Alle Stichworte zu den Themenbereichen:

Autorität und Zuverlässigkeit der Bibel (A)
Heiligung und Heilsgewissheit (H)
Effiziente Maßnahmen gegen Machtmissbrauch (M)

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(A) ! Autorität der Bibel – Unbezweifelbar !
(H) Absolut verlässlich: die Zusagen Gottes
(H) Achtung vor dem Alter
(H) Alternativen mangelhaft
(H) Angst vor der Verdammnis – Wie Luther sie bekämpfte
(M) Ansehen der Person verboten
(M) Augensalbe verwenden!
(A) Ausnahmen zu üblichen Interpretationsregeln beachten !
(H, M) Authorisierung und Berufung des Gläubigen
(M) Autorität der Gemeindeversammlung
(H) Barmherzigkeit, echte
(H) Barmherzigkeit, scheinbare
(M) Beichtgeheimnis gilt nur für den Ratsuchenden
(M) Beichtzwang (offizielle katholische Sicht)
(H) Beschwerdebrief, Vorsichtsmaßnahmen für den
(M) Die besondere Gefährlichkeit religiösen Missbrauchs
(H) Beständigkeit des Heils – oder: Kann ein Christ verlorengehen ?
(H) Beweis der Liebe nachvollziehbar?
(A) Bibeltreu die Bibel verstehen
(A) Bibeltreue – Update 2.0
(H) Blinder Fleck der Werbungsabteilung
(M) Böses tun ist nicht so schlimm wie böse sein
(H, A) Buchstabenterror
(H, A) Buchstabentreue
(M) Churchly Correctness
(A) Destruktive Bibelstellen

(H, M, M) Destruktive Motive
Du – Anrede
Ehre Gottes
(H, A) Einheit der Christen
(H) Entgiftungsverfahren

(M) Evangelical Correctness

(H, M) Fairness-Regeln im Umgang mit ideologisch denkenden Gläubigen
(H, M) Fixierung auf den eigenen Gemeindeverein
(A) Fokussierungsstil
(M) Folgen der Gleichgültigkeit gegenüber dem Recht
(H) Freiheit des Christen
(M) Fromme Funktionäre
(H, A) Geistliche Disziplin
(M)
Gemeindeordnung im Sinne Jesu gestalten
(H)
Gemeindezucht
(H)
Gerechtigkeit, Fairness
(M)
Gesetz der 50-jährigen
(H, A)
Gesetzliche Illusionen
(H, A)
Gesetzlichkeit
(H, A)
Glaubenszerstörende Bibelkritik
(H) Gottesbeweis
(H, A) Gottesbild – vertrauenswürdig oder zweideutig
(H) Heilsgewissheit, eingeschränkt durch Vertragspflichten?
(H) Heilsgewissheit ohne Heiligung ?

(HG) Hölle
(HG) Psychologie der Hölle
(A) Impfstoffe

(A) Inspirationsmodell, schöpfungsgemäßes
(H) Heilstatsachen, unverzichtbare
(A) Irrtumslosigkeitsdoktrin – ist dieses Schriftverständnis alternativlos ?
(A) Vergleich der Inspirationsmodelle: Verbalinspiration versus Bibeltreue Update 2.0
(H) Kann ein Christ verlorengehen ?
(M) Katholisches Kontrollsystem
(M) Keine Zeit für Qualitätsprüfung ?
(M)
Kindererziehung und Machtmissbrauch

(M) Korrigieren von Gemeindeleitern – ist das praktisch möglich ?
(A) Korrigierbare Aussagen in der Heiligen Schrift ?
(H) Lachen verboten?
(A) Laien-Bote
(A)
Liberale Theologie
(M)
Luthers finstere Seiten – selten erwähnt und kaum bekannt
(H, M)
Neurotische Sexualmoral
(A)
„No comment“ – Stil
(A)
Nötigungsprivileg
(M)
Organisation – hat Jesus die Kirche als O. gegründet ?
(M)
Päpstliche Lehrentscheidungen – dürfen sie geprüft und ggf. angezweifelt werden ?
(A)
Pauschalstil
(A)
Perspektiv-Stil
(M)
Petrus – war er der erste Papst ?
(A)
Polarität der Bibel
(M)
Predigt-Nachbereitungsdienst (Gemeinde-Feedback)
(A)
Prioritätenorientiertes Schriftverständnis
(A)
Problemstellen der Bibel
(H, M) Propaganda
(M)
Qualitätsförderung
(H, M, A)
Qualitätsmaßstäbe Christi

(A) Rangunterschiede biblischer Aussagen
(H, A)
Religiosität
(M) Satire
“Hiob und seine Freunde – eine wahre Geschichte?”
(M)
Schiedsgerichtlicher Dienst
(H)
Schritte zur Befreiung – ganz kurzgefasst

(H) Schritte zur Befreiung – im Detail („Resultate“)
(M, A) Schutzmaßnahmen gegen giftige Theologie
(H) Selbsterkenntnis
(H, A) Selbstverstärkung
(H)
Sorgfaltsparadox
(M)
Strafbare Handlungen
Systemimmanente Argumentation
(H)
Totale Selbstverleugnung
(A)
Unterscheidung der Verantwortungsbereiche
(H)
Unterscheidung zwischen echter und vermeintlicher Jüngerschaft

(H) Unvollkommenheit, gefährdet sie das Heil ?
(H, A) Urteilsvermögen
(A)
Verbalinspiration
(A)
Verstümmelungsgebot des Mose
Verlust des Glaubens (Ursachen)
(H)
Vorbild im Glauben – die Ältesten
(H)
Werkgerechtigkeit
(H)
Wert des Glaubens
(H)
Wie finde ich aus der Werkgerechtigkeit wieder heraus?
(A)
Wörtliches Missverstehen in der Kirchengeschichte

ARTIKEL

! Autorität der Bibel – Unbezweifelbar !

Warum hat die Heilige Schrift für mich höchste Autorität ?

weil mir meine Eltern und die meisten Bezugspersonen versichern, das es so ist ?
weil Pfarrer und sogar etliche Wissenschaftler das bestätigen ?
weil alle in meiner Gemeinde dieser Überzeugung sind ?
weil ich gelernt habe mich schuldig zu fühlen, wenn ich anders denke ?
weil ich bei abweichender Ansicht mit Missbilligung und Benachteiligung durch Gläubige in meiner Nachbarschaft rechnen muss ???

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Absolut verlässlich: die Zusagen Gottes

Vertrauen in die Zusagen Gottes erfreut und ehrt Gott. „Bittet in meinem Namen, damit eure Freude vollkommen werde.“ (Joh 16,24)  Dennoch ist Gott weder berechenbar noch manipulierbar in Seinen Entscheidungen. Auf manche Erfüllung muss der Gläubige lange warten – eine Glaubensprüfung. (Hebr 11) Manche Bitte, die sich zu Recht auf die Zusage Gottes beruft, wird in diesem Leben nicht erfüllt. Auf diese Gläubigen wartet in der unsichtbaren Welt Gottes etwas Besseres und Größeres. (Hebr 11,25b ff) Gott lässt kein einziges Gebet, das sich Vertrauen und in Ehrfurcht auf Seine Zusage beruft, ohne Erhörung. Für alle Menschen, die im Vertrauen auf Gott leben wollen, gilt: „Alle Zusagen Gottes sind Ja und Amen – d.h. absolut zuverlässig –  durch Jesus Christus. Dadurch wird Gott geehrt.“ (2.Kor 2,10)

Das Vertrauen in Gottes Zusagen schließt immer die Bereitschaft ein, sich auch andere Wege führen zu lassen. (Nach D. Bonhoeffer)

(hier bitte weiterlesen…)

 

Achtung vor dem Alter

Durch das Alter werden Menschen schwach. Deswegen ermahnt das Wort Gottes, Menschen, insbesondere Gläubigen, die alt sind, mit besonderem Respekt zu begegnen. Elihu sagte zu den Freunden Hiobs: “Ich bin noch sehr jung und ihr seid alte, erfahrene Männer. Darum wagte ich es nicht, euch zu belehren. Ich dachte: lass erst die alten Männer sprechen, sie haben mehr erlebt und gesehen.” (Hiob 32,6+7)

Der Respekt vor dem älteren Menschen ist in unserer Zeit weitgehend verloren gegangen.

Dabei könnte diese Haltung sehr viel zum Frieden in der christlichen Gemeinde beitragen. Wieviel Konflikte ließen sich leicht vermeiden, wenn gilt: “Was der Ältere sagt, hat grundsätzlich mehr Gewicht als das, was der Jüngere sagt – es sei denn, dass gewichtige biblische oder menschenfreundliche Gründe dagegen sprechen.” Es ist barmherzig, wenn man alte Geschwister nicht zum alten Eisen wirft, sondern ihre Weisheit und ihre Erfahrung respektiert, solange man noch darauf zurückgreifen kann.

Wenn jüngere Leute im Vorstand (Leitungsteam) der Gemeinde sind, so sollten sie immer beachten, was ältere Brüder in der Gemeinde sagen und sich niemals leichtfertig darüber hinwegsetzen. Was ist es anderes als schädlicher Hochmut, wenn der Jüngere denkt: “in meiner Position habe ich Entscheidungsbefugnis und ich gebrauche sie so, wie ich will” ? Es ist unbarmherzig und unfair, mit einem alten Menschen, der guten Rat gibt, so umzugehen.

alter-depp

Natürlich kann auch ein alter Bruder irren und etwas falsch einschätzen. Wenn man ihm aber widerspricht, dann tut man es notgedrungen, weil – wie gesagt – wichtige biblische und menschenfreundliche Gründe dagegen sprechen. Wenn man widersprechen muss, ist es wichtig, es in einer zurückhaltenden Art und Weise zu tun: “Einen Älteren fahre nicht hart an, wenn du ihn ermahnen musst, sondern rede mit ihm wie mit einem Vater.” (1.Tim 5,1)

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Ansehen der Person verboten

 

Nach dem Neuen Testament ist die Benachteiligung eines Menschen in einer Rechtssache, ja schon seine willkürliche Zurücksetzung gegenüber einem wohlhabenden Gemeindemitglied ein Akt der Unbarmherzigkeit, der unter schwerer Strafe steht: “Es wird aber ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat.” (Jak 2,13)

Warum diese Strenge? Jeder Christ hat eine Anwartschaft auf das König- und Priestertum, das dem Gläubigen fest versprochen ist. Diese hohe Aufgabe wird durch Geringschätzung des Berufenen von Mitgliedern der Gemeinde  als geringwertig im Vergleich zu weltlichen Ehren herabgewürdigt. Jeder Nichtchrist ist gleichermaßen vor Respektlosigkeit geschützt, denn er ist eingeladen, diese Anwartschaft zu erwerben.

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Ausnahmen zu üblichen Auslegungsregeln beachten !

Im allgemeinen wird der Sinn eines Textabschnitts am besten erschlossen, wenn sich der Ausleger möglichst eng an den Wortsinn hält und auch den Kontext der Aussagen berücksichtigt.

Meistens ist das so – aber in der Bibel nicht immer. Auch muss in manchen Fällen der Ausleger vom Wortsinn abweichen, um Unsinn zu vermeiden.

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Authorisierung und Berufung des Gläubigen

Christen haben eine Anwartschaft auf das Königtum: man kann sie mit Königskindern, mit Kronprinzen und Kronprinzessinnen vergleichen. Nichtchristen sind eingeladen, Christen zu werden und sich diese Anwartschaft schenken zu lassen.

Die Bibel selbst fordert jeden Christen auf: Erkenne, wozu du berufen bist ! (Eph 1,18)

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Autorität der Gemeindeversammlung

Gemäß der Bibel sind Gläubige Menschen, die von Gott das Geschenk königlicher Würde empfangen haben. Nicht-Gläubige sind Menschen, die Gott mit königlicher Würde beschenken will. Deswegen soll der Gläubige jeden Menschen – auch den nach seiner Einschätzung unbedeutenden Menschen – “höher achten als sich selbst“. (Phil 2,3) Das ist die auf die Zukunft bezogene Sichtweise in der Gemeinde.

Sehr streng urteilt Jakobus über Gläubige, die die weltliche Sicht in die Gemeinde hineinbringen, und wohlhabenden Leuten in der Gemeinde mehr Respekt erweisen als armen, unbedeutenden Mitchristen. Damit stellen sie die ewige Königswürde im Himmel hinter die flüchtigen Würden der Welt zurück. Eine Geringschätzung der Königswürde ist ein sehr bedenkliches Verhalten, das – wie er Apostel Jakobus sagt – mit “unbarmherzigem Gericht” bestraft werden wird. (Jak 2,12)

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Barmherzigkeit, echte

“Barm-HERZ-ig” – Sein heißt:
seinen Mitmenschen “von Herzen” lieben wollen, ihn als Freund ansehen und behandeln und seine Nöte und Chancen mit den Augen eines Freundes sehen. (Mt 5,47 / Lk 7,34)

Lasst uns nicht lieben mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.” (1.Joh 3,18)

Glaubensvorbilder sind sehr wichtig, da es auch viel scheinbare Barmherzigkeit und geheuchelte Liebe gibt, die sehr leicht zur Nachahmung verführt.

Barmherzigkeit und Liebe ist z.B. nicht:

– Freundlichkeit als Belohnung für Anpassung an Machtstrukturen und an das eigene religiöse Ego
– Bevormundung anders denkender Christen “zu ihrem Besten”, die mit einem Mangel an Selbstkritik einhergeht
– soziale und missionarische Aktionen mit dem Ziel religiöser Selbstbestätigung

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Beichtgeheimnis gilt nur für den Ratsuchenden

Das Beichtgeheimnis schützt nur den Ratsuchenden, nicht den Beratenden! Der Beratende muss seine Ratschläge mit der Bibel vernünftig begründen können. Entbindet ihn der Ratsuchende von der Schweigepflicht, so muss er ehrlich und vollständig Rede und Antwort für sein Verhalten im Gespräch stehen.

Berater, die sich fragwürdige und schädliche Methoden leisten, berufen sich gerne auf das Beichtgeheimnis, um sich einer Überprüfung zu entziehen! In diesem Fall wird das Beichtgeheimnis zum Nachteil des Ratsuchenden missbraucht! (siehe ausführlicher Kapitel 6.3 “Kein Recht auf Supervision” in der Broschüre “Liebe ohne Fairness“)

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Beweis der Liebe nachvollziehbar?

