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Situation

In Bremen stellt sich die augenblickliche Lage so dar:

Die drei führenden Gemeinden der Ev.Allianz Bremen (EAB), die St.Matthäus-Gemeinde, die Paulus-Gemeinde und die St.Martini-Gemeinde, haben die Bitte um Erlaubnis, ihre Konventsmitglieder auf diese Website aufmerksam zu machen, abgelehnt – ohne Angabe von Gründen. Sie haben auch keine andere Website angeben können, die über den Gefahrenschutz besser informiert. So ist anzunehmen, dass die Frage, ob der Gefahrenschutz ausreicht, nicht interessiert. Die Entscheidung der Gemeinde wurde mehrheitlich gefällt, sodass allein aufgrund der Informationen aus dieser Website keine Zuordnung zu irgendwelchen Personen möglich ist.

Soweit andere Gemeinden der Ev.Allianz Bremen um Erlaubnis gefragt wurden, zeichnet sich folgendes Bild ab. Die Vorstände der meisten Gemeinden lehnen ebenfalls die Bitte um Erlaubnis ab.

Gemeinden, die bisher die Verteilung erlaubten, sind seltene Blüten der Demokratie: z.B. die Ev.Hohentorsgemeinde. Das ist sehr positiv, wenn man auch aus einer Erlaubnis nicht auf Zustimmung schließen kann.

Die Gründe für die Ablehnung kann man nur vermuten:

1. Eine Qualitätsprüfung wird als Behinderung der Werbewirkung angesehen. Oberste Priorität hat das Ziel, möglichst viel Mitglieder anwerben zu können. Mit einer hohen Zahl von Neuzugängen (“Bekehrungen”) legitimiert sich die Leitung als “Vorsteher von Gottes Gnaden”. Deswegen muss der Glaube als “fehlerloses Produkt” präsentiert werden. (“Churchly Correctness“) Überprüfung der im Hause etablierten Anschauungen mit Hilfe der Heiligen Schrift ist tabu. Wenn ein Schaden eintritt, ist er immer dem persönliches Versagen des Betroffenen zuzuordnen (“Unzuständigkeit“) Es wird also in Kauf genommen, dass einzelne Gläubige durch dilettantische Theologie krank werden können. Man gibt sich damit zufrieden, dass Gläubige mit klinischen Symptomen in die Seelsorge kommen können. Dann ist es möglicherweise aber schon zu spät. Sind solche Symptome sichtbar, ist möglicherweise schon eine jahrelange seelische Schädigung vorausgegangen. Durch vorbeugende Information könnte das verhindert werden – was aber abgelehnt wird. Die betroffenen Gläubigen werden weder als Problem noch als Verlust wahrgenommen, solange nur genug Neuzugänge kommen. Sie verlassen gewöhnlich die Gemeinde, in der sie sich trotz aller Bemühungen wie Menschen zweiter Klasse fühlen. Etliche wenden sich leider ganz vom Glauben ab.

2. Von in der ev. Allianz Bremen tonangebenden Pastoren ist bekannt, dass sie einem Bruder, der zu Unrecht befürchtete, die unvergebbare Sünde begangen zu haben, keine theologische Hilfe anbieten konnten, sodass die extrem starke Angst zu dauerhafter Schädigung der nervlichen Gesundheit führte und erst nach vielen Jahren mit Hilfe der hier vorgestellten Erkenntnisse beseitigt werden konnte. Hat man aus diesem schrecklichen Versagen irgendetwas gelernt? Offensichtlich besteht nach wie vor kein ernsthaftes Interesse, sich für ähnliche Fälle besser vorzubereiten. Wir vermuten als weiteren Grund für die Ablehnung, dass die Gemeinde nicht durch Vergleich auf die Unkenntnis oder die mangelhafte Theologie mancher Pastoren aufmerksam werden soll. Sie wollen den Status des “studierten”, theologischen “Fachmannes” nicht in Frage gestellt sehen. Wir befürchten, dass auch andere Pastoren diese Einstellung haben.

