Aufruf an Geschädigte

Liebe Schwester, lieber Bruder,

– wenn dein Gewissen deine Unvollkommenheit nicht akzeptiert und dich ständig mit perfektionistischen Forderungen quält,
– wenn du meist unsicher bist, ob Gott dir freundlich gesonnen ist,
– wenn dir Bibelstellen Angst machen und die Theologie deiner Gemeinde darauf in unglaubwürdiger Weise reagiert,
– wenn Mitchristen dich ablehnen, weil du ehrliche Antworten suchst,
– wenn dich ein Gemeindemitglied erheblich geschädigt hat, aber deine Beschwerde nicht angehört wird,
– wenn Zweifel am Charakter Gottes aufsteigen oder gar Verzweiflung, weil Scheinheiligkeit und Tolerieren von Unrecht in der Gemeinde niemanden mehr stört …

1. Wirf deinen Glauben nicht weg ! (Hebr 10,35) Auch wenn nur noch wenig davon übrig ist – so wenig wie ein Senfkorn (Lk 17,6) – , so ist doch dieser Rest in Gottes Sicht unendlich kostbar und kann wieder stark werden. Wenn Menschen sich Christen nennen und unbarmherzig, unfair und unehrlich mit anderen umgehen, dann sollte man daraus nicht daraus schließen, dass Gottes Charakter ähnlich ist. Ein fataler Fehlschluss! Gott liebt Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit ohne Einschränkung, wie man an Jesus Christus sehen kann.

schluessel-3002. Nimm den Schlüssel Jesu, der zum Verstehen der Bibel notwendig ist, auch wenn andere Gläubige der Ansicht sind, dass sie das Recht hätten, ihn dir vorzuenthalten oder wegzunehmen. Wenn du diesen Schlüssel gebrauchst, wirst du den lebensfördernden Sinn (Mt 4,4) der Bibel verstehen: das ist “Christi Sinn” (1.Kor 2,16), in Liebe und Freiheit.

3. Investiere in den Glauben Zeit, Kraft und Verstand. Wenn er dir kostbar wird, wird er stärker und du erlebst wieder Glaubensfreude. Triff dich mit Gläubigen, die ehrliches Fragen und Suchen erlauben, um den lebensfördernden Sinn (Mt 4,4) der Bibel aufzuschließen. Löse dich vom Einfluss von Gläubigen, die das nicht wollen, sondern Anpassung an Ideologie und Propaganda erwarten.

4. Wenn du Hilfe erfahren hast, hilf anderen Betroffenen, die diesen Weg noch nicht kennen. Mache den Schlüssel Jesu bekannt, ohne den die Theologie giftig wird.  Wenn du Hilfe erfahren hast, dann vergiss nicht, anderen zu helfen. Informiere sie über die Möglichkeit, sich vor der tötenden Macht des Buchstabens (2.Kor 3,16) zu schützen. Schließe dich mit anderen zusammen, um deine Mitmenschen für die Gefahr GIFTIGER THEOLOGIE zu sensibilisieren.  Leider gibt es nicht wenige Gemeindeleiter, die unser Vorgehen und Engagement für überflüssig halten, das Risiko durch giftige Theologie bagatellisieren (“Blinder Fleck“) und Geschädigte sich selbst überlassen. Sie wollen nur die “Schokoladenseite” des christlichen Glaubens präsentieren, um möglichst viele Menschen anzuwerben. Das Leid einzelner, die durch giftige Theologie krank werden, zählt wenig. Schon gar nicht hat es eine korrigierende Rückwirkung auf eine selbstgerechte und unbelehrbare Theologie.

Wenn aber Gläubige berichten, dass sie durch die Anwendung des Schlüssels Jesu Heilung erfahren und Glaubensfreude wiedergewonnen haben, dann werden sie damit weitere geschädigte Mitchristen ermutigen, diesen Lösungsweg auszuprobieren.

 

Artikel aktualisiert am 25.04.2018

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