Menschen, die von giftiger Theologie gequält werden, muss der seelsorgerliche Hinweis, dass Jesus aus Liebe zu ihnen den Opfertod auf sich genommen hat, nicht helfen. Vom Segen dieses Opfers merken sie ja nichts.

Solange sie theologischer Gewaltwirkung weiter ausgesetzt bleiben, werden sie das Opfer Jesu nur als totalen Einsatz für die privilegierte Gruppe seiner bevorzugten Lieblinge ansehen können, auch wenn die Werbung so lautet, dass sein Opfer jedem Menschen gilt. Immer wieder waren Menschen bereit, ihr Leben für eine große Idee, an die sie glaubten, hinzugeben. So werden sie auch Jesus missverstehen: er starb für eine große Idee, ganz wenigen Auserwählte in seinen Himmel zu bringen, zu denen sie nun einmal nicht gehören.

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Bibeltreue – Update 2.0

Unter „bibeltreuer“ Interpretation der Bibel verstehen viele Gläubige ein Schriftverständnis, das sich an der Chikago-Erklärung aus dem Jahre 1978 orientiert. Neuere Erkenntnisse bibeltreuer Schrifterkundung machen jedoch die Notwendigkeit von Ergänzungen und Differenzierungen deutlich, sofern man nicht die Augen verschließt vor erheblichen Mängeln und Nebenwirkungen dieses Ansatzes, die mittlerweile offensichtlich geworden sind.

Die Intention dieses Ansatzes ist, die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift als Glaubensgrundlage herauszustellen. Das ist auch unser Anliegen. Doch wie kann man das glaubwürdig tun ?

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Blinder Fleck der Werbungsabteilung

 

Zu Unrecht verlassen sich viele Ärzte darauf, dass Gemeindeleiter als “Fachleute” das Problem der seelischen Gefährdung durch destruktive Theologie am besten bearbeiten. Schön wäre es, wenn das wahr wäre. Dabei ist es nicht schwer zu sehen, dass die Aufgabe der Qualitätssicherung nicht derselben Person anvertraut werden kann, die auch für die werbewirksame Präsentation der Gemeinde zuständig ist. Wie will man dann sicher ausschließen, dass nicht immer wieder schwere Versäumnisse unter den Teppich gekehrt werden?

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Böses tun ist nicht so schlimm wie böse sein !

Manchmal fordern Machtmenschen in der Gemeinde die Gläubigen dort auf, einzelnen Gläubigen, die Schreckliches durch religiösen Missbrauch erlitten haben und nun vor Gefahren warnen wollen, nicht zuzuhören und nicht zu glauben, “weil sie keine überzeugende Austrahlung hätten.”

Nun, es mag wahr sein, dass ein Mensch in der Gemeinde, der dort seine Macht missbraucht, eine attraktive freundliche Ausstrahlung hat – weitaus attraktiver als der Eindruck eines gequälten Menschen, der darum ringt, trotz aller Verletzungen fair und liebevoll zu bleiben und oft genug versagt, weil sich die grauenhafte Vergangenheit immer wieder in den Vordergrund drängt.

Bonheoffer schrieb im ersten Kapitel seines Werkes “Ethik”, dass das Böse-Sein schlimmer sei als die böse Tat, dass es schlimmer sei, wenn ein Lügner die Wahrheit sagt, als wenn ein Liebhaber der Wahrheit lügt.

Dann liegt doch die folgende Frage auf der Hand:

Da gibt es einen Gläubigen in der Gemeinde, der sehr beliebt ist und eine positive Ausstrahlung hat, aber zugleich immer wieder Macht missbraucht in der Gemeinde und immer wieder einzelne Menschen damit verletzt und schädigt, ohne etwas zu bereuen oder zu reparieren. Ist sein Verhalten nicht viel schlimmer und bösartiger, als wenn jemand, der vor diesen Machenschaften in einer fairen und brüderlichen Weise warnen möchte, angesichts seiner Ohnmacht und der Verzweiflung darüber einmal unfreundlich oder gar wütend wird ?

Das Neue Testament berichtet, dass die Märtyrer Gott anflehen: “Wie lange dauert es noch, bis du unser Blut an den Bewohnern der Erde rächst und sie richtest?“ (Offb 6,10) Man könnte sich vorstellen, dass jetzt manch bibelfester Theologe entrüstet Einspruch erhebt: “Was seid ihr doch für schlechte Christen! Steht nicht geschrieben, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Und nun habe ihr den Wunsch nach Rache, ihr undankbaren Schalksknechte , denen doch selbst so viel vergeben worden ist! Wie seid ihr doch aggressiv und voll Hass !” Dieser Tadel erscheint zweifellos auf Bibelstellen festgegründet. Ein hochmoralischer Einwand! Doch lautet so auch die Antwort Gottes? Sie wird uns berichtet: „Habt noch eine kurze Zeit Geduld! Erst muss noch eine bestimmte Zahl ihrer Glaubensgeschwister so wie ihr getötet werden.” Das Maß der Bosheit muss voll werden. (1.Mo 15,16)

Wir sind davon überzeugt, dass Gott den Wunsch nach Gerechtigkeit, nach Bestrafung unverbesserlicher Bosheit versteht, wenn das Leid so schwer ist und die Gemeinheit so groß. Wir glauben, dass auch das Leid der Gläubigen, deren Seele und Leben durch giftige Theologie zerstört wurde, schwer wiegt vor Gott ! Es ist eben die Frage, wie mitfühlend Gott ist, ob er den, der nach Gerechtigkeit schreit, ein zweites Mal mit Bibelstellen verwundet, oder ob er diesen Wunsch versteht.

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Buchstabentreue

Auch wenn der „Buchstabe töten“ (2.Kor3,17), d.h. bei fahrlässiger Anwendung destruktiv wirken kann, so bleibt das Achten auf den genauen Wortlaut dennoch wichtig. Unter bestimmten Voraussetzung kann auch die Treue zum Buchstaben hilfreich und wohltuend wirken.

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Churchly Correctness

In Parallele zur “Political Correctness” lässt sich auch in etlichen bibelgläubigen und papstgläubigen Gemeinden eine starke Tendenz zur Unterdrückung unerwünschter Informationen feststellen: „churchly correctness“.

Bisher ist es in etlichen Gemeinden üblich, dass der Vorstand bestimmt, ob Konventsmitglieder überhaupt auf Missstände aufmerksam gemacht werden dürfen oder nicht – ein Skandal !

Authentischer Glaube hat keine Angst vor ehrlichen Fragen – sowenig wie Jesus Angst vor ehrlichen Fragen hatte. Wer seine Glaubensgeschwister belügt, manipuliert, gegen Informationen abschottet, ist niemals ihr Freund. Freunde schulden einander Freiheit, Ehrlichkeit und Offenheit.

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Destruktive Bibelstellen

Destruktive Bibelstellen sind Problemstellen, die Gott mit Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen zeigen, die mit den Qualitätsstandards Jesu „Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Verlässlichkeit“ nur sehr schwer oder gar nicht vereinbar sind. Sie führen zu einem zweideutigen Gottesbild und haben – sofern sie nicht verdrängt werden können – eine sehr negative Wirkung auf die Heilsgewissheit.

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Destruktive Motive

Es lohnt sich für den Gläubigen, seine Motive zu prüfen.

Taten, die äußerlich beeindruckend erscheinen, können dennoch vor Gott völlig wertlos sein, wenn dahinter falsche Motive stehen. Sie werden dann nicht belohnt (1.Kor 3,14-15) und der ganze Aufwand war vergebens.

Sind die Motive der Gemeindeleitung nicht rein und lauter, dann ist es wahrscheinlich, dass sie neben vielem Richtigen zugleich geistliche Blindheit vermitteln.

Die Evangelien berichten, dass hinter dem frommen Engagement der Schriftgelehrten als wesentliches Motiv der Eigennutz stand: das Streben nach Ehre, Einfluss und Geld. Diese unreinen Beweggründe machten es ihnen sehr schwer, auf Jesus zu hören.

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Du – Anrede

Die Bibel redet den Leser mit “Du” an. Unsere Texte richten sich danach und bitten den Leser ggf. für sich stattdessen das “Sie” einzusetzen.

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Ehre Gottes

Gott wird geehrt, indem Menschen seinen Zusagen vertrauen (Hebr 11,7), indem sie seine Jünger werden und viel Frucht bringen (Joh 15,8), d.i. die Frucht des Geistes (Gal 5,22).

Gott wird geehrt, indem die Herrlichkeit und Kraft seiner Gnade sichtbar wird (Eph 1,6) im Leben seiner Jünger (V.12).

Gott wird nicht geehrt, wenn die grundlegende Bedeutung seiner Gnade verdunkelt wird:

– durch perfektionistischen Leistungsstress unter Androhung der Ungnade Gottes (“giftige Theologie“)

– durch religiöse Überheblichkeit, als ob der Gläubige, das was er hat, sich und seiner frommen Leistung zu verdanken hätte (Lk 18,11)

– durch Anfeindung und Geringschätzung von Gläubigen, die – nach eigener Einschätzung – weniger leisten

– durch Duldung von Unrecht in der “Gemeinschaft der Heiligen”

– durch Wahrung des frommen Scheins mittels frommer Propaganda und Denktabus

– durch Ehrgeiz und Ehrsucht einer Gemeindeleitung, die sich weigert, ihre Mitchristen “höher zu achten als sich selbst” (Mt 18,4 / Rö 12,10)

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Einheit der Christen

Die Gemeinschaft der Gläubigen ist der Tempel Gottes und deshalb besonders schutzwürdig. „Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben.“ (1.Kor 3,17) Aus diesem Grund ist auch die Bildung von Cliquen und Parteiungen eine schwere Sünde, die in Gal 5,19-20 zwischen den Sünden Feindschaft und Mord genannt wird.

Solche Parteiungen werden immer wieder sehr leichtfertig auch von theologischer Seite initiiert, die ihr Schriftverständnis und ihre Tradition für so unfehlbar halten wie die Heiligen Schrift selber.

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Fixierung auf den eigenen Gemeindeverein

Auch die Fixierung auf den eigenen Gemeindeverein begünstigt Machtmissbrauch und schadet der geistlichen Gesundheit einer Gemeinde erheblich. Zum einen kann man sich mit dieer Einstellung nicht an die Tatsache gewöhnen, dass Gott das Recht hat, Laienboten mit einem Auftrag von außen in die Gemeinde zu schicken. Zum anderen fehlen dann für manche sehr wichtige Aufgaben, die nur gemeinsam bewältigt werden können, ständig Mitarbeiter.

Solche Aufgaben sind z.B. eine bibeltreue Telefonseelsorge, die rund um die Uhr besetzt ist, evangelistische Freizeiten für körperlich und geistig behinderte Menschen sowie die Einrichtung eines effizient arbeitenden schiedsgerichtlichen Dienstes.

Eine bibeltreue Telefonseelsorge ist äußerst wichtig, da dort etliche Menschen in größter Not anrufen, die von ihrer Erziehung her niemals eine Kirche oder Evangelisationsveranstaltung betreten oder von ihr etwas Positives erwarten würden. Evangelistische Freizeiten für behinderte Menschen sind ebenfalls eine gemeinsame Angelegenheit, da jede Mutter ein behindertes Kind bekommen kann und nicht nur die Mütter in einer bestimmten Gemeinde. Ein gewähltes Schiedsgericht, das aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, sowie die Abstimmung der Gemeinden in schiedsgerichtlichen Fragen sind nötig, damit die Gemeinde im Falle einer Straftat nicht gleichgültig bleibt und sich am geschädigten Mitchristen versündigt.

Strukturelle Verbesserungen kannst du am besten unterstützen, wenn du Mitglied im Entscheidungsgremium (Konvent) der Gemeinde bist.

Zusammen mit gleichgesinnten Freunden kannst du dich dort dafür einsetzen, dass die Notwendigkeit gemeinsamer Gemeindedienste – besonders in Notfällen – erkannt wird.

Die Zusammenarbeit von Gemeinden beschränkt sich leider oft nur auf die “Evangelisation” – mit der ein einleuchtendes Motiv innig verbunden ist: die Anwerbung neuer Mitglieder und der damit verbundene Zuwachs an Spenden und Einfluss.

Durch Zusammenarbeit der lokalen Gemeinden in Aufgaben, die nicht dem Mitgliedererwerb dienen, wird die Bereitschaft gefördert, “Laienboten“, die Gott zur Gemeinde schickt, anzuhören – wodurch die Gefahr des Machtmissbrauchs verringert wird.

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Fokussierungsstil

Die Bibel verwendet spezielle Darstellungsstile, die in unserem kulturellen Kontext unbekannt sind und deshalb nicht selten zu gravierenden Missverständnissen bei der Interpretation führen. Es ist bekannt, dass biblische Textstellen mehrere Aufgaben zugleich erfüllen können. Je nach Aufgabe können dabei einzelne Textteile „abgeschaltet“, d.h. funktionslos werden (schöpfungsgemäßes Inspirationsmodell) Der Sinn ergibt sich dann nicht mehr zwingend aus dem Zusammenhang.

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Folgen der Gleichgültigkeit gegenüber dem Recht

Die Folgen sind grotesk und skandalös: Vom Täter erwartet die Gemeinde sehr oft nicht mehr, als dass er eine “Entschuldigung” sein Verhalten ausspricht. Das Opfer ist verpflichtet, diese Entschuldigung anzunehmen, auch wenn der Täter nichts zur Schadensminderung beiträgt. Dieser Missbrauch von Entschuldigungsfloskeln, mit denen man sich der tätigen Reue entzieht, hat sich wie eine Seuche weit verbreitet.

Dabei geht es gar nicht um “Schuld vor Gott”. Schuld vor Gott ist in dem Augenblick vergeben und nicht mehr existent, in dem sie vor Gott bekannt und eingestanden wird. „Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, daß Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“ (1.Jo 1,9).

