H.Seefried – Erfahrungen mit der SAG

Über zwanzig Jahre nach dem Austritt aus der Sabbatruhe-Advent-Gemeinschaft (SAG) ist mir nicht mehr alles so gegenwärtig. Mir selbst tat die Mitgliedschaft samt Begleiterscheinungen – speziell ab 1994 aus meiner Sicht – nicht so weh, weil ich im Grunde genommen linientreu war. Ich habe erst nach dem Austritt manches hinterfragt bzw. stieß auf kritische Meinungen und Feststellungen Ehemaliger.  Mit einigen der Ehemaligen bin ich noch befreundet, andere wollen keinen Kontakt mehr, haben wohl mit der Vergangenheit abgeschlossen.

Nach meiner Wahrnehmung hat sich die SAG nach außen hin abgeschlossen, vielleicht so wie die geschlossenen Brüderbewegungen. Sie betreibt nach eigener Darstellung keine Mission, respektiert ebenso nach eigener Darstellung andere christliche Gruppierungen bzw. Bewegungen. Nach außen hin stellt sie sich somit so dar, daß sie nicht allein das erwählte Volk der 144.000 sei (ähnliches las ich kürzlich im Buch “Der schwarze Adler”, das mir mein adventistischer Schwiegervater zum 65. schenkte, war wohl ein kleiner Missionsversuch). Vieles, was die Siebenten-Tags-Adventisten (STA) lehren, ist m.E. durchaus richtig, aber eben vermischt mit wohl erkennbaren Irrtümern. Dazu z.B. “Der siebente Tag – Ellen G. White, die Adventisten und der Sabbat” von Dr. Anthony A. Hoekema.

Ein Freund von mir – war ebenso bei der SAG dabei, wo wir uns kennen lernten – bleibt bei der Richtigkeit der Lehren der STA, übersetzt Bücher von E.G. White und anderen adventistischen Theologen bzw. von Frederic Thomas Wright, dem Gründer der SAG, vom englischen ins deutsche. Hat einen eigenen Link. Wir mögen uns, haben beide ähnliche menschliche “Vögel” im Gehirn. Das mögen wir wohl aneinander. Er verließ die SAG, weil sie es ihm nicht erlaubte, eine andersgläubige Frau zu heiraten. Er ehelichte vor etwa 10 Jahren eine philippinische Brieffreundin, die auch Adventistin ist. Aus meiner Sicht leider kinderlos.
Die SAG betreibt unter Willkommen|Bio-Gemüsehof live2give einen vegan orientierten Gemüsehandel sowie unter   Start – Arztpraxis & Physiotherapiepraxis live2give (arztpraxis-live2give.de) eine privatärztliche Praxis auf naturheilkundlicher Basis. Hinzu kommt noch ein veganes Restaurant in Gießen. In den Links ist auch der Versandhandel von Müslis und anderen Getreideprodukten zu finden. Ist für sich gesehen ja in Ordnung, aber das war nicht die Ursprungsintention von “Botschaft für unsere Zeit” vor etwa 1990, so hieß die SAG davor. Da war von der Verkündigung des Charakters Gottes die Rede und vor allem davon, wie man zur Wiedergeburt im Sinn von Römer 8 gelangt. Die Gesundheitsbotschaft kam noch dazu. Das war jedenfalls m.E. allemal besser als das, was an gesetzlichen Lehren danach kam. Ich denke, der Gründer, Frederik Thomas Wright, war nicht mehr mit allem einverstanden, aber er konnte sich wohl krankheitsbedingt  nicht mehr dagegen wehren. Er litt unter Parkinson und starb in Dickendorf 1997. Sein Nachfolger Andreas Dura ist nun im Februar gestorben.

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