Notfall-Berichte

Religiöser Missbrauch ist das Zufügen schwer heilender seelischer Verwundungen durch Vergewaltigung des Gewissens. Der Täter beruft sich auf religiöse Autorität, obwohl objektiv dazu kein Recht vorhanden ist. Indem er immer wieder die Angst vor Gottes Strafe hervorruft, kann er den Betroffenen zu Verhaltensweisen erpressen, von deren Angemessenheit und Qualität dieser selbst nicht überzeugt ist. “Fromme Gewalt” im Gewissen wirkt in die tiefsten Bereich der Seele hinein. Sie wird zunächst grundsätzlich als etwas, dass der eigenen Seele zugehörig ist, wahrgenommen und gar nicht als fremde Einwirkung erkannt.

Der Begriff “religiöser Missbrauch” wird im weiteren Sinne auch für unfaire, bösartige Aktionen aufgrund des vorhandenen Einflusses im Religionsbetrieb gebraucht, mit denen keine Manipulation des Gewissens verbunden ist. In solchen Fällen sollte man besser man “Machtmissbrauch” sprechen.

Wir berichten über über typische Indikatoren, Ursachen, und günstige Umstände von religiösem Missbrauch sowie über Präventionsmaßnahmen.

Wir berichten auch über einzelne Missbrauchsfälle bzw. veröffentlichen Berichte unserer Besucher.

Manchen Besuchern fällt es schwer, einen solchen Bericht zu schreiben.  Wir helfen bei der Abfassung eines Berichts über erlittenen Missbrauch, indem wir eine Liste mit 12 Fragen zur Verfügung stellen. Die Fragen sprechen alle wesentlichen Aspekte an, aber müssen nicht alle beantwortet werden. Anhand der ausgewählten Antworten können wir einen Kurzbericht anfertigen, der dem Betroffenen zur Genehmigung vorgelegt wird.  Erst wenn die Genehmigung erteilt worden ist, wird der Bericht ohne Namensnennung in die Webseite eingestellt.

Hier sind die zwölf Fragen (in der “Du”-Form [1]:)

  1. Durch wen hast Du religiösen Missbrauch erlitten? (Eltern, Gemeindemitarbeiter, Gemeindemitglied)
  2. In welchem Lebensabschnitt und in welcher Lebenssituation?
  3. Durch welche Aktionen wurdest Du missbraucht?
  4. Welche sofortigen Schäden sind dadurch eingetreten?
  5. Welche langfristigen Spätschaden sind dadurch eingetreten, welche
    finanziellen, gesundheitlichen, sozialen Schäden?
  6. Wie lange und warum hast Du Dich nicht gegen Missbrauch gewehrt?
  7. Wann und warum hast Du begonnen, Dich gegen Missbrauch zu wehren?
  8. Wie hast Du Dich gegen den Missbrauch gewehrt?
  9. Bist Du mit Deiner Gegenwehr zufrieden? Kannst Du sie anderen empfehlen?
  10. Wie hätte man sich besser wehren können?
  11. Wie hat Deine Umgebung in Familie und Kirche auf den Missbrauch reagiert?
  12. Was würdest Du vorschlagen, um in Zukunft derartigen Missbrauch zu vermeiden?

Bericht N.B. – 03042018

Ich bin schon in ihr, in der Hölle. Der Hölle auf Erden. Gepeinigt von schrecklicher Angst und Depression wache ich ...
Weiterlesen …

Bericht Andrea 18-02-2018-2

Hallo lieber Christian (Rahn) Ich schrieb dir vor ziemlich genau einem Jahr über meine Umtreibungen wegen der Verdammnis und du ...
Weiterlesen …

Bericht Anonymus – 17062017b

Das habe ich in einer Pfingstgemeinde wirklich erlebt. Der Prediger auf der Kanzel bat alle Kinder den Gottesdienstraum zu verlassen ...
Weiterlesen …

Bericht Anonymus – 17062017

Ein Mädchen ging in eine Pfingstgemeinde. Dort bekehrte es sich. Gemeindemitglieder drängten es, sich nun auch taufen zu lassen. Aber ...
Weiterlesen …

Bericht Anonymus – 24052017

Als Kind lernte ich schnell den ‚Chamäleon‘ -Glauben, um in einer christlich-dogmatischen Familie mit Patriarchenvater zu überleben. Bis 15 schlug ...
Weiterlesen …

Bericht Anonymus-17052017

Was gaben mir bibeltreue Gemeindelehrer in meiner Jugend in den 70er-80er Jahren mit auf den Weg?  Im wesentlichen einen Glauben ...
Weiterlesen …

Bericht Anonyma-22042017

Es gibt Menschen, die nach religiösem Missbrauch selbst nicht mehr reden oder für ihre Rechte kämpfen können, sei es aus ...
Weiterlesen …

Wird geladen...


[1] Die Bibel gebraucht gegenüber dem Leser das “Du”. Wir folgen diesem Brauch und bitten Leser ggf. stattdessen das “Sie” für sich einzusetzen.