Es geht hier um Verantwortlichkeit. Wer ein Kind zeugt, ist für dieses Kind verantwortlich. Wer Leute wirbt, in sein Geschäft zu investieren, ist für seriöse Geschäftsführung verantwortlich. Wer ein Haustier hat, ist verantwortlich für den Schaden, den es anrichtet. Wer Leid fahrlässig oder mutwillig verursacht, soll sich dafür verantwortlich sehen und zur Linderung dieses Leids nach Kräften beitragen.

Die Gemeinde wacht darüber, dass die Notwendigkeit der tätigen Reue gesehen und nicht vernachlässigt wird. Das ist gemeint mit „Weinet mit den Weinenden“ (Rö 12,14) und „mitleiden“ (1.Kor 12,26). Sentimentale Floskeln des Bedauerns und eine schauspielerisch gelungene Trauermiene werden weder erwartet noch genügen sie.

Wenn der Geschädigte jetzt keine Ruhe gibt, dann wird vom ihm erwartet, dass er in eine andere Gemeinde ausweicht, wo er dem Täter nicht immer wieder begegnen muss. Damit hält man allen Ernstes das Problem für gelöst! Ob der erlittene Schaden wiedergutgemacht wird, interessiert kaum jemanden. Dass nun ein unheilbarer, ständig schmerzender Riss zwischen den Gliedern des Leibes Christi bestehen blebt, stört auch nicht.

Wieviel hat man dann wohl von der Einheit des Leibes Christi verstanden: “Wenn ein Teil des Leibes leidet, dann leiden alle anderen Körperteile mit” (1.Kor 12,26) ?

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Freiheit des Christen

Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht fest in dieser Freiheit und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Knechtschaft zwingen.” (Gal 5,1+2).

Wenn euch der Sohn Gottes Freiheit schenkt, dann seid ihr wirklich frei.“ (Joh 8,36)

Wer zu Jesus Christus gehört, soll ein freier Mensch sein. Ein wirklich freier Mensch.Ein völlig befreiter Mensch kann tief durchatmen. Ihm ist die Tür zu tiefster Freude aufgeschlossen.

Ich habe euch das alles gesagt, damit meine Freude in euch bleibe, bis sie zu vollkommener Freude herangereift ist.“ (Joh 15,11)

Dilettantische, blind auf den Buchstaben fixierte Theologie kann den Zugang zu innerer Freiheit versperren und die Seele zerstören, wenn die Qualitätsmaßstäbe Jesu bei der Auslegung biblischer Gebote nicht angemessen berücksichtigt werden.

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Was ist Gesetzlichkeit ?

„Gesetzlichkeit“ meint das Leiden unter dem „göttlichen Gesetz“, d.h. eine seelische Überforderung, die auf den Gebrauch oder Missbrauch des göttlichen Gesetzes zurückzuführen ist. Sehr oft wird behauptet, dass diese Überforderung nur durch „Hinzufügungen“ zum biblischen Text zustande kommt, nicht durch den Text selbst.

Leider sind viele im Internet angebotenen Informationen zu diesem Thema oft sehr oberflächlich. Mit unseren Thesen wollen wir einladen, sich einmal gründlicher mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

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Fromme Funktionäre

(… in Bearbeitung …)

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Geistliche Disziplin

Es erscheint sinnvoll, die Prinzipien geistlicher Disziplin alle an einen Bibelvers zu binden, den alle evangelikalen Theologen als fundamentale Definition biblischer Inspiration betrachten.

“Denn alle Schrift – von Gott eingegeben – ist nützlich zur Lehre, zur Warnung, zur Korrektur, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit ein Mann Gottes vollkommen sei und geschickt für jedes gute Werk.” (2.Tim 3,16)

Die Beachtung der Prinzipien geistlicher Disziplin dient dem Schutz vor eigenen Interessen, die die Auslegung der Bibel korrumpieren könnten.

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Gemeindeordnung im Sinne Jesu gestalten

Zur Einrichtung einer bibelgemäßen Gemeindeordnung muss man sich vergegenwärtigen, welche Befugnisse die Gemeindemitglieder in der Versammlung haben. Eine bibelgemäße Gemeindeordnung sollte auch sicherstellen, dass Gläubige, die ein Amt missbräuchlich führen, diszipliniert werden können.

(… hier bitte weiterlesen …)

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Gemeindezucht

Unter “Gemeindezucht” wird im allgemeinen die Disziplinierung eines notorisch böse handelnden Gläubigen in der Gemeinde verstanden. Letztes Mittel ist der Ausschluss aus der Gemeinschaft.

Unsachgemäße Gemeindezucht hat gefährliche Nebenwirkungen. Zum einen können die Gläubigen, die jemanden ausschließen, es in pharisäischem Hochmut tun. Sie “sehen den Splitter im Augen des Bruders, aber den Balken im eigenen Auge sehen sie nicht.”(Mt 7,3-5) Damit ist nichts gewonnen. Eine Gemeinde, die notgedrungen über das böse Verhalten eines Gläubigen urteilt, muss auch eine Kultur der ehrlichen Selbstkritik und Selbsterkenntnis pflegen.

Zum anderen droht die Gefahr der Spalterei von allen Mitchristen, die irgendein Gebot anders auslegen und verstehen. “Spalterei” und selbstgerechte “Zänkereien” sind aber selbst wieder Sünde (Gal 5,20). Sie sind Schuld, die nicht bereut wird und die den Frieden in der Gemeinde zerstört.

(… bitte hier weiterlesen …)

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Gesetz der 50-jährigen

Ein Mechanismus, der von Noll und Bachmann beschrieben wurde (Peter Noll, Hans Rudolf Bachmann, Der kleine Machiavell. Handbuch der Macht für den alltäglichen Gebrauch, Zürich, München, 1999, S.23.) und der plausibel erklärt, warum sich Gemeinden, und noch viel mehr fromme Verbände und Institutionen so oft und so lange gegen dringend notwendige Reformen sperren bzw. Gläubige, die sich darum bemühen, anfeinden und entmutigen („Semmelweis-Reflex„).

Wer sich zu einer Reform entschließt, hat mehrere schwierige Jahre durchzustehen. Man hat mit Widerständen zu rechnen, mit dem Vorwurf, warum man es bisher falsch gemacht hat und mit Einbußen an Ansehen bei den Uneinsichtigen. Etliche werden abwandern, neue Leute müssen hinzugewonnen werden.

So mancher Leiter, der um die 50 ist, erkennt, dass er selbst von einer Reform nicht mehr profitiert. Die Früchte wird erst die nächste Führungsgeneration ernten. Also lohnt es sich für ihn privat weitaus mehr, wenn er weitermacht wie bisher. Manchmal heuchelt er Einsicht und betätigt sich auch etwas, damit ihm nicht vergeworfen werden kann, er täte nichts. Aber die „radikale Operation“, die lebensrettend für das Unternehmen wäre, will er nicht. Mit etwas Glück wird er die Katastrophe selber gar nicht mehr erleben.

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Gesetzliche llusionen

Das gesamte jüdische Kultgesetz ließ die Selbsttäuschung blühen, denn es ließ überhaupt nicht erkennen, dass es eine nur vorläufige Frömmigkeit vermittelte. Im Gegenteil! Begünstigte es nicht damit ein fürchterliches Missverständnis? Paulus war vor seiner Bekehrung darauf hereingefallen. Er hielt die Christen für Irrlehrer und verfolgte sie. Es war niederschmetternd, als ihm plötzlich die Augen aufgingen.

Durch dreierlei kam dieser falsche Eindruck zustande. Erstens war es nicht das Liebesgebot, sondern das symbolische Gesetz, das Israel von den übrigen Völkern unterschied und seine Erwählung bezeugte. Zweitens war das symbolische Gesetz weit ausführlicher in die Einzelheiten hinein ausgebildet als die Liebe betreffende Gebote. Wenn der Verfasser des Gesetzes sich mit dem symbolischen Gesetz so viel Mühe gemacht hatte, dann schien es ihm ja besonders wichtig zu sein. Drittens ist aus dem symbolischen Gesetz selbst heraus nicht erkennbar, das es später zugunsten des Liebesgebots aufgelöst werden wird. Es erweckt den täuschenden Eindruck, als ob es in Ewigkeit gilt (“Ewigkeitsillusion”).

Die Betonung des symbolischen Gesetzes vermittelte also den Eindruck, dass die wahre Frömmigkeit im wesentlichen in der fehlerlosen Beobachtung eines umfassenden Rituals bestand. Dem Liebesgebot blieb nur die Nebenrolle eines weniger praktizierbaren Ideals.

In der Folge kommt es zu weiteren Illusionen. Da das Liebesgebot unterbelichtet war, entstand der Eindruck, dass es möglich sei, das Gesetz zu halten (“Erfüllungsillusion”). Das mosaische Gesetz wehrt diesem falschen Eindruck nicht. Die Anforderungen werden als leicht bezeichnet (5.Mo 30,11), was ja – bei oberflächlicher Beachtung des Liebesgebotes – auch zutrifft. Wer Gewissensbisse hatte, konnte sich damit beruhigen, dass das Tieropfer, das der Hohepriester einmal im Jahr darbrachte, sämtliche Schuld des Jahres (!) sühnte (3.Mo 16, 30+34). So verheißt es das Gesetz. Kam das Gewissen wegen der Schwere der Schuld dennoch nicht zur Ruhe, so gab es die Möglichkeit, zusätzlich noch ein eigenes Tieropfer darzubringen (3.Mo 4,1ff). David hat nach der Ermordung Urias zum ersten Mal an der Wirksamkeit dieser Opfer gezweifelt (Ps 51,18-19 / vgl Heb 10,4). Für andere Gläubige, die das Recht mit Füßen traten, diente dagegen der Opferkult als billige Gewissensentlastung (Am 5,22-24).

Weiter lässt das Gesetz den falschen Eindruck entstehen, dass sein Fluch, mit dem es den Ungehorsamen bedroht, durch Eifer und zufriedenstellenden Gehorsam abgewendet werden könne. “Befolgt meine … Gebote; denn sie werden dem Menschen, der sich nach ihnen richtet, das Leben bringen” (3.Mo 18,5). Dieser Satz hatte im mosaischen Gesetz eine positive Bedeutung und wurde auch immer als Verheißung verstanden. Erst Paulus entdeckte, dass die Verheißung des Gesetzes tatsächlich ein Todesurteil war: weil niemand all das in zufriedenstellendem Maße tun könne, was das Gesetz fordert (Rö 3,11+19+20), könne auch niemand am Leben bleiben!

Dessen ungeachtet hat Gott immer wieder gesegnet, obwohl die Bedingung, die das Gesetz stellte, eigentlich nicht erfüllt worden war. Die Gnade, die nicht aufgrund von Werken verliehen wird (Eph 2,8+9), wird somit schon im alten Bund gewährt. Sie ist jedoch dort nur aus der Geschichte zu erkennen und nicht aus dem Gesetz heraus. Wer nun über den äußerlichen Gehorsam nicht hinauskam, verfiel einer weiteren Selbsttäuschung: Er musste aus den Segnungen gerade den verkehrten Schluss ziehen, dass das Gesetz erfüllbar und der Segen verdienbar sei. Er musste annehmen, dass die äußerliche Gesetzeserfüllung Gott gefällt (“Qualitätsillusion” oder “Freiheitsillusion“). Das missverstandene mosaische Kultgesetz hängt wie eine undurchdringliche “Decke” vor den Augen der Gläubigen (2.Kor 3,15) Und zwar für Jahrhunderte!

Die mit dem Gesetz verbundenen Illusionen sind ein Beweis für das Phänomen der Selbstverstärkung.

Zur Zeit des Paulus waren etliche Christen tatsächlich der Meinung, dass sie besser und gläubiger waren als die Vertreter jüdischer Gesetzlichkeit (vgl. Rö 3,9ff). Doch damit irrten sie sich gewaltig (Rö 11,20-21). Auch in der christlichen Gemeinde wird äußerliche, erlernte Frömmigkeit ständig gerne mit echtem Glauben verwechselt (Mt 7,21 / Jak 2,14 / Off 3, 1+17). Auch dort hat man große Mühe, sich manipulativer Tendenzen und Methoden zu erwehren!

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Glaubenszerstörende Bibelkritik

Der Glaube kann ein wackliges Fundament nicht gebrauchen. Gottes Wort verdient unser Vertrauen. Doch wir sollten uns ehrlich Rechenschaft geben, was wirklich die Ursachen unseres Vertrauens sind und was nicht. Woher kommt die biblische Autorität?

Sie ist da – zweifellos – aber warum das so ist, das sollten Gläubige nicht oberflächlich, sondern gründlich untersuchen – was leider viel zu selten geschieht.

Die biblische Autorität ist häufigen Angriffen ausgesetzt, um dem Glauben die Grundlage zu entziehen. Angriffen können von außen kommen durch  liberale Bibelkritik, die keine Autorität als den durch die eigene Erfahrung begrenzten Verstand gelten lässt. Angriffe von innen auf die biblische Autorität sind aber gefährlicher, da sie beim Fehlen einer ehrlichen Frage- und Diskussionskultur in der Glaubensgemeinschaft kaum oder gar nicht wahrgenommen werden.

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Gottesbeweis

Wenn jemand die Existenz Gottes bezweifelt, dann kann dieser Zweifel mit Hilfe gewisser Indizien erschüttert werden. Diese Indizien spielen aber nur eine vorbereitende Rolle. 

Es gibt nur einen wirklichen Beweis, der wirklich zu Gewissheit und Glaubensfreude führt: und das ist die tagtägliche Vertiefung der Freundschaft mit Gott. Dann erfährt der Gläubige: “Ich lebe, aber nicht nicht ich, sondern Jesus Christus lebt in mir” (Gal 2,20). Diese Erfahrung ist der tiefste Grund der christlichen Gewissheit: das Zeugnis des heiligen Geistes (Rö 8,16). Die Bibel nennt diese Erfahrung “Heiligung“.

Die Frage, WIE Gott ist, ist genauso wichtig, ja sicherlich noch viel wichtiger als die Frage, ob es ihn überhaupt gibt.

Wenn es einen Gott gibt, der mit mir grausam und bösartig umgeht,  und mich ggf. opfert, wie eine Schachfigur, dann droht sehr wahrscheinlich Frust und Not ohne Ende. Ich bin ihm wehrlos ausgeliefert. Was soll mich dann die Antwort trösten, dass es Gott gibt? Dann wäre es besser, es gäbe keinen.

