Katholisches Kontrollsystem

Die folgenden Ausführungen betreffen die katholische Kirche, soweit sie vom Gläubigen fordert, die im Katholischen Katechismus (KKK) offiziell festgelegten Grundsätze der Ethik und Theologie als irrtumslose Norm anzuerkennen. Unter dem rigoros interpretierten KKK leiden nach wie vor Hunderttausende von Menschen, die diesen Anspruch nicht hinterfragen können, weil sie keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung und Aufklärung haben. Anderseits duldet die katholische Kirche eine kritische Diskussion des KKK an der Basis, und menschenfreundliche Anregungen durch katholische Theologen, um insbesondere die Jugend mit der Hoffnung auf spärliche Reformen zu motivieren, sich weiter zur Kirche zu halten. (“Entsolidarisierung“)

Gleichwohl bietet die offizielle Fassung des KKK ständig weiter die Möglichkeit, Machtmissbrauch mit der Bezugnahme auf höchste kirchliche Autoritäten zu rechtfertigen. Im  Internet gibt es viele katholische Glaubensbekundungen, die ganz auf der offiziellen Linie liegen und sie als “unanfechtbare Wahrheit” präsentieren, sodass die Befürchtung nicht von der Hand zu weisen ist, dass wichtige Korrekturinformationen nicht oder zu spät an Gläubige gelangen.

Ebenso wie ein schädliches Medikament muss giftige Theologie unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden. Es sollte nicht allgemein zugänglich sein oder gar verbreitet werden, solange die Gefahr einer einseitigen und schädlichen Einwirkung besteht.

Nach ihrem traditionellen Selbstverständnis ist die katholische Kirche die wichtigste Vermittlerin des “Heils”.

Ist der Vermittlungsdienst entsprechend dem KKK tatsächlich so heilsam und segensreich wie behauptet wird ?

1. Für nicht aufgearbeitete Sünden wird dem Gläubigen mit monströsen Strafen nach dem Tod gedroht, mit u.U. jahrhundertelangen Verbrennungsqualen in einer Art Vorhölle, dem “Fegefeuer” oder gar mit endloser Folter (“ewiger Verdammnis“). Quellen: (Häufigste Google-Fundstellen mit Suchwort “Hölle” bei kath-zdw.ch, vatican.va und kathpedia.)

2. Deshalb soll der Gläubige möglichst ständig den Bick auf evt. Fehler und Sünden in der Vergangenheit gerichtet haben, die nur mit Hilfe der Kirche aufgearbeitet werden können.

3.Bei Androhung höllischer Strafe ist der Gläubige gezwungen, jeden Sonntag am Gottesdienst teilzunehmen, um dort über seine Sünden, etwaige Strafen und Wiedergutmachungsleistungen informiert zu werden und um dort aus der Hand des Priesters öffentlich die geweihte Oblate anzunehmen, deren Annahme unter schwerer Strafe steht, falls der Gläubige sie nicht im Zustand katholischer Würdigkeit empfängt. Mancher Gläubige gerät  hier in Gewissensnot, wenn er die Oblate dennoch annimmt, um der zuschauenden Gemeinde keinen Anlass für Spekulationen zu bieten, welche Verfehlung der Hinderungsgrund gewesen sein könnte.

4. Der Zustand der katholischen Würdigkeit wird hergestellt, indem dem geweihten Priester alle Sünden in der Beichte mitgeteilt worden sind, damit der Priester Bußübungen zur gültigen Wiedergutmachung auferlegen kann.

5. Der Gläubige soll den Eindruck vermittelt bekommen, dass der geweihte Priesterstand in größerer Nähe zu Gott steht als er selbst und dass Gottes Segen und Zuwendung von der blinden und kritiklosen Unterwerfung unter die Forderungen dieser Priviligierten abhängt.

6. Der Gläubige soll sich infolge seiner sexuellen Bedürfnisse ständig schmutzig fühlen, damit die an den (zum Zölibat verpflichteten) Kleriker gerichteten berechtigten Fragen und Zweifel von vornherein als die irrelevanten Bedenken eines sittlich Schmutzigen empfunden werden.

7 Die Prüfung und ggf. Korrektur der katholischen Lehrtradition wird als schwere Sünde gesehen, die ewige Verdammnis zur Folge haben kann.

Die Androhung von Folter im Fegefeuer oder möglicher ewiger Verdammnis im Falle eines plötzlichen Todes ohne vorherige Absolution durch einen geweihten Priester sind massive Drohungen, mit denen der Besuch der Gottesdienstes, die Auskunft über sämtliche Verfehlungen gegenüber Vertretern der Organisation (Beichte) bzw. Aufwand von Geld und Zeit zur Verkürzung von Folter im Fegefeuer erzwungen wird.

Damit wäre eigentlich der Tatbestand schwerer Nötigung nach § 240 StGB verwirklicht.

Hier liegt das Problem: die Kirche genießt seit alters das Privilegium der Nötigung. Sie kann ganz nach ihrem Ermessen Menschen unter schweren Druck setzen und im ungünstigen Fall sogar seelisch erheblich schädigen. Eine nachvollziehbare Rechtfertigung dafür existiert nicht.

Wer die im Artikel als Link markierten Stellen anklickt, erfährt, wie die deprimierenden Behauptungen der katholischen Kirche im Licht der höchstrangigen Gebote (Mt 23,23), d.h. aus der Sicht Jesu, zu beurteilen sind.

Das religiöse Zwangsystem erhält seine Macht nur dadurch, indem bibelgemäße Korrekturen und Schadensmeldungen rigoros mundtot gemacht werden.

Wer die im Artikel als Link markierten Stellen anklickt, erfährt, wie die deprimierenden Behauptungen der katholischen Kirche im Licht der höchstrangigen Gebote (Mt 23,23), d.h. aus der Sicht Jesu, zu beurteilen sind.

Auch ist der Artikel “Hölle” zu empfehlen, der die Vorstellung einer unfairen endlosen Pauschalhölle als kirchlichen Wahn entlarvt. Wer Genaueres dazu erfahren will, sollte die Bibel eben genauer lesen.

Nach dem Katholischen Katechismus hat im Zweifel das Wort des Papstes mehr Gewicht als alle Aussagen der Bibel einschließlich der Gebote, die Jesus als “die wichtigsten” bezeichnete. Hat der Papst in der Auslegung tatsächlich eine ähnlich hohe Autorität wie Jesus selbst ? Jesus und der Papst – in Augenhöhe ?

Die Bibel berichtet, dass der Apostel Petrus, der “erste Papst” einmal versucht hat Jesus
zu korrigieren. Die Reaktion Jesu findest du in Mt 16,22-23.

Perfektionistische evangelikale oder sonstige bibelbezogene religiöse Gruppen haben zur Sicherung ihres Einflusses entsprechende Elemente und Strukturen in ihrem eigenen Dogmensystem.

Die hilfreichen Texte, auf die die markierten Stellen verweisen, befassen sich daher mit den Eigenarten beider Konfessionen.

 

Artikel aktualisiert am 25.04.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.