Die finsteren Seiten Luthers – selten erwähnt und kaum bekannt

Luther bekämpfte den Papst und den Machtmissbrauch der katholischen Kirche. Doch am Ende war er sein eigener Papst, der Andersdenkende zu Tausenden blutig verfolgen ließ. Für Prediger, die ihn kritisierten und keinen amtskirchlichen Auftrag vorweisen konnten, forderte er die Todesstrafe ! Originalton: “wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel vom Himmel wären, will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl [… ]. Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister Hansen [= dem Henker]).”

Wie weit sich Luther, von der Haltung entfernt hatte, die Jesus Christus seine Jünger lehrte, nachdem endlich er die Unterstützung der Obrigkeit erlangt hatte, zeigt eine vielsagende detaillierte Dokumentation auf Youtube: “Luther einmal anders“.

Unter evangelischen Christen und Evangelikalen sind diese verheerenden Irrtümer Luthers kaum bekannt und werden – falls sie erwähnt werden – gerne als nebensächlich abgetan. (Unser Kommentar: Halbwahres zum Reformationstag“) Kein Wunder, wenn Machtmissbrauch nicht selten in der evangelikalen Szene toleriert bzw. verharmlost wird – siehe dazu die vielen Artikel unter “Stichworte” mit dem Etikett “M.”

Der christliche Glaube ermöglicht eigentlich einen ehrlichen unbeschönigten Rückblick auf die eigene Geschichte. Weil der Gläubige seine Schuld an Gott abgeben kann, ist er in der Lage, seine dunkle Seite anzusehen, ohne zu verzweifeln. Statt sie zu verharmlosen, kann er ihr entgegentreten und sie mit der Waffe des Geistes, den Worten Jesu, unschädlich machen. Welche andere Religion bietet diese Möglichkeit, bietet soviel Freiheit zur ehrlichen Selbsterkenntnis ?

Artikel aktualisiert am 25.04.2018

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