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Gottesbild – vertrauenswürdig oder zweideutig ?

 

Fast alle Gläubigen sind sind darin einig, dass es zutiefst deprimierende Aussagen in der Bibel gibt, die das Gottesbild nicht bestimmen dürfen.

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Heilsgewissheit, eingeschränkt durch Vertragspflichten?

Kann die Heilsgewissheit durch das „Kleingedruckte“ in den biblischen Regelungen für den Bund zwischen Gott und dem Gläubigen in Frage gestellt werden? Um die Frage zu klären müssen wir uns die Vertragsbedingungen genauer ansehen.

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Heilsgewissheit ohne Heiligung ?

Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen” (Hebr 12,14) Es gibt also kein Heil ohne (echte!) Heiligung. Genauso gilt: Es gibt ebenso kein Heil mit unechter, werkgerechter Schein-Heiligung!

Deswegen ist die Frage sehr wichtig: Was ist echte Heiligung ?

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Hölle

In der Vorstellung vieler Gläubigen wartet nach dem Tod auf fast alle Menschen – wenige Erwählte ausgenommen – unaufhörliche Folter und Qual in der Hölle. Jahrhundertelang hat eine um ihren Einfluss besorgte Kirche mit der Hölle gedroht, um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen und sie umso enger an sich zu binden. Ist diese deprimierende Botschaft die „bittere Pille“, die zu schlucken ist, wenn man sein Leben Jesus anvertrauen will? Manche drohen daran zu ersticken. Viele Menschen halten deshalb den christlichen Glauben für unglaubwürdig und halten einen möglichst großen Abstand. Und etliche Gläubige haben zeitlebens große Probleme, an die Barmherzigkeit Gottes in ihrem Leben zu glauben. Sie sehen sich mit der Aufgabe überfordert, begeistert die Barmherzigkeit eines Gottes zu bezeugen, der die Weltgeschichte mit einer jedes Maß übersteigenden Unbarmherzigkeit  beendet. Diese schizophren anmutenden Ergebnisse sollten den Anstoß geben, eine auf den Buchstaben fixierte Theologie selbstkritisch zu überprüfen. Wer sich gründliches Nachprüfen nicht verbieten lässt, kommt zu einem anderen Ergebnis.

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Impfstoffe

Texte von vergleichsweise geringem Rang in der Bibel, sogenannte „Problemstellen„, die keine ethische Orientierungsfunktion haben, und deshalb auch nicht als „Nahrung“ für den inneren Menschen zu gebrauchen sind. Es sind „Fremdkörper“, sozusagen „Antikörper“ oder aktive Impfstoffe in kleiner Dosis, die eine allergische Reaktion des Gläubigen provozieren sollen, d.h. ihn veranlassen sollen, eine alternative Lösung, die den Qualitätsstandards Jesu entspricht, zu erarbeiten. (Siehe die Darstellung in dem unteren der beiden Schaubilder)

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Inspirationsmodell, schöpfungsgemäßes

(siehe „Prioritätenorientiertes Inspirationsmodell“)

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Irrtumslosigkeitsdoktrin – ist dieses Schriftverständnis alternativlos ?

Sollte die Lehre der Irrtumslosigkeit alternativlos sein, d.h. das einzig erlaubte Schriftverständnis sein, um besser vor Unglauben zu schützen ?

Die Lehre von der Irrtumslosigkeit der Bibel wird der Gemeinde sehr oft als die für einen Gläubigen einzig mögliche und erlaubte Denkmöglichkeit präsentiert. Sie beansprucht, der wirksamste Schutz vor glaubenszerstörender Bibelkritik zu sein.

Ist das wirklich wahr? Schützt die Lehre von der Irrtumslosigkeit am besten vor Unglauben ?

(… bitte hier weiterlesen…)

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Vergleich der Inspirationsmodelle: Verbalinspiration (Chicago-Erklärung) versus prioritätenorientiertes Inspirationsmodell (Bibeltreue Update 2.0)

 

Wenn man ein Medikament verteilt, dann ist ein Beipack-Zettel dabei. Man kann sich über das Risiko informieren. Manches Risiko lässt sich vermindern, wenn die Medizin in einer anderen Form gegeben wird. Bei Unverträglichkeit muss mancher auf ein ganz anderes Medikament umsteigen. Darüber muss ein Beipackzettel ehrlich informieren.

Leider sind Theologen selten so verantwortungsbewusst als die Pharmaindustrie. Viele wollen und können sich einem ehrlichen Vergleich nicht stellen, aus Angst, Gläubige könnten dem eigenen Einfluss verlorengehen. Deshalb wird so getan, als ob es nur die eigene Sicht gäbe. Evt. destruktive Folgen werden verdrängt.

Ein brauchbarer Vergleich kommt nur dann zustande, wenn ALLE relevanten Vor- und Nachteile der beiden Modelle untersucht werden.

(… bitte hier weiterlesen …)

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Katholisches Kontrollsystem

Die folgenden Ausführungen betreffen die katholische Kirche, soweit sie vom Gläubigen fordert, die im Katholischen Katechismus (KKK) offiziell festgelegten Grundsätze der Ethik und Theologie als irrtumslose Norm anzuerkennen. Unter dem rigoros interpretierten KKK leiden nach wie vor Hunderttausende von Menschen, die diesen Anspruch nicht hinterfragen können, weil sie keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung und Aufklärung haben. Anderseits duldet die katholische Kirche eine kritische Diskussion des KKK an der Basis, und menschenfreundliche Anregungen durch katholische Theologen, um insbesondere die Jugend mit der Hoffnung auf spärliche Reformen zu motivieren, sich weiter zur Kirche zu halten. („Entsolidarisierung„)

(… hier bitte weiterlesen …)

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Keine Zeit für Qualitätsprüfung ?

Ein häufig vorgebrachtes Argument: “wir haben keine Zeit für Qualitätsprüfung und schiedsgerichtlichen Dienst – in der Gemeinde läuft ja schon so vieles und die Pastoren sind ständig überlastet.”

Das Argument hat etwas dieselbe Qualität wie die Behauptung, man könne die stark verschmutzten Scheiben eines Autos nicht reinigen, weil man noch so viele Kilometer zu fahren hätte und sich keinen Zeitverlust leisten könne. Mancher staunt viel später: wenn dann ein Unfall geschieht, dann hat man plötzlich sehr viel Zeit.

Doch hier hinkt das Bild. Wenn Menschen Schaden erleiden in der Gemeinde durch Dummheit und Blindheit, dann erleidet der Betrieb gewöhnlich keine Unterbrechung. Denn üblicherweise ist dieser Schaden ihre Privatangelegenheit. Gewöhnlich kümmert es niemanden. Der Betroffenen hat sich mit ein paar in “herzlichem Ton” geäußerten Phrasen zufriedenzugeben. Ansonsten wird ihm nahegelegt, die Gemeinde zu verlassen. (siehe: Haftung in Gemeinden)

Die Pastoren sind überlastet? Wo steht in der Bibel, dass sich die Arbeit auf wenige Pastoren konzentrieren müsse ? Wo steht in der Bibel, dass einzelne Gläubige Schaden in der Gemeinde erleiden dürfen, weil man vor lauter Aktivität nicht mehr auf sie achtet?

Ist es nicht oft umgekehrt ? Eine Aktivität jagt die andere, eben damit die Menschen „beschäftigt sind“, damit sie „auf vorbereiteten Schienen denken“ und gar keine Zeit mehr haben, über Risiken und Alternativen nachzudenken. Würde es einer Gemeinde schaden, wenn man in den ersten zwei Wochen des Jahres alle Veranstaltungen bis auf die Gottesdienste aussetzt und den Mitgliedern Gelegenheit gibt, in Ruhe und im Gebet über Qualitätsmängel und mögliche Gegenmaßnahmen nachzudenken?

Eine Aufgabe der Qualitätprüfung ist die sinnvolle Arbeitsverteilung und eine Bewertung der Veranstaltungen nach ihrem geistlichen Ergebnis.

Eine Qualitätsprüfung kann von wenigen Gläubigen geleistet werden, die sich in ihrem Urteilen an die Qualitätsmaßstäbe Jesu gebunden sehen. Wichtig ist nicht ihre Zahl, sondern geistliche Reife und Charakter.

Wichtig ist, dass sie ein “offenes” Gremium sind, das nach ihrem Ermessen weitere Gläubige als Berater hinzuziehen kann und dass die Mitgliederversammlung steht offen und ehrlich über die Arbeit unterichtet wird.

Die Mitgliederversammlung ist die verfassungsgebende Versammlung der Gläubigen. Entsprechend ist ihre Autorität. Sie hat das Recht, über alle Gefahrenpunkte und Mängel informiert zu werden, sie hat das Recht, Gläubige zur Qualitätsprüfung zu bestimmen oder wieder abzuberufen oder gegen die Hinzuziehung eines Beraters ein Veto auszusprechen.

Wichtige Schwerpunkte der Qualitätsprüfung sind die Kommentierung der Predigt (“Gemeinde-Feedback”) sowie der schiedsgerichtliche Dienst.

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Korrigieren von Gemeindeleitern – ist das praktisch möglich ?

Schauen wir in die Verfassung. Ist dort die Möglichkeit einer Beschwerde vorgesehen ? In der Regel überhaupt nicht! Man müsste sie an den Vorstand richten, der aber gewöhnlich zu einer objektiven Untersuchung gar nicht in der Lage ist. Zu stark sind eigene Interessen betroffen. Peinliche Enthüllungen über das Fehlverhalten des Leiters schaden dem „Image“ der Gemeinde. Also guckt man lieber weg.

Also geschieht nichts! Solche Gemeinden können zahlenmäßig aufblühen, obwohl dort Böses bei Gläubigen geduldet wird, die andere im Glauben anleiten wollen. Kein Wunder, wenn trotz unablässiger frommer Aktionen und Programme zugleich die Scheinheiligkeit und Verachtung Gottes gedeiht. Auf dem „heimlichen Lehrplan“ steht: Heuchelei ist normal und Gott akzeptiert sie.

Wie kann man solchen Fehlentwicklungen vorbeugen?

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Korrigierbare Aussagen in der Heiligen Schrift ?

Diese Frage wird üblicherweise von Chicago-Theologen mit einem strikten NEIN beantwortet. Wir möchten diese Frage nicht von einem bibelkritischen Standpunkt aus, sondern mit der Heiligen Schrift selbst beantworten. Das Zeugnis der Heiligen Schrift (!) zeigt etwas anderes.

Wir stellen fest, dass der buchstäbliche Text manchmal in die Irre führen kann (und offensichtlich soll !), die Beachtung der Qualitätsmaßstäbe Jesu aber diesen Irrtum erkennen lässt. Die Nichtbeachtung führt in den Irrtum. Auf diese Weise wird der Gläubige daran gewöhnt, den hohen Rang dieser Qualitätsmaßstäbe anzuerkennen.

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Laien-Bote

 

Der Heilige Geist beauftragt manchmal Menschen, die außerhalb der religiösen Hierarchie stehen und kein geistliches Amt haben und stattet sie mit geistlicher Autorität aus, um den theologischen “Profis” ins Gewissen zu reden. Das Ignorieren dieser Hinweise wertet Gott als Verachtung seiner Person.

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Liberale Theologie

“liber” = “frei”. Die liberale Theologie sieht sich an die wichtigsten christlichen Lehrinhalte (insbesondere an die Heilstatsachen) nur noch teilweise oder gar nicht mehr gebunden. Jesus wird nicht als Gottessohn, Erlöser und Weltenrichter, sondern allenfalls als Lehrer gesehen, der moralische Anregungen vermittelt. Der biblische Text wird als Steinbruch für eine individualistische, sich an humanistischen Idealen orientierende Lebensphilosophie genutzt. Sie geht oft mit Wissenschaftsgläubigkeit einher.

Für Theologen wie Ernst Troeltsch war das “Mittel, das Kritik überhaupt erst möglich macht, die Anwendung der Analogie.” (zit. in Armin Sierszyn, Die Bibel im Griff, Brockhaus 1987, S.23). Die eigenen Erlebnisse und Erfahrungen wurden in die Bibel “hineinprojiziert”. Sie legten fest, was man überhaupt für möglich halten durfte. Damit wurde der Zweifel an allem Übernatürlichen, an Wundern und an der Erschaffung der Welt zu einer theologischen Mode, die mit wissenschaftlichem “Niveau” aufs engste verbunden schien. 

Soll dieser Ansatz gelten, dann kann die heilige Schrift, in der Gott der menschlichen Egozentrik seinen heiligen Willen entgegenstellt, wenig bis keine Autorität haben. Vertrauen in die Verbindlichkeit seiner Zusagen wird auch nicht entstehen. Die Bibel wird stark abgewertet, die Einsicht in ihre Einzigartigkeit und Transzendenz geht verloren.

Gott wird zum Symbol menschlicher Bedürfnisse und Sehnsüchte, die man mit anderen Gläubigen teilt. Die eigene Weltanschauung ist der Bibel übergeordnet und bestimmt, welche Aussagen man gelten lässt.

Eine bibeltreue, d.h. bibelgemäße Interpretation der Heiligen Schrift wird die Bibel als einzigartige, von Gott an den Menschen gerichtete Botschaft wahrnehmen. Diese Botschaft hat das erklärte Ziel, das Vertrauen auf Gott zu ermöglichen und zu festigen. Jesus Christus wird dabei dem Gläubigen als die Mitte der Schrift und als ihr verbindlicher Interpretationsmaßstab bekanntgemacht: „wer mich sieht, der sieht den Vater.“ (Joh 14,9) Die Arbeit an der Bibel hat das Ziel, diese Mitte der Schrift hell erstrahlen zu lassen, und sie nicht durch den trivialen Horizont allzumenschlicher Vorstellungskraft – z.B. durch die müßige Frage, ob es Wunder gibt oder nicht – zu begrenzen.

Eine bibelgemäße Betrachtungsweise wird immer versuchen, die Bibel selbst reden zu lassen, ohne ihr mit eigener Weltanschauung ins Wort zu fallen.

