form der bewährten Tradition, der moralischen Ideale oder der religiösen Begeisterung. Ohne eine inhaltliche Prüfung wird er nicht erkannt. Der religiöse Missbrauch wirkt in den prägenden Phasen der Kinder- und Jugendzeit in die tiefsten Bereiche der Seele hinein. Der Missbrauchende wünscht Einfluss über Menschen zu haben und das geschieht durch Schaffung von Abhängigkeit. Dazu missbraucht er die Bibel. Ihre Aussagen über die Würde des Gläubigen werden gekürzt oder ganz unterschlagen und stattdessen eine erpresserische und unehrliche Moral in den Mittelpunkt gerückt, die an biblischen Qualitätsmaßstäben nicht gemessen werden muss. Die Vorgänge, die die Seele zermartern, seelische Erpressung und Überforderung, eine überwiegend negative Gottesvorstellung, Zukunftsangst, kurz lebenslanges Unglücklichsein, sind Folgeschäden, die mindestens ebenso verheerend sind wie die Folgen sexuellen Missbrauchs.

religiöser Missbrauch

(wikicommons / Cesar Leal Jiménez / CC BY-SA 3.0 Licence Bearbeitung: Herz-Motiv auf Fesselband durch Christian Rahn, CC BY-SA 3.0 Licence)

Und doch haben sie kaum eine korrigierende Rückwirkung auf die Theologie – von Schadenersatz ganz zu schweigen. Zweifel werden sehr oft als Angriff auf das Denk- und Deutungsmonopol der religiösen Meinungsmacher gesehen und abgewehrt. Um religiösen Missbrauch wirksam zu bekämpfen und Kinder und Jugendliche rechtzeitig zu schützen, ist es nötig, das Denkmonopol zu brechen und die Gefahren offen zu diskutieren, was wir auf dieser Webseite tun wollen. Insbesondere informieren wir über ein einfaches Prüfungsverfahren. Unsere Besucher haben die Möglichkeit, sich mit Beiträgen an diesem klärenden Prozess zu beteiligen. Wertvoll sind insbesondere Erfahrungsberichte, aber auch kritische Beiträge Andersdenkender, die uns auf Mängel in der eigenen Argumentation hinweisen. Schützt eure Kinder ! Rechtzeitig !

Artikel aktualisiert am 19.01.2022

2 thoughts on “Tabu Religiöser Missbrauch”

  1. Guten Tag,
    wir schätzen, dass du religiösen Missbrauch und die damit verbundenen Gefahren offenkundig thematisierst. Außerdem befürworten wir die Idee, die Gefahren von religiösem Missbrauch auf der Website zu diskutieren. Wir bedanken uns, dass du uns und auch anderen diese Diskussionen ermöglichst. Es ist anzunehmen, dass jeder Mensch seine Zweifel hat und wir empfinden es als besonders wichtig, diese Zweifel offenzulegen und gemeinsam nach Lösungswegen zu streben. Es ist menschlich, Zweifel zu haben, doch es ist möglich, diese als Gemeinschaft zu überwinden. Was hat dir persönlich geholfen, deine Zweifel zu überwinden?

    1. Hallo zusammen. Ja, was hat den Anstoß zum Umdenken gegeben? Diese Frage kommt öfter mal. Ich habe sie in einem anderen Kommentar ausführlich beantwortet. ((https://www.matth2323.de/einladung-zum-kommentieren/comment-page-1/#comment-1295 Alternativ stellt sich die Frage, wie ich denn als jemand, dem Ärzte eine unheilbare seelische Erkrankung bescheinigten, nach Jahrzehnten wieder ein halbwegs normales Leben führen konnte. In wie viel Kliniken und Therapiestätten bin ich behandelt worden. Wie viele Therapeuten, Psychiater, Nervenärzte und Seelsorger hatten sich an mir abgearbeitet – ohne jeden Erfolg. Beim letzten Krankenhausbesuch wurde ich ein halbes Jahr lang mit Valium vollgepumpt und nicht einmal das wirkte gegen die starken Ängste. Ich habe versucht, die Gründe für die wundersame Besserung christlichen Ärzten mitzuteilen. Die Rückmeldung war sehr bescheiden. Der Chefarzt der Klinik Hohe Mark im Taunus und eine Ärztin einer Klinik in Berlin haben mir geantwortet, dass sie die Website weiter empfehlen würden. Darüber hinaus aber gab es keine Ermutigung, keine Rückmeldung, kein Interesse, was ich nicht verstehen kann. Lieben Gruß Benignus

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