[Graffiti auf einer Wand in Lissabon CC BY 3.0 unported]

Das Thema „sexueller Missbrauch“ findet in der Öffentlichkeit breiteste Aufmerksamkeit.
Wenig bekannt ist, dass religiöser Missbrauch mindestens ebenso schlimme Folgen hat. Die folgende Übersicht vergleicht sexuellen Missbrauch und religiösen Missbrauch im Detail.

besondere-gefahr-ou-1-v-2-cSolche starken und chronischen Ängste entstehen, wenn Gebote des Neuen Testamentes so interpretiert werden, dass der lebensfördernde Sinn (Mt 4,4) verlorengeht.

Dann entsteht leicht der Wahn, dass der Gläubige durch Unvollkommenheit sein Heil gefährden könne.

Mit Hilfe des „Schlüssels Jesu“ in Mt 23,23 lassen sich diese Befürchtungen schnell und zuverlässig auflösen (Beispiele siehe unter „giftige Theologie„)

Leider hat sich aber gezeigt, dass der Versuch, diese Informationen unter Gläubigen bekanntzumachen, von theologischer Seite häufig behindert wird. („Gesetz der 50-jährigen„).

Die Sorge um den eigenen Einfluss, Angst vor der Kritik anderer Gläubiger, Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit haben immer wieder einen viel höheren Stellenwert als die Freude, einen Mitchristen vor der Psychiatrie bewahrt zu haben.

Deshalb ist als erste dringliche Maßnahme ist die Verpflichtung zur Transparenz geboten.

augefisch_136Transparenz kann jede Gemeinde unverzüglich herstellen, nämlich durch Änderung der Gemeindeordnung und durch Anpassung der Arbeitssverträge der lehrenden Gemeindemitarbeiter.

Auch der Staat kann hier einen wichtigen Beitrag leisten: indem er nämlich überprüft, ob eine evangelikale Hochschule bzw Ausbildungsstätte das Kennenlernen anderer Sichtweisen zulässt oder ob sie in manipulativer Weise aussortiert.