Einflussreiche und weithin bekannte Theologen verbinden mit einer bibeltreuen Einstellung automatisch eine undifferenzierte Fehlerlosigkeitsdoktrin. (Bibeltreue im Sinne der Chikago-Erklärung von 1978.) Diese Position wird in vielen Gemeinden als die für einen gläubigen Menschen einzig mögliche und daher verbindliche Sichtweise präsentiert.

Doch hat es seit 1978 wirklich keine gravierenden Fortschritte in dieser wichtigen Frage gegeben? O, ja! Doch hofft man bei etlichen Theologen, die es eigentlich besser wissen müssten, vergeblich auf eine ehrliche Antwort. Wer redet schon gerne darüber, wenn die Konkurrenz besser ist. So bleiben viele Gläubige schlecht informiert.

Das Konzept der Bibeltreue kann auf der Basis eines prioritätenorientierten Inspirationsmodells erheblich verbessert werden. (Bibeltreue – Update 2.0)

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Die finsteren Seiten Luthers – selten erwähnt und kaum bekannt

Luther bekämpfte den Papst und den Machtmissbrauch der katholischen Kirche. Doch am Ende war er sein eigener Papst, der Andersdenkende zu Tausenden blutig verfolgen ließ. Für Prediger, die ihn kritisierten und keinen amtskirchlichen Auftrag vorweisen konnten, forderte er die Todesstrafe ! Originalton: „wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel vom Himmel wären, will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl [… ]. Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister Hansen [= dem Henker]).“

Wie weit sich Luther, von der Haltung entfernt hatte, die Jesus Christus seine Jünger lehrte, nachdem endlich er die Unterstützung der Obrigkeit erlangt hatte, zeigt eine vielsagende detaillierte Dokumentation auf Youtube: „Luther einmal anders„.

Unter evangelischen Christen und Evangelikalen sind diese verheerenden Irrtümer Luthers kaum bekannt und werden – falls sie erwähnt werden – gerne als nebensächlich abgetan. (Unser Kommentar: Halbwahres zum Reformationstag„) Kein Wunder, wenn Machtmissbrauch nicht selten in der evangelikalen Szene toleriert bzw. verharmlost wird – siehe dazu die vielen Artikel unter „Stichworte“ mit dem Etikett „M.“

Der christliche Glaube ermöglicht eigentlich einen ehrlichen unbeschönigten Rückblick auf die eigene Geschichte. Weil der Gläubige seine Schuld an Gott abgeben kann, ist er in der Lage, seine dunkle Seite anzusehen, ohne zu verzweifeln. Statt sie zu verharmlosen, kann er ihr entgegentreten und sie mit der Waffe des Geistes, den Worten Jesu, unschädlich machen. Welche andere Religion bietet diese Möglichkeit, bietet soviel Freiheit zur ehrlichen Selbsterkenntnis ?

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Neurotische Sexualmoral

Sexuelle Disziplin ist ein wichtiges Element im christlichen Glauben. Doch sie wird häufig ersetzt durch eine neurotische Sexualmoral, die den Gläubigen mit perfektionistischem Reinheitswahn terrorisiert. Indem der Gläubige schon aufgrund seiner natürlichen Bedürfnisse und Empfindungen von ständig schlechtem Gewissen niedergedrückt wird, ist ständige Einschüchterung und leichte Lenkbarkeit garantiert.

Anhand biblischer Belege wird im Artikel “Verunreinigen sexuelle Sünden am stärksten ?” der Zusammenhang zwischen sexueller Disziplin, Charakterbildung und Machtinteressen erläutert.

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„No-comment“ – Stil

Die Bibel verwendet spezielle Darstellungsstile, die in unserem kulturellen Kontext unbekannt sind und deshalb nicht selten zu gravierenden Missverständnissen bei der Interpretation führen

Mit „No-Comment“ („Kein Kommentar“) untertiteln Nachrichtensender Filmaufnahmen von oft schockierenden Ereignissen (z.B, in Krisengebieten), die ohne nachträgliche Vertonung gesendet werden. Es werden nur die Geräusche vor Ort aufgezeichnet. Dieser Filmstil verschafft dem Zuschauer den Eindruck, er befinde sich als Augenzeuge mitten in dem Geschehen.
Der Zuschauer wird angeregt, sich selbst ein Bild zu machen, quasi den Kommentar und die Bewertung selbst beizusteuern.

Eben das ist offensichtlich die Funktion mancher Berichte in der Bibel, denen der Gläubige keine ethische Leitfunktion guten Gewissens zubilligen kann. Der Gläubige ist hier vielmehr aufgerufen, sich durch praktische Anwendung der Qualitätsmaßstäbe Jesu selbst ein Urteil zu bilden und sein Urteilsvermögen zu trainieren.

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Organisation – Hat Jesus eine kirchliche Organisation gegründet ? War Petrus der erste Papst ?

Zur Antwort siehe die Widerlegung der 24. und 25. Behauptung.

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Nötigungsprivileg

Die Kirche genießt bis zum heutigen Tag ganz selbstverständlich das Privilegium der Nötigung. Sie kann nach ihrem Ermessen mit der Androhung göttlicher Strafe Menschen unter schweren Druck setzen und im ungünstigen Fall sogar seelisch erheblich schädigen. § 240 StGB definiert nicht nur den Straftatbestand der Nötigung, sondern garantiert zugleich die staatliche Duldung kirchlicher Nötigung.

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Päpstliche Lehrentscheidungen – dürfen sie geprüft und ggf. angezweifelt werden ?

Jesus nannte die Schriftgelehrten seiner Zeit Heuchler und blinde Blindenleiter (Mt 15,14 / 23, 23), weil sie seine Qualitätsmaßstäbe „Barmherzigkeit, Liebe zum Recht, Treue und Redlichkeit“ missachteten. Hätte er bei Petrus eine Ausnahme gemacht und bei ihm diese Missachtung geduldet ? Wohl kaum ! Soll man nun glauben, dass Jesus den späteren Päpsten und der katholischen Kirchenorganisation die Einstufung dieser Maßstäbe als zweitrangig gestattet hätte ?

Ist aber Petrus – angeblich der erste Papst – verpflichtet, diese Maßstäbe bei der Interpretation des Gotteswortes zu beachten, so haben diese höhere Autorität als er selbst. Wie alle Lehrer, wie auch Paulus muss er Gläubigen Rechenschaft geben (2.Kor 6,7)), ob diese Maßstäbe bei seiner Auslegung absolute Priorität haben. Gläubige wiederum haben das Recht, dies zu überprüfen. (1,Thes 5,21) Sie haben durch den heiligen Geist die Fähigkeit dazu erhalten. (1.Kor 2,11-16)

Also hat auch der Papst in seinen Lehrentscheidungen die absolute Priorität der Maßstäbe „Barmherzigkeit, Liebe zum Recht, wahre Treue“ zu beachten. Tut er das, so sind seine Lehrentscheidungen im Sinne Jesu. Sie sind hilfreich und haben Autorität, die von den Gläubigen respektiert werden sollte. Widersprechen seine Lehrentscheidungen diesen Qualitätsstandards (Beispiele siehe „Giftige Theologie“), so sind diese Entscheidungen Sünde, ihr Verkünden ist Verführung und das Festhalten an ihnen ist Verstockung.

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Pauschalstil

Die Bibel verwendet spezielle Darstellungsstile, die in unserem kulturellen Kontext unbekannt sind und deshalb nicht selten zu gravierenden Missverständnissen bei der Interpretation führen. So macht sie manchmal eine umfassende Feststellung, ohne explizit zu erwähnen, dass es auch eine Ausnahme zu dieser Feststellung gibt, die im betreffenden Zusammenhang als nebensächlich angesehen wird. Das ist der biblische “Pauschal-Stil”.

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Perspektiv-Stil

Der biblische Perspektiv-Stil gibt einer Aussage hohe Bedeutung, indem sie unrealistisch auf zu viele oder zu wenige der denkbaren Adressaten bezogen wird. Es ist eine Form der Betonung. Die quantitative Deutung führt zu äußerst destruktiven Fehlschlüssen hinsichtlich des Themas „Hölle„!

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Polarität der Bibel

Biblische Aussagen sind nicht gleichwertig.
a) Es gibt eine historisch-zeitliche Rangfolge: was später gesagt wurde, wiegt mehr als das, was früher galt.
b) Der Inhalt ist grundsätzlich wichtiger als die Form (Rö 2).
c) Was mit den Qualitätsmaßstäben Christi und dem Liebesgebot übereinstimmt, gilt unmittelbar. Was nicht mit ihnen übereinstimmt, muss im Sinne dieser Maßstäbe selbständig korrigiert werden.
d) Dann macht die Bibel noch eine Unterscheidung zwischen Milch und fester Speise: man kann Gläubigen, die im geistlichen Wachstum fortgeschritten sind, nicht nur mit Milch, d.h. einfachen, grundlegenden Glaubenswahrheiten versorgen, wenn man Stagnation im Wachstum vermeiden will (1.Kor 3,2 / Hebr 5,12+14). Zur festen Speise gehören auch Texte in der Bibel, mit deren Hilfe der Gläubige Urteilsvermögen trainieren soll. Damit ist natürlich auch die Möglichkeit des Missverstehens eingeschlossen bzw. die Möglichkeit, die fehlinterpretierte Bibelstelle als angeblichen „Beweis“ zu missbrauchen. Beispiel: einen Scheinbeweis für die Notwendigkeit der Selbsterlösung könnte man aus der Bibelstelle „Schaffet, dass ihr gerettet werden, mit Furcht und Zittern...“ (Phil 2,12) herauslesen. Anderes Beispiel: „doppelte Ehre“ in 1.Tim5,17 könnte man – dem Zusammenhang entsprechend – als „doppeltes Einkommen“ übersetzen. Das aber stimmt sicherlich nicht (siehe Details unter der Behauptung: “Das Textverständnis, das sich am engsten an den Wortlaut der Bibel hält, ist das beste.”). Um den Sinn zu erfassen, müssen die Auswirkungen („Früchte“ in Mt 7,16) der jeweiligen Interpretation auf das geistliche Leben untersucht werden.

Der unterschiedliche Rang biblischer Texte wird auch dadurch deutlich, dass die Bibel nicht so übersetzt wird, wie man üblicherweise ein Buch übersetzt, vom Anfang bis zum Ende. Ich möchte behaupten: es gibt keinen einzigen Bibelübersetzer, der mit der Genesis anfangen und mit der Offenbarung abschließen würde. Alle Bibelübersetzer, die einer bisher unerschlossenen Sprache die Bibel bringen, werden zuerst ein Evangelium übersetzen. Denn es ist völlig klar, wo der Kern der Botschaft (Anker) zu finden ist. Nicht ohne Grund verwendet man die Bezeichnung “Evangelium” (= gute Nachricht) auch für die gesamte Bibel. Später wird Stück für Stück der größte Teil des Neuen Testamentes übersetzt, wobei man sicherlich nicht der Reihenfolge Inhaltsverzeichnisses einer Vollbibel folgen wird. Sehr wahrscheinlich wird er vor Abschluß des Neuen Testamentes Psalmen und wichtige Kapitel der Genesis übersetzen. Für diese Arbeit braucht man sehr viel Zeit. Unter ungünstigen Umständen kann es länger als ein Jahrzehnt dauern. Hat man dann noch Zeit und Kraft, und ist nicht die Arbeit an einer neuen Sprache oder einem benachbarten Dialekt dringender geworden, wird man mit dem AT beginnen und auch dort muss man wieder Prioritäten setzen. Eine vergleichsweise geringe Priorität werden sicherlich das Buch Leviticus (3.Mose), das Buch Ecclesiastes (“der Prediger Salomo”) oder das Hohelied haben.

Es gibt also eine ziemlich klare Rangfolge biblischer Bücher und innerhalb der einzelnen Bücher eine nachvollziehbare Rangfolge der Aussagen.

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Predigt-Nachbereitungsdienst (“Gemeinde-Feedback”)

Die Predigt ist das Zentrum des Gottesdienstes.

Ursprünglich war es im Gottesdienst so, dass mehrere Brüder vortragen konnten und dass ihre Botschaft von den anderen sogleich geprüft wurde.

Von den Brüdern, die Gottes Weisungen empfangen, sollen nur zwei oder drei sprechen; die anderen sollen das Gesagte deuten und beurteilen (και οί άλλοι διακρινέτωσαν).“ (1.Kor 14,29) Auch bei Jesus sehen wir, dass Zwischenfragen möglich waren.

Der Predigt-Nachbereitungsdienst prüft die Predigt am Wort Gottes und nimmt auch selbst Kommentare der Gemeindemitglieder dazu entgegen. Im nächsten Gottesdienst erhält er in den Abkündigungen ein paar Minuten, um der Gemeinde wertvolle Aussagen noch einmal in Erinnerung zu rufen, aber auch umstrittene Aussagen als solche zu kennzeichnen, Einseitiges zu ergänzen bzw. Irrtümer zu korrigieren.

Auf diese Weise nimmt die Gemeinde am Zentrum des Gottesdienst, dem Predigtdienst, aktiv teil.

Dadurch, dass die Kommentare der Gemeindemitglieder berücksichtigt werden, lohnt es sich für sie, ihre Bibel gleich zum Gottesdienst mitzubringen – zum Mitlesen und Mitdenken. Sie werden zum gründlichen Bibelstudium ermutigt – was einer leichtgläubigen Fixierung auf beliebte Personen entgegengewirkt.

Wie kann man das praktisch organisieren? Hier können wir auf eine brauchbare Lösung zurückgreifen, die etliche Brüdergemeinden bereits gefunden haben.

Im Predigt-Nachbereitungsdienst sind nur Gläubige, die entsprechende Begabung haben. In erster Linie natürlich Gläubige aus dem Vorstand. Vorstandsmitglieder, die nur administrative Fähigkeiten haben, sollten aber hier nicht teilnehmen. Dieser Kreis sollte ganz von administrativen Aufgaben verschont bleiben. Im Gegensatz zum Vorstand, der nur aus gewählten Mitgliedern besteht, ist dieser Kreis offen. Die Mitglieder haben das Recht, Gläubige aus der Gemeinde, die entsprechende Begabung haben, zur Mitarbeit einzuladen. Einer Wahl bedarf es dazu nicht. Die Gemeinde wird dennoch nicht übergangen. Sie hat das Recht, ein Veto gegen den Eingeladenen auszusprechen. Durch diese Konstruktion wird die starre Abschottung des Vorstandes von der Gemeinde (“wir hier oben – ihr da unten“), die dem Neuen Testament auch gar nicht entspricht, ein Stück weit überwunden.