3. Es scheint unerwünscht, dass die Gläubigen die bei uns beschriebenen Methoden der Manipulation durchschauen lernen. Auch mögen manche Gläubige, die sich bisher als Gebietsfürsten “von Gottes Gnaden” und niemandem als Gott verantwortlich sehen, ihre selbstherrliche Entscheidungsfreiheit nicht zugunsten einer Rechenschaftspflicht gegenüber der Gemeinde sowie einer unparteiischen Beschwerdemöglichkeit eingeschränkt sehen. Diese bedenkenlose, selbstverständliche Bevormundung der Konventsmitglieder, die eigentlich die Legislative der Gemeinde darstellen und befugt sind, den Vorstand abzuwählen, ist erschreckend. Unzureichender Gefahrschutz geht alle an. Doch die Mitglieder haben selbst bei diesem wichtigen Thema nicht einmal das Recht der Kenntnisnahme und eigenen Entscheidung.

Vorsichtige Stimmen erhalten also in der Ev.Allianz Bremen keine angemessene Plattform. Es sind “nur positive Beiträge” erwünscht, der Hinweis auf Schattenseiten findet kaum Gehör. Hierin sind sich die Vorstände auch ohne explizite Absprache (die uns jedenfalls nicht bekannt ist) sehr schnell einig.

Infolgedessen informiert unser Arbeitskreis die Leitungsschicht nur noch aus Höflichkeit (gelegentliche Kenntnisnahme). In Zukunft hofft er verstärkt Jugendliche als Mitarbeiter zu gewinnen, die auf privater Basis oder mittels anonymer Aktionen (“undercover”) die Webadresse in der Gemeindejugend bekanntmachen.

Jugendliche sind noch nicht so sehr an ein religiöses Missbrauchssystem angepapsst und haben häufig noch ein starkes Interesse für Wahrhaftigkeit und Fairness, das der älteren Generation zum Teil abhanden gekommen ist.

Gegen den Widerstand eines religiösen Machtsystems für die Freiheit und Würde des Gläubigen zu kämpfen und sie vor seelischer Schädigung zu schützen, ist ein spannendes und lohnendes Betätigungsfeld. Es ist echte Pionierarbeit, die Hingabe, Hartnäckigkeit und Talent herausfordert. Der Einsatz ist in allen religiösen Macht- und Zwangssystemen sinnvoll, die sich auf die Bibel berufen, also neben evangelikal-biblizistischen Gemeinden auch in katholischen Jugendgruppen und Jugendorganisationen der Zeugen Jehovas.

Unser Ziel ist, dass jeder gläubige Christ, insbesondere jeder Jugendliche wenigstens einmal die Möglichkeit bekommt, die genannten 28 falschen Lehrsätze durchzusehen und auf diese Weise zu überlegen, ob sie evt. seine seelische Gesundheit beeinträchtigen könnten. (“28-Punkte-Check“)

Für die Bekanntmachung des Info-Portals erscheinen folgende Aktionen sinnvoll:

Einladung der Jugendlichen in den führenden Gemeinden der EAB (Matthäus- und Paulusgemeinde) zum “28-Punkte-Check”
Besondere Aufmerksamkeit sollte Mitchristen geschenkt werden, die durch dilettantische Theologie dauerhaft deprimiert oder bereits seelisch geschädigt wurden, damit sie Hilfe bekommen,
Besonders wichtig: Information der Gebetskreise der Schulen
(Um Jugendliche, die auf irgendeine Weise mit Zeugen Jehovas verbunden sind, zu erreichen, ist die Schule ein optimales Aktionsfeld)
Planung von Einzelaktionen
Private Kontakte
Kontakte in Hauskreisen
Netzwerke (Facebook)
Hinweise in Foren
Verlinkung auf eigenen Seiten
Planung von Aktionsreisen
Reisedienst / Verteilaktionen auf Jugendtreffen bundesweit.
Reisedienst / Verteilaktionen für Theologiestudenten und Bibelschüler
Entwurf, Diskussion und Verbesserung von Flyern und Visitenkarten
Mitgestaltung dieser “Planungs”-Seite
Website-Enrichment
Gewinnung von Mitarbeitern (Aquisition, Organisation, WordPress-Programmierung)
und jede Menge besserer Ideen…