Frei vom Destruktiven!

Das Destruktive – ob erlitten oder getan – belastet im Laufe der Zeit unsere Seele. Es ist manchmal wie ein Schlangenbiss, der uns langsam aber sicher vergiftet.

Hast du viel Destruktives in deinem Leben erlitten ? Hast du anderen Destruktives zugefügt?

Auch das vermeintlich Gute, das scheinbar Heilige, das nicht überprüft werden darf, kann sehr destruktiv sein!

Sagt nicht das die Bibel selbst, wenn sie vor dem „tötenden Buchstaben“ warnt? (2Kor 3,16)

Sollen, müssen wir uns durch Texte der Bibel töten, quälen, erpressen lassen? Wie vermeiden wir es sicher, dass das geschieht?

Was ist die Alternative zu einem Missverständnis der Bibel, das sich auf den „Buchstaben“, auf den genauen Wortlaut beruft?

Kann hier Schweigen und Verdrängen zu schädlichen Wirkungen von Bibeltexten der richtige Weg sein? Wieviel Freiheit haben wir, uns von einem buchstäblichen Missverstehen innerlich zu distanzieren?

So hatte  Martin Luther unter Berufung auf frühe Kirchenväter davor gewarnt, dass einzelne Aussagen des umstrittenen Hebräerbriefes höchst destruktiv wirken können. Im ältesten Kanonverzeichnis wird er nicht als Teil der Bibel aufgeführt. Schon die frühen Christen hatten hier also große Bedenken. Auch wenn der Hebräerbrief in vielerlei Hinsicht ein lesenswerter Brief ist, der viel Gutes enthält!

Leider erlaubt die streng-bibeltreue Theologie den Gläubigen bis heute nicht, sie selbst und ihre belastenden Auswirkungen zu überprüfen. Ihre Gemeinden berufen sich lautstark auf Luther und das reformatorische Vermächtnis. Warum werden sie dann über Luthers Warnung  nicht informiert? Warum haben sie nicht das Recht, selbst zu prüfen und selbst zu entscheiden?

Jesus aber sagte: „Kommt her zu mir ALLE, die ihr unter schweren Lasten seufzt – ich will euch Ruhe geben.“ (Mt 11,28)   Entlastung! Befreiung! Frieden in der Seele!

Frei von allen destruktiven Gedanken und Prägungen!

Frei von seelischer Erpressung, von Ängsten und Zwängen!

 

Statt Rachsucht, Haß und Bitterkeit – Freiheit:  Vergebung, Liebe, Frieden und Freude auf gerechten Ausgleich. (1.Pet 2,23)

Statt Schadenfreude und Gemeinheit, statt Selbstbetrug und Rücksichtslosigkeit – Freiheit: die Gnade, neu und unbelastet anzufangen, mit einem neuen Leben (2.Kor 5,17) in Liebe und Wahrheit (1.Kor 13) zur Freude Gottes und der Menschen (Joh 15,11).

Der Entschluss zu vertrauen genügt!

Ja, ich vertraue!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Artikel aktualisiert am 13.08.2021

1 thought on “Frei vom Destruktiven!”

  1. Hey, ich bin die Anja, und was ich da lese, da stimme ich zu, dass in manchen Kirchen einfach solche Sachen passieren, aber warum, weil die Leute unter einem totalen Druck stehen.
    Es werden Fehler begangen, weil alle zuviel unter Druck stehen.
    Mfg Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.