Dabei ist zu beachten: der Gottesdienst ist ein Ort des Friedens und der Anbetung. Die Predigtnachbereitung in den Abkündigungen soll diesen Frieden nicht stören, sondern nur darauf hinweisen, dass aus der Gemeinde noch wichtige Impulse dazu gekommen sind. In einer weiteren Veranstaltung in der Woche könnte z.B. Gelegenheit gegeben werden, dazu im Detail Stellung zu nehmen. Diese Veranstaltung muss nicht wöchentlich stattfinden. Effizienter wäre es, auf der Internetseite der Gemeinde ein Forum mit Passwort einzurichten, wo jeder seinen Kommentar geben kann. Wer teilnimmt an diesem Forum, verpflichtet sich, die Fairness-Regeln im Umgang mit Andersdenkenden zu beachten. Falls sehr viel geschrieben bzw. viel wiederholt wird, kann der Administrator Kürzungen vornehmen, indem er Textteile mit einem Link auslagert.

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Prioritätenorientiertes Schriftverständnis

Die Bibel ist kein totes Buch. So wie im Lebensprozess Erbmolekül (DNS) und lebendige Zelle interagieren, so wird auch die Bibel nicht einfach passiv „gelesen“ und „analysiert“ wie andere Bücher, sondern sie reagiert auf den geistlichen Zustand des Lesers positiv oder negativ entsprechend seiner Einstellung. Sie kann nicht nur mitteilen, sondern auch Information zurückhalten („Selbstverstärkung„). So wie die „Buchstaben“ des genetischen „Lebensbuches“, des DNS-Moleküls totes Eiweiß sind, wenn sie nicht in eine lebendige Zelle eingebettet sind, so ist auch der „Buchstabe der Bibel tot“ entweder missverständlich oder sogar destruktiv, wenn er nicht mit auf bibelgemäße Weise gelesen und interpretiert wird (2.Kor 3,17)

(…bitte weiterlesen…)

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Problemstellen der Bibel

 

Die Sätze der Bibel sind nicht von einheitlicher Bedeutung.

Viele Aussagen haben unmittelbare Überzeugungskraft. Einige Aussagen haben überhaupt keine. Sie ermutigen nicht zum Glauben, sondern sie verunsichern und entmutigen. Gibt es eine Möglichkeit, sie so einzuordnen, dass sie als positiver Beitrag wahrgenommen werden, als Beitrag zur „Erziehung in der Gerechtigkeit„, so wie es 2.Tim 3,16 für ALLE Aussagen der Bibel fordert?

(… bitte hier weiterlesen …)

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Propaganda

Die Propaganda liefert der Öffentlichkeit Denkmuster und Sprachregelungen, die die Wahrnehmung der Wirklichkeit behindern oder unmöglich machen sollen.

Propaganda bewirkt, dass üble Zustände und Verhaltensweisen toleriert werden und ewig fortbestehen können. Propaganda führt zur Schizophrenie des Denkens. Man soll Dinge als gleichwertig akzeptieren, die sich nicht miteinander vertragen. Dadurch wird die Widerstandskraft gelähmt bzw. jeder Versuch, die Situation zu bessern, im Keim erstickt. Das Motiv der Propaganda sind Machtinteressen, die auf Kosten anderer durchgesetzt werden.

Sehr bekanntes Beipiel: Zu Zeiten der DDR wurde die Mauer als “antifaschistischer Schutzwall” deklariert, der das “Arbeiter und Bauernparadies” vor der “imperialistischen Aggression” schützten sollte.

Auch gute und wahre Worte können zur Propaganda werden, wenn sie dazu dienen, zu verschleiern, dass die Wirklichkeit anders ist.

Wer von Liebe redet, aber lieblos handelt, wer auf seine Autorität pocht, aber sich selber der Autorität Gottes entzieht, betreibt private Propaganda, die ebenfalls eine gestörte Wahrnehmung zur Folge hat. Man weiß zu guter Letzt wirklich nicht mehr, was Liebe oder was Autorität ist.

Die Unart, maßlos zu übertreiben und Kleinigkeiten mit Superlativen aufzublasen, führt zur Abnutzung der Sprache. Wenn wirklich etwas einmal Besonderes geschieht, stehen dafür keine Worte mehr zur Verfügung.

Die Verbreitung frommer Halbwahrheiten ist ein etablierter Brauch in vielen Gemeinden. Allen Ernstes verspricht man sich davon eine „Glaubensstärkung“.

Propaganda soll verdecken, dass die Gemeinde wichtige Aussagen der Bibel selbst nicht ernst nimmt. Sie soll fragwürdige Interessen einzelner verdecken. Je stärker die Propaganda ist, desto unglaubwürdiger das Trösten mit Heilsverheißungen der Bibel, desto schwächer und hilfloser die Seelsorge.

Das Trösten mit Heilsverheißungen der Bibel ist “Heilspropaganda”, wenn zugleich Werkgerechtigkeit oder Buchstabenterror geduldet wird.

Von “Heilspropaganda” wird man auch sprechen dürfen, wenn die Liebe und Vergebung Jesu verkündet, aber über den erneuerten Charakter des Gläubigen kaum gesprochen wird. “Sie belügen mein Volk und verkünden den Frieden, obwohl kein Friede da ist.” (Hes 13,10)

“Heilspropaganda” zeigt sich auch in mangelndem Respekt vor der königlichen Würde des einzelnen Gläubigen. Wenn die Ältesten einer Gemeinde die Befugnisse der Mitgliederversammlung, die sie gemäß der Bibel haben, zugunsten privater Interessen einschränken und Bemühungen um eine faire Gemeindeordnung behindern (siehe “strafbare Handlungen“), dann sind alle Beteuerungen, dass “jeder Gläubige die Würde eines Königskindes habe” und “sich niemand in der Gemeinde sich über den anderen stellen dürfe”, nur Propaganda.

Bußpredigt ist Propaganda, wenn keine Gemeindezucht geübt wird.

Weiteres Beispiel: “Gemeinschaft der Heiligen” ist ein Begriff aus dem Glaubensbekenntnis. Wenn eine Gemeinde Unrecht duldet, sich aber dennoch immer wieder als “Gemeinschaft der Heiligen” bekennt, dann zerstört sie ihre Wahrnehmung. Zu guter Letzt weiß man gar nicht mehr, was “heilig” ist und fragt auch nicht mehr danach. In der Volkskirche scheint das inzwischen weithin erwünscht zu sein.

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Qualitätsförderung

Die zwei wichtigsten Schwerpunkte der Qualitätsförderung sind der Predigt-Nachbereitungsdienst und der schiedsgerichtliche Dienst. Ohne diese Dienste ist eine objektive Gefahr von Manipulation und Machtmissbrauch gegeben, was Gläubigen zu denken geben sollte, die vorschnell rufen: “Dafür haben wir keine Zeit !”

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Qualitätsmaßstäbe Christi

Die Qualitätsmaßstäbe Jesu Christi sind “Barmherzigkeit, Liebe zum Recht, Treue und Redlichkeit” (Mt 23,23). Ebenso wie das Liebesgebot haben sie höchste Priorität (Mt 23,23). Deshalb muss auch die praktische Anwendung dieser Maßstäbe gelehrt werden. “Jeder Gedanke ist gefangenzunehmen unter den Gehorsam Christi” (2.Kor 10,5).

Entscheidend wichtig ist der Gedanke, dass alle drei Maßstäbe voneinander abhängen und dadurch dem frommen Selbstbetrug entgegenwirken: Es gibt keine Treue, keine Verlässlichkeit, keine Glaubwürdigkeit ohne Barmherzigkeit, keine Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit. Es gibt keine Liebe ohne Liebe zum Recht. Wer unfair handelt, handelt daher lieblos, unbarmherzig und unglaubwürdig – was immer er auch wortreich beteuern mag!

Da die Qualitätsmaßstäbe Christi höchste Priorität haben, müssen alle anderen Bibelworte in ihrem Lichte interpretiert werden. Andernfalls drohen gefährliche Missverständnisse. (siehe auch “Giftige Theologie“)

Es ist unter Evangelikalen Mode, zu betonen, dass “wir eine Erweckung brauchen”. In einer echten Erweckung werden die Maßstäbe Christi angemessene Bedeutung haben: nämlich höchste Priorität! (Mt 23,23)

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Rangunterschiede biblischer Aussagen

 

Wenn Jesus seine Qualitätsmaßstäbe als wichtigste Gebote installiert, so bedeutet dies auch das es weniger wichtige Gebote, d.h. Rangunterschiede zwischen Geboten der Bibel gibt.

Es macht Sinn den Rang eines Gebote entsprechend seiner Nähe zu den Qualitätsstandards Jesu festzulegen. Man stößt bei dieser Arbeit irgendwann auch auf Gebote mit dem Rang „Null“, die mit den Standards unvereinbar erscheinen.

Die Tradition legt ihre eigene Rangfolge fest je nach dem Respekt oder der Beachtung, die Gebote in der Gemeinde erfahren. Die traditionelle Rangbestimmung kann von einer geistlichen Rangbestimmung abweichen.

(… bitte hier weiterlesen...)

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Religiosität

Gott möchte, dass seine Kinder ihre hohe Berufung, ihre Freundschaft mit Gott, im Lebensstil zeigen. (“Heiligung“) Er will ihren Charakter formen, damit sie Menschen Mut machen können, Gott zu vertrauen. Der religiöse Mensch lehnt das ab, will aber auf religiöse Gefühle nicht verzichten. Der christliche Glaube soll nur noch emotionales Gewürz sein, eine verfeinernde Zutat zur Hauptmahlzeit, d.h. zur einer weitgehend materialistischen Lebenseinstellung. Kosten darf der christliche Glaube nichts mehr.

Religiosität ist ein Aberglaube, der leider auch in der lutherischen Volkskirche weit verbreitet ist. Man denkt dann in etwa so: “Wer glaubt, dass Jesus alles erledigt hat, der hat das Heil sicher, ganz egal ob er Heiligung wünscht oder darum betet.” Voltaire hatte einst zynisch gesagt: “Jesus muss ja sowieso vergeben. Es ist ja nun einmal sein Job”. Ein gefährlicher Irrtum! Mit Lippenbekenntnissen und Heuchelei kann man sich das Heil nicht aneignen! Es gibt kein Heil ohne Heiligung !

Die Bibel sagt es ausdrücklich: “Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen !” (Hebr 12,14) Mögen etliche Prediger auf den Kanzeln das Gegenteil versichern – auch wenn sie sich damit sehr beliebt machen, handeln sie nicht im Auftrag Jesu. Es wäre dumm, sich auf Menschenmeinung zu verlassen.

Religiosität kann eine Form der Resignation sein bei Menschen, die sich jahrelang sinnlos mit Werkgerechtigkeit herumquälen mussten. Gott wird diese Menschen sicherlich viel barmherziger beurteilen als solche, die die wohltuende Natur des Glaubens erkannt und ihn dennoch verworfen haben. Man kann immer wieder nur warnen, dass der Gläubige mit Werkgerechtigkeit keine Kompromisse machen darf, da sie für die Beziehung zu Jesus Christus äußerst gefährlich ist: “Ihr habt Christus verloren, die ihr durch die Erfüllung einer Norm gerechtwerden wollt – ihr seid aus der Gnade herausgefallen“. (Gal 5,4)

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Satire “Hiob und seine Freunde”

Unsere kleine Satire “Hiob und seine Freunde” veranschaulicht, wie vortrefflich sich die Bibel missbrauchen lässt, um Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen zu rechtfertigen. Dass unbequeme Mahner seriöse Argumente haben, braucht kein Kopfzerbrechen zu machen. Um zu gewinnen, braucht man nicht Argumente und Schriftbeweise – Gott behüte ! – , sondern eine funktionierende Propaganda und eine Reihe bewährter Tricks.

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Schiedsgerichtlicher Dienst

Da die Gemeinde “geheiligt” (Eph 6,26-27) worden ist, d.h. göttliches Eigentum geworden ist, darf Böses in ihr nicht geduldet werden. (Eph 5,11) Sie ist der Leib Christi, in dem sich die Körperteile füreinander verantwortlich sehen sollen, muss die Gemeinde auf die Schädigung eines Mitgliedes solidarisch und angemessen reagieren. (1.Ko 12, 26)

Sowohl Jesus wie Paulus sagten, dass Rechtsstreitigkeiten in der Gemeinde nicht ignoriert werden (Mt 18,17 /1.Ko 6,1 ff), sondern durch geeignete Gläubige der Gemeinde nach biblischen Maßstäben geschlichtet werden sollen. Dazu haben wir ein einfaches und sinnvolles Verfahren vorgeschlagen, das die Autorität der Gemeindeversammlung angemessen respektiert.

Sofern man dieses Verfahren noch nicht eingerichtet hat, sollte man dem Geschädigten das Recht zugestehen, seine Sache den Ältesten einer nicht beeinflussbaren anderen bibeltreuen Gemeinde vorzutragen, die den Beschuldigten hört und ihre Beurteilung in den Mitgliederversammlungen vorträgt. Diese simple Lösung ist immer möglich!

Dieser Dienst bearbeitet (nur!) einzelne Fälle, in denen jemand mutwillig durch ein Gemeindeglied geschädigt worden ist und deshalb Anspruch auf Hilfe hat (Straftaten wie Betrug, Diebstahl, Verleumdung, Mobbing, Körperverletzung). So etwas kommt gottlob selten vor, muss aber glaubwürdig geklärt werden – wenn Gläubige die Qualitätsmaßstäbe Jesu Barmherzigkeit, Liebe zum Recht, Treue und Redlichkeit” (Mt 23,23) als wichtigste Gebote respektieren. Der schiedsgerichtliche Dienst ist eine Notordnung, da die Gemeinschaft der Gläubigen durch Duldung von Straftaten unglaubwürdig wird.

Erbschaftsstreitigkeiten, die bei jedem Todesfall eintreten können, regelt die Gemeinde nicht (Luk 12,14). Nach biblischer Sicht verfügt der Erblasser über sein Einkommen so wie er will. Die Frage, wem der Erblasser was hätte hinterlassen müssen, wird von Gläubigen in der Regel unterschiedlich beantwortet werden. Ein Rechtsanspruch, der klar definiert ist und “vor die Gemeinde gebracht” (Mt 18,17) werden kann, entsteht dadurch nicht.

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Schritte zur Befreiung – ganz kurz gefasst

Um aus einer durch das Bibelverständnis verursachten Depression wieder herauszufinden, wird auf unserer Internetseite folgendes Vorgehen empfohlen:

1. perfektionistische, “giftige” Theologie demaskieren und glaubwürdig widerlegen

(Ziel: Durch Anwenden des höchstrangigen Ordnungskriteriums der Bibel, den Qualitätsmaßstäben Jesu, kann der depressiv gefährdete Gläubige den Freiraum zurückgewinnen, den er benötigt, um sich aus destruktiven Prägungen durch Tradition, Erziehung und Gewissen zu lösen. Glaubwürdig widerlegen heißt, sich allen möglichen Gegenargumenten von vornherein zu stellen. Dies ist besonders notwendig, wenn Gläubige unter der grausamen Angst leiden, eine unvergebbare Sünde begangen zu haben: siehe den Lösungsweg. Leider ist in etlichen Gemeinden gar nicht bekannt, dass die Qualitätsmaßstäbe Jesu der unverzichtbare Schlüssel für die Interpretation aller biblischen Aussagen ist.)

2. den positiven und mutmachenden Charakter einer Freundschaft mit Gott (“Heiligung“) verdeutlichen

(Ziel: auf die Überwindung negativer Missverständnisse muss das konstruktive Verstehen folgen, das eine durch Liebe und Vertrauen geprägte Beziehung des Gläubigen zu Gott ermöglicht und vertieft. Dabei nimmt der Gläubige das durch die Bibel verbriefte Recht in Anspruch, die Frage nach der Qualität der Ergebnisse (“Früchte”) zu stellen (Mt 7,16 / Joh 8,46). Durch eine überzeugende, lebensfördernde und praxistaugliche Interpretation der Bibel wird Autorität erworben, die missbräuchlicher Autorität entgegengesetzt werden kann. Ohne konstruktives Verstehen entsteht ein Vakuum, das bald wieder von Destruktivität – erneute Vergiftung durch Theologie oder gar Verkümmerung des Glaubens – ausgefüllt werden wird.)

3. zur kritischen Wahrnehmung von Autorität und Macht in der Gemeinde anleiten

(Ziel: der depressiv gefährdete Gläubige braucht zusätzlich den Schutz vor unfairen Methoden der Manipulation und seelischen Erpressung, die möglicherweise weiter von außen auf ihn einwirken werden. Das Recht jedes Gläubigen, die Qualität der Ergebnisse zu prüfen, steht zu einem selbstherrlichen Interpretationsmonopol der Leitung in Widerspruch. Auch trägt die Erkenntnis, dass Gott eine Gemeinde weiter segnet trotz Unvollkommenheiten, Schwächen und langfristigem Versagen in der Leitung, viel zur Entkrampfung und Loslösung von perfektionistischer Prägung bei. Leider besteht in etlichen sich als “bibeltreu” verstehenden Gemeinden an der Identifikation und Bekämpfung von Machtmissbrauch kein Interesse, was eine dauerhafte Verunreinigung der Lehre und Ethik zur Folge hat. )

Wenn es erst einmal gelungen ist, auf diese oder ähnliche Weise die seelische Denkblockade aufzuheben, ist der Weg frei für seelsorgerlich-therapeutische Förderungsverfahren zur Wiederherstellung der seelischen Stabilität.

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Schutzmaßnahmen gegen giftige Theologie

– den Qualitätsmaßstäben Jesu in der Gemeindetheologie höchste Priorität zuerkennen;
– dem Gläubigen das Recht zugestehen, Interpretationen biblischer Aussagen entsprechend dieser Qualitätsmaßstäbe zu bewerten;
– auf diesem Weg eine Kultur der Offenheit und der Fairness in der Gemeinde schaffen, die negative Erfahrungsberichte zulassen kann;
– unfairen Manipulationsversuchen in der Gemeinde entgegentreten (“Miese Tricks“)
alle Versuche, Gläubigen wegen ihrer Unvollkommenheit ein schlechtes Gewissen zu machen ( “giftige Theologie”), konsequent abwehren;
– die Entwicklung des Charakters beobachten (“Früchte” Mt 7,16 / Eph 1,11 / Jak 3,17)
– dem Gläubigen das Recht zugestehen, aus charakterlichen Fehlentwicklungen Schlüsse auf theologische oder pädagogische Mängel zu ziehen.

Umgekehrt sind günstige Bedingungen für das Entstehen von giftiger Theologie: Theologische Aussagen werden nicht an den Qualitätsmaßstäben Christi geprüft; es wird geduldet, wenn sie ihnen widersprechen, die theologische Abgrenzung zur Werkgerechtigkeit ist unglaubwürdig und widersprüchlich; die Überprüfung unzulässiger Machtausübung von Eltern und Pastoren ist tabu, es existiert ein starker Gruppendruck, der bestimmt, welche Fakten öffentlich genannt werden dürfen und welche nicht. („Evangelical correctness„)

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Selbsterkenntnis

 

Die Fähigkeit zu realistischer und gründlicher Selbsterkenntnis ist das erste Werk des Heiligen Geistes im Gläubigen, der “von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht überzeugt.” (Jo 16,8) Eine ehrliche Diagnose ist die Voraussetzung gründlicher Heilung und Befreiung der Seele.

So mancher Mensch erkennt den Wert dieser Diagnose nicht. Wenn es indes um seine körperliche Gesundheit geht und der Verdacht auf eine schweren Erkrankung im Raum steht, dann ist er mit einer oberflächlichen Untersuchung gewöhnlich nicht zufrieden und wünscht sich Gründlichkeit.

(…bitte hier weiterlesen…)

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Selbstverstärkung

Auch gläubige Menschen stehen immer in der Versuchung, sich geistlicher Disziplin zu entziehen. Entsprechend blüht die Kultur der Verharmlosung und Entschuldigung. Fromme Lippenbekenntnisse garantieren das Gefühl, es mit dem Glauben ernst zu meinen (Mt 15,8). Dabei hat man sich aus der Bibel das herausgesucht, was den eigenen Status quo bestätigt. Der Weg, den Gott eigentlich plante (Eph 2,10), interessiert nicht.

Um dieses Problem zu meistern, bedarf es mehr als einer Anhäufung lückenlos richtiger Informationen. Es bedarf dazu einer einzigartigen Eigenschaft der Heiligen Schrift. Die Bibel reagiert auf den Leser. Sie liefert keine standardisierte, allen gleichermaßen zugängliche Information, sondern sie verbirgt und enthüllt. Zuverlässige Information, die der Leser zur Gestaltung des christlichen Lebens braucht, erhält er nur durch starkes Interesse für die Wahrheit. Ist dieses Interesse nur halbherzig, ist ihm anderes gar wichtiger, so wird er das, was er liest, auch nur zum Teil oder gar gänzlich missverstehen:.

Jesus sprach zu ihnen: “Euch lässt Gott die Geheimnisse seiner neuen Welt verstehen, anderen sind sie verborgen. Denn wer viel hat, der bekommt noch mehr dazu, ja, er wird mehr als genug haben. Wer aber nichts hat, dem wird auch noch das Wenige, das er hat, genommen..” (Mt 13,11-12). Das gilt genauso für das Alte Testament: “Gegenüber den Heiligen bist du heilig, und gegenüber den Treuen bist du treu, gegenüber den Reinen bist du rein, aber für die Falschen bist du falsch.” (Ps 18,26-27)

Deshalb kann das göttliche Gesetz typische Illusionen hervorrufen.

Dass Gott solche Illusionen zulässt, heißt nicht, dass er lügt. “Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis” (1.Jo 1,5). Dieses Axiom bleibt uneingeschränkt gültig. Doch wenn man Kritizismus und Verachtung des Gotteswortes erfolgreich abwehren will, dann darf man nicht Methoden verwerfen, die Gott in seiner Weisheit für sinnvoll hält. Wenn Gott Illusionen zulässt, so steht auch dahinter sein Interesse an der Wahrheit (1.Tim 2,4). Das unterscheidet ihn vom Menschen, der zur Täuschung greift. Anders als Gott hat der unwahrhaftige Mensch keine Interesse daran, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt (Jo 3,20).

Warum wählt Gott bisweilen gerade diese Methode, die uns auf den ersten Blick suspekt erscheint?

Der Glaube an Gott bietet viele Möglichkeiten der Selbsttäuschung. Die eigentliche Realität, die ewig Bestand hat, ist unsichtbar. Das innere Leben des Gläubigen und die Seele der Mitmenschen ist unsichtbar. Die Folgen des menschlichen Verhaltens sind oft ebenfalls nur schwer zu erkennen, soweit sie sich auf den seelischen Bereich auswirken und sich mit anderen Einflüssen überschneiden. Auch sind die Nebenwirkungen eines Frömmigkeitsstils möglicherweise erst nach Jahrzehnten erkennbar.

Die Bibel beschreibt nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben einiger Personen. Die Lücken lassen sich sehr oft nur durch Vermutungen schließen. Denn die in der Bibel geschilderten Persönlichkeiten kann man ja nicht mehr befragen. Wie sie im Detail gefühlt und gedacht haben, ist bei einer zeitlichen Distanz von zweitausend Jahren und mehr wohl kaum rekonstruierbar. Somit ist die Bibel eine Notlösung. Sie macht den Gläubigen nur mit dem Wichtigsten vertraut.

Das führt natürlich dazu, dass die emotionalen Bedürfnisse der Gläubigen sich in den Vordergrund drängen und die Interpretation sehr stark beeinflussen. Entsprechend groß ist die Neigung zum Selbstbetrug.

Einige falsche Interpretationen haben wir unter der Überschrift “Giftige Theologie” zusammengestellt.

Da aber eine Aufzählung aller möglichen Missverständnisse und faulen Kompromisse unmöglich ist, hat Gottes Weisheit einen anderen Weg gefunden.

Er erzieht zu einer inneren Haltung, die zur Überwindung des Selbstbetrugs befähigt. Wer sich selbst betrügt, etikettiert Informationen, die ihn auf Fehlverhalten aufmerksam machen, wider besseres Wissen als unwichtig. Er akzeptiert nur noch Informationen, die ihm zusagen. Ein unangenehmer, aber notwendiger Entscheidungskonflikt wird vermieden. Somit erzeugt der Selbstbetrug Selbstberuhigung und Seelenfrieden. Zugleich entsteht damit ein Anreiz, sich noch mehr Seelenfrieden auf dieselbe Weise zu verschaffen.

Gott durchbricht diesen Teufelskreis durch die Ankündigung, nun seinerseits zu diesem Seelenfrieden beizutragen. Er sagt allerdings offen, dass es sich dabei um Täuschung handelt. Und siehe da: so mancher empfindet diese “Hilfe” Gottes plötzlich alles andere als beruhigend. Er wird stattdessen unsicher. Aus dieser Unsicherheit heraus entsteht ein Bewusstsein für die Gefahr, in die er sich mit leichtfertigen und oberflächlichen Entschuldigungen hineinbegibt.

Auf diese Weise macht Gott es ihm leicht, sich ganz für die Liebe zur Wahrheit zu entscheiden. Insofern stimmt es doch, was die heilige Schrift sagt: “Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen” (1.Tim 2,4).

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Sorgfaltsparadox

Leichtsinnige und faule Gläubige beziehen vorrangig die ermutigenden Bibelstellen und Verheißungen auf sich, sorgfältige und vorsichtige Gläubige in erster Linie die drohenden und warnenden.

Dieses Phänomen ist ein Hinweis darauf, dass es in der Gemeinde an der Liebe zum Recht und an der Wertschätzung widerspruchsfreien Denkens mangelt, sodass es zu dieser absurden Fehleinschätzung kommt. Das Urteilsvermögen kann erheblich verbessert werden, wenn wieder die absolute Priorität der Qualitätsmaßstäbe Christi in der Gemeinde gelehrt und beachtet wird.

Die Kinder von Gläubigen, die sich als Erwachsene bekehrt haben, sind dem Risiko des Sorgfaltsparadoxes besonders ausgesetzt. Ihre Eltern, die sich in ihrer gottlosen Zeit grobe Sünden und viel Unrecht geleistet haben, empfinden die harten biblischen Warnungen, die sie aus diesem Leben herausgerissen haben, als wohltuend. Sie geben ihren Kindern dieselbe Strenge weiter – in der naiven Ansicht – was ihnen geholfen hat, würde auch den Kindern helfen. Sie bedenken dabei nicht, dass ihre Kinder durch diese Strenge wesentlich härteren Forderungen ausgesetzt sind, wenn sie gar keine gottlose Karriere hinter sich haben, sondern gutwillig und schon von klein auf an biblische Ordnungen gewöhnt worden sind.

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Strafbare Handlungen

Verfehlungen, die der schiedsgerichtliche Dienst zu beurteilen und zu regulieren hat, können u. a. sein:

a) strafbare bzw. schadenersatzpflichtige Vergehen nach dem StGB, BGB etc.:
Sexueller Missbrauch (auch nach der Anzeige beim Gericht!); üble Nachrede; Verleumdung; Beleidigung, Diebstahl, Versäumen der Unterhaltspflicht.

b) bösartiges, aber nicht justiziables Verhalten gegenüber Familienmitgliedern oder Geschwistern in der Gemeinde:

notorische Unfreundlichkeit, Verweigerung der Anhörung, Verweigerung eines Klärungsgespräches, Verweigerung der Mediation.

c) Missachtung der Autorität des Konvents:
Falschaussage vor dem Konvent oder in amtlicher Funktion; willkürlicher, nicht durch biblisches Recht gerechtfertigter Abbruch einer Untersuchung; parteiliche Absprache mit einer Konfliktpartei (“Ansehen der Person verboten“), Weigerung, eine Rechtssache nach dem Scheitern der Mediation vor die Gemeinde zu bringen, Behinderung der Anhörung vor dem Konvent, eigenmächtiges Hausverbot, Behinderung des Vorhabens, Konventsmitglieder über Missstände zu informieren, Postunterschlagung (für die Rechtssicherheit relevante Post wird aus den Postfächern der Konventsmitglieder entfernt) usw.

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Unterscheidung der Verantwortungsbereiche

Es ist sinnvoll, bei der Interpretation biblischer Aussagen zu unterscheiden, ob sie zum Verantwortungsbereich des Menschen oder zum Verantwortungsbereich Gottes gehören.

Der Mensch kann seinen Verantwortungsbereich mit Hilfe seines Urteilsvermögens durchdringen. Es wird von ihm erwartet, dass er in diesem ihm anvertrauten Bereich konsequent und widerspruchsfrei denkt und handelt. Der Mensch darf Kritik, die ihm widersprüchliches Denken nachweist, nicht zurückweisen, sondern muss sein Denken korrigieren, bis es wieder widerspruchsfrei und konsequent ist.

Der göttliche Verantwortungsbereich ist nur teilweise logisch nachvollziehbar. Es gibt Bereiche, die “überlogisch” sind. Sie funktionieren zuverlässig, obwohl das nach menschlichem Ermessen unmöglich ist. ” Meine Gedanken sind nicht wie eure Gedanken, und eure Wege nicht wie meine Wege!, spricht Gott. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken über alles hinaus, was ihr euch denken könnt, und meine Möglichkeiten über alles, was für euch machbar ist.” (Jes 55,8-9)

In der Natur können wir dieses Phänomen direkt beobachten. Im Bereich der subatomaren, kleinsten Elementarteilchen herrschen bizarre, “verrückt” scheinende Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten. Man könnte daraus schließen, dass das Universum vom Zufall regiert wird.

Dennoch kann sich der Mensch in seinem Verantwortungsbereich nicht auf Zufälligkeit berufen, wenn er mit seinem Auto einen Verkehrsunfall verursacht. Dort gelten die nachvollziehbaren Gesetze von Ursache und Wirkung nach wie vor.

Auch beim Lesen der Bibel begegnen wir diesen beiden Verantwortungsbereichen. Es gibt Parallelen zwischen Schöpfung und Bibel (vgl schöpfungsgemäßes Inspirationsmodell) bzw prioritätenorientiertes Inspirationsmodell.

Die Ethik zum Beispiel gehört zweifelsohne zum menschlichen Verantwortungsbereich. Der Mensch darf nicht nur, sondern er muss diesen Bereich konsequent durchdenken, um ehrlich und verlässlich zu urteilen. Widersprüche in diesem Bereich sind ein Hinweis auf Unehrlichkeit, Halbherzigkeit und Unzuverlässigkeit (Inkonsequenz).

Dann aber gibt es Aussagen in der Bibel, die nicht konsequent durchdacht werden können. Themen wie Himmel und Hölle oder Erwählung gehören eindeutig zum göttlichen Verantwortungsbereich – der durch “Überlogik” geprägt ist.

Der Mensch kann einzelne Aspekte dieses göttlichen Bereiches, soweit sie von der Bibel erläutert werden, verstehen und auch Folgerungen für sich daraus ziehen. Er kann diesen Bereich selbst aber nicht mit seinem Verstand durchdringen und zu widerspruchsfreien Ergebnissen kommen. Wenn er es doch versucht, kommt er zu sehr deprimierenden und destruktiven Ergebnissen, die mit dem Charakter Jesu nicht in Einklang zu bringen sind.

Deshalb handelt er vernünftig, wenn er sorgfältig auf die Unterscheidung der beiden Bereiche achtet, und über Aspekte des göttlichen Bereiches nur so viel nachdenkt, wie es die Schrift ihm aufschließt – und nicht darüber hinaus.

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Unvollkommenheit – gefährdet sie das Heil ?

Das Neue Testament stellt hohe ethische Forderungen. Jesus sagte, dass Menschen, die „seinen Willen nicht getan haben„, nicht ins Himmelreich kommen können, selbst wenn sie sich selbst für Gläubige halten. (Mt 7, 21)

Umkehrschluss: nur wer „den Willen Gottes getan hat“, der kommt ins Himmelreich. Doch was heißt das? Genügen 90%, 70%, 50% ? Kann der Gläubige angesichts dieser Forderungen überhaupt Heilsgewissheit haben ?

(… bitte hier weiterlesen …)

 

 

 

Urteilsvermögen

Auch wenn in manchen frommen Kreisen verkündet wird, dass der Verstand des Menschen nur sündig und in Glaubensdingen wenig wert sei, so sagt doch die Bibel, dass Gott gerne Weisheit und Verstand schenkt (2.Mo 36,1 / Jak 1,5). Geringschätzung der Gabe des Verstandes ist unbiblisch und gefährlich (Dummheit).

Gott gefiel es, dass König Salomo ihn um nichts anderes bat, als ihn mit Verstand zu begaben, um gerecht regieren zu können (1.Kö 3,11)

Voraussetzung der Menschenkenntnis ist die gründliche Bemühung um Selbsterkenntnis.

Paulus warnte: “Liebe Brüder, vermeidet das kindische Denken! Im Bösen, darin sollt ihr unerfahren sein wie Kinder! Denken aber sollt ihr wie reife, erwachsene Menschen!” (1.Kor 14,20) Kindliches Denken schont die Gefühle – erwachsenes, verständiges Denken kann sehr gefühlsstörend und beschwerlich sein. “Durch viel Weisheit kommt auch viel Verdruss. Wer seine Erkenntnis mehrt, mehrt auch seinen Schmerz.” (Pred 1,18) Man selber hat wenig davon, macht sich des öfteren auch unbeliebt – aber nimmt diesen Nachteil aus Liebe auf sich. “Wenn ich Menschen gefallen wollte, würde ich nicht länger Christus dienen.” (Ga 2,20)

Verstand ist nötig, um Lebensentscheidungen richtig zu treffen. “Ich bete dafür, dass eure Liebe immer reicher und tiefer wird und dass ihr immer mehr Weisheit und Einsicht bekommt. So könnt ihr in eurem Leben die richtigen Entscheidungen treffen und so vor Christus, eurem Richter, am Tage des Gerichts ohne Tadel und ohne Schuld erscheinen.” (Phil 1,9-10)

Verstand ist nötig, um Gefahren und Risiken rechtzeitig zu erkennen und um das Böse, das sich als gut oder harmlos tarnt, zu demaskieren. Urteils- und Unterscheidungsvermögen, die das selbständige Urteilen nach bestem Wissen und Gewissen ermöglicht, ist eine sehr wertvolle Fähigkeit!

Ohne Urteilsvermögen hat man wenig Überzeugungskraft und kann seine Mitmenschen dann nur noch mit manipulativen Methoden beeinflussen, d.h. auf eine Weise, die der Würde des Menschen nicht entspricht.

Der biblische Text in der vorliegenden vom göttlichen Regisseur der Bibel bestimmten Form hilft dem Gläubigen hervorragend, sein Urteilsvermögen zu üben. Er kann sich vor Missverständnissen nur schützen, indem er geistliche Prioritäten erkennt und respektiert.

Wenn der Gläubige urteilt, dann darf er sich auf gar keinen Fall für klug halten (Rö 12,16), und auch nicht für klüger als das zu beurteilende Bibelwort. Dünkel und Selbstüberschätzung führen unweigerlich zu großen Irrtümern, zu Blindheit und Dummheit. “Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen schenkt er seine Gnade” (Jak 4,6) “Wenn du jemand siehst, der meint, weise zu sein, dann besteht für einen Dummkopf mehr Hoffnung als für ihn.” (Spr 26,12)

Wenn der Gläubige urteilt, urteilt er niemals eigenmächtig, sondern ist Gott dankbar, zum einen dafür, dass Jesus Christus ihm seine unfehlbaren Qualitätsmaßstäbe geschenkt hat, die ihm helfen, den Segen der göttlichen Wortes aufzuschließen. Zum anderen ist er dankbar dafür, dass Gott ihm mit der Freiheit zum selbständigen unbeinflussten Urteilen (“Mündigkeit”) einen großen Vertrauensvorschuss geschenkt hat, dass er diese Freiheit nicht in fleischlicher Weise missbrauchen wird. Beim Urteilen achtet er stets auf geistliche Disziplin.

Er urteilt demütig, wenn er daran denkt, wie oft es geschehen ist, dass auch große Persönlichkeiten des christlichen Glaubens die Bibel trotz all ihrer Begabungen zum Schaden ihrer Mitgläubigen missverstanden haben. Er urteilt immer betend, weil er auf Gottes Weisheit angewiesen bleibt, die Gott dem Glaubenden verheißen hat (Jak 1,5). Ohne diese Weisheit würde er auch die Maßstäbe Jesu sehr bald falsch anwenden.

Was sagte Paulus? “Der geistlich gesinnte Mensch beurteilt ALLES” (1.Kor 2,15). Die Fähigkeit zu urteilen schenkt der heilige Geist jedem Gläubigen, auch wenn es außerdem noch besondere Erkenntnis- und Unter­scheidungsgaben gibt. (1.Ko 12,8-10)

Reagieren leitende und lehrende Brüder in deiner Gemeinde positiv, wenn du Urteilsvermögen, Pädagogik und Führungsstil mit Hilfe der Maßstäbe Christi prüfst?

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Verstümmelungsgebot des Mose

Das Gesetz des Mose forderte die Gläubigen auf, einer Frau, die ihren Mann in unziemlicher Weise verteidigt und den Angreifer bei den Geschlechtsteilen packt, „ohne Mitleid“ die Hand abzuhacken  (5.Mo 25,12)

Wie können wir Problemstellen dieser Art richtig einordnen, ohne die Autorität der Heiligen Schrift in Frage zu stellen und ohne den Glauben an einen Gott, dessen Wesen ganz und gar Liebe ist, aufzuweichen?

(… bitte hier weiterlesen …)

 

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Verlust des Glaubens (Ursachen)

Gemeindelehrer, die auf manipulative Weise den christlichen Glauben vermitteln, d.h. christliche Propaganda betreiben, können naturgemäß kein großes Interesse haben, wie ein guter Hirte Mitgliedern nachzugehen (Hes 34,4 / Luk 15,4-7), denen der christliche Glaube verlorenzugehen droht.

Nur Ehrlichkeit, nur Authentizität und ehrliche Stellungnahme zu beobachtbaren Fakten könnten wieder Vertrauen herstellen. Doch wie sollen das diese Leute machen, wenn an der Propaganda nicht gezweifelt werden darf ?

Umso eifriger verlegt man sich auf die Anwerbung neuer Mitglieder, die das, was da alles an frommer Dressur auf sie zukommt, noch gar nicht ahnen.

Wir halten es für wichtig, sich eingehend mit den Bekenntnissen von Menschen zu befassen, die sich wieder von der christlichen Gemeinde und vom Glauben distanziert haben.

Nur wenn man von den Ursachen erfährt, kann man sich darum bemühen, niemandem vermeidbaren Anstoß zu geben. Schrecklich ist es, wenn man solchen Anstoß leicht hätte vermeiden können, aber dennoch an ihm festgehalten hat – aus Gleichgültigkeit, aus unverbesserlicher Selbstgerechtigkeit, aus Bequemlichkeit, aus Feigheit.

Wir halten es deshalb für notwendig, Links auf solche Mitteilungen zu sammeln.

Christsein adé: „Den Glauben abzulegen war wie eine Therapie“

Blog: Jesus-offline: Christsein-adé – Die Ergebnisse der Studie

www.irrfahrer.de

www.hausderwahrheit.net

www.theologe.de

liebezurwahrheit.info

www.theoforum.de

www.way-to-allah.com

www.wiesomuslim.net

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Werkgerechtigkeit

siehe: pessimistische Werkgerechtigkeit, optimistische Werkgerechtigkeit, Wege aus der Werkgerechtigkeit, echte Heiligung

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Wert des Glaubens

Vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern!” (Phil 2,12) C.H.Spurgeon erläuterte diesen schwierigen Satz überzeugend wie folgt:

“In der Sonntagsschule fragte man einen Jungen, ob sein Vater ein Christ sei. “Ja”. antwortete der Kleine, “aber er strengt sich nicht besonders an.”

Das muss man leider von manchem Christen sagen, denn etliche haben den Namen, dass sie leben, und sind tot. Und bei etlichen anderen ist die Liebe erkaltet. Sie bekennen sich zum Christentum, aber sie leben nicht darin. Wenn aber irgendeine Berufung tatkräftiges Handeln erfordert und ohne Eifer und Fleiß nicht zu verwirklichen ist, dann ist es die Berufung als Christ. Ein Faulpelz erstrebt nichts und hat nichts, was auch sein Beruf sein mag. Was kann aber der erwarten, der sich Christ nennt und doch nicht von Christus als seinem Lehrer lernt, der ihm nicht als seinem Herrn gehorcht, ihm nicht als seinem König dient ?

Wir können natürlich die Seligkeit nicht durch unseren Ernst und Eifer erwerben, aber wer diese Tugenden nicht hat, darf sich wohl fragen, ob er überhaupt ein Christ ist. Wer meint, er genüge seiner Christenpflicht, wenn er jeden Sonntag in die Kirche geht; wer weder Zeit noch Geld für das Werk des Herrn daheim und in der Heidenwelt übrig hat; wer keine Hausandacht hält, niemals ein Zeugnis für seinen Herrn ablegt, nicht für die Verlorenen betet, von dem gilt auch, was jener Knabe sagte: “Er strengt sich nicht an.” Vielleicht fühlt er, dass mit seinem Christentum wirklich nicht viel anzufangen ist.

Jemand sagte einmal: “Meine Religion kostet mich keine Mark jährlich.” Ein Freund antwortete ihm: “Sie ist auch keine Mark wert.”

Unser Herr zeigt uns das Christenleben nicht als ein Leben süßer Ruhe, sondern als Krieg und Kampf.

(aus: C.H.Spurgeon, Auf dein Wort – Andachten für jeden Tag, 2004, CLV-Verlag Bielefeld, zum 7.